Chronik
MGV Liedertafel 1880
Jahr – Ereignisse – Hinweise
1880
Am 15.11.1880 setzen sich in Wiefelstede zehn Männer zusammen und gründen einen Gesangverein. Es wird ein Protokollbuch angelegt und einige Statuten festgesetzt. Lt. § 8 der Statuten wird von jedem Vereinsmitglied erwartet, dass es regelmäßig zu den Übungsabenden zu erscheinen und sich anständig zu benehmen habe. Selbst Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten, sofern sie nicht sofort zu Genüge erledigt werden können, führen zum Ausschluss aus dem Verein. Ferner heißt es in den Statuten, dass die Aufnahme in den Verein durch geheime Abstimmung geschieht, aber auch durch Acclamation beschlossen werden kann. Die ersten Mitglieder des „Wiefelsteder Gesangvereins“ sind der Organist Harms, Friedrich Reins, Gerhard Hillmer, Heinrich Siemen, J.H. Müller, Gerhard Brumund, Diedrich Siemen, Johann Tapken, Christian Tapken und Bernhard Cordes. Der Organist Harms übernimmt zugleich die Ämter als 1. Vorsitzender, Dirigent und Schriftführer.
1883
Man pflegt Kameradschaft und praktiziert sie. Als im Jahre 1883 die Gebäude eines Sängers abbrannten, erhielt er aus der Vereinskasse 20,00 Mark. Dass die Statuten ernst genommen wurden, ist aus einer Eintragung im Jahre 1883 zu ersehen. Die Streitigkeiten zweier Sänger ließen sich durch alle Schlichtungsversuche nicht bereinigen; also wurden beide Sänger ausgeschlossen. Vier Jahre später wurde einer der Streithähne wieder in den Verein aufgenommen.
1893
1893 legt der Dirigent Harms aus Altersgründen seinen Posten nieder. Er wird mit einem dreifachen „Hoch! Hoch! Hoch!“ verabschiedet. Sein Nachfolger wurde der Nebenlehrer Kühne. Die Dirigenten erhielten keine Aufwandsentschädigung, sondern ein Weihnachtsgeschenk von 18,00 Mark. Als zwei Jahre später Herr Kühne wegen Versetzung an eine andere Schule seinen Dirigentenposten abgeben musste, wurde vom Verein für alle Sänger Freibier spendiert. Kostenpunkt: 5,25 Mark. Ein 35 Liter Fass Altbier kostete lt. Protokoll von 1896 7,20 Mark.
1897
Wie groß die Kameradschaft unter den Sängern gewesen sein muss, sieht man aus einem Kassenbericht von 1897. Da ist bei einer Versammlung auf einen Antrag aus der Mitte des Vereins einstimmig beschlossen worden, dass einem Sänger, der seit Jahren erkrankt ist, eine Unterstützung von 20,00 Mark zu gewähren. Bei den Stiftungsfesten im Herbst werden 30 Pfennig Eintritt bezahlt. Dazu werden Tanzbänder verkauft. Mitglieder zahlen 1.00 Mark und Gäste 1,50 Mark. Für einen Einzeltanz sind 10 Pfennig zu bezahlen, die in der Tanzpause eingesammelt werden. Fünf Musiker spielten zum Tanz und erhielten dafür jeder 7,00 Mark. Das Stiftungsfest begann um 18.00 Uhr. Gegen 21.00 Uhr wurde eine Kaffeepause eingelegt. Um 2.00 Uhr nachts war das Fest beendet. Bei den Liederdarbietungen tauchen bekannte Titel auf, die auch heute noch gesungen werden, z.B. „Brüder reicht die Hand zum Bunde“, Heil dir o Oldenburg“ oder „Wie ein stolzer Adler“.
1898
Am 26. Juni 1898 findet das Kreissängerfest in Wiefelstede statt. Zur Vorbereitung tagt ein Festkomitee. Weiter heisst es dazu: Der Grashof (von der Gaststätte Rabe bis „Hinners Hus“, dort, wo jetzt die Gebäude Pauly und das Italienische Restaurant stehen) wird als Festwiese hergerichtet. Zu anderen Zeiten dient der Grashof den Kirchgängern als Ausspannort für ihre Wagenpferde. Gastwirt Rabe verpflichtet sich, unentgeltlich eine große Bühne zu errichten und für 1000 Personen Sitzplätze mit den dazugehörigen Tischen zu beschaffen. Das Fest beginnt um 13.00 Uhr mit dem Empfang der Vereine. Alle Vereine erscheinen per Pferdefuhrwerk auf dem Schulhof (dem heutigen Denkmalplatz bei der Kirche). Um 14.00 Uhr schließt sich die Generalprobe des Gesamtchores statt. Um 14.30 Uhr beginnt der große Festumzug. Alle Chöre führen eine Vereinsfahne im Festumzug mit. Die Spitze bildet hoch zu Pferde der Reiterverein. Dann folgen die Vereine der Gäste mit ihren Fahnen. Den Abschluss bilden die örtlichen Vereine, wie Schützenverein, Turnverein, Stahlhelm und der Reiterverein. Nach den Begrüßungen und Festreden beginnen die Liedvorträge. Es singen 13 Chöre aus dem Ammerland. Zur Eröffnung wird das Lied „Nimm deine schönste Melodie“ mit Musikbegleitung vorgetragen. Anschließend singen die Chöre in der Reihenfolge: Westerstede, Nordloh, Bokel, Rostrup, Zwischenahn, Linswege. Nach einem Stück mit Instrumentalbegleitung erklingen weitere Liedvorträge der Chöre vom Gesangverein Augustfehn, „Concordia Augustfehn, Apen, Edewecht, Rastede und Wiefelstede. Als Abschluss wird vom Gesamtchor das Lied „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ gesungen. Getanzt wird in zwei Sälen (gemeint sind Rabe und Tapken). Zehn Musiker spielen zum Tanz. Entlohnung der Musiker: pro Person 7,00 Mark. Bereits damals wurde schon durch Inserate in den Zeitungen für das Fest geworben. Es ist im Protokoll zu lesen, dass im „Generalanzeiger“ für 2,15 Mark und in den „Nachrichten“ für 1,95 Mark Inserate aufgegeben wurden. Zudem wurde durch das Kreissängerfest die Kasse wieder aufgefrischt. Infolge des außerordentlich guten Besuches wird ein Überschuss in Höhe von 182,13 Mark erzielt.
1902
Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges wurde im Herbst das Stiftungsfest und im Sommer das Sängerfest gefeiert. Auch wurden damals schon Ausflüge unternommen. So heißt es in einem Bericht vom 29. März 1902, dass am 8. Juni eine Tour nach Bremerhaven, und zwar per Bahn von Rastede nach Nordenham-Geestemünde und zurück, unternommen werden sollte. Die Abfahrt mit dem Zug erfolgte morgens und die Rückfahrt über Nordenham um 17.00 Uhr am Nachmittag. Alle aktiven Sänger hatten freie Fahrt, die Gäste zahlten 3,20 Mark.
1906
Nachdem der Organist, Dirigent und Schriftführer Theodor Witte 1906 seinen Posten aufgab, übernahm Hauptlehrer Peter Blohm die Arbeit des Dirigenten. Manche unserer älteren Sänger können sich zumindest aus Erzählungen an ihn erinnern. Wenn sich damals ein neues Mitglied um Aufnahme bewarb, ließ Peter Blohm den Bewerber im Nebenzimmer zur Probe singen. Anschließend wurde von Dirigent und Vorstand über den Aufnahmeantrag entschieden.
1914
Wenn auch das Protokollbuch etwa von 1910 an nur lückenhaft geführt wurde, so bleibt dennoch das soziale bzw. vaterländische Engagement deutlich. Unter dem 11. August 1914 findet man folgende Eintragung: „Beschlossen wird, aus der Vereinskasse 75,00 Mark für das Rote Kreuz und 75,00 Mark für die infolge Einziehung der Männer zum Heere in Not geratenen Familien der Gemeinde Wiefelstede zu bewilligen. Die letzte Hälfte wird dem Hilfskomitee überwiesen. In dieses wird seitens des Vereines der Dirigent Blohm gewählt.“ Weiterhin gibt es keine Aufzeichnungen, die auf ein Ende der Singabende oder auf einen Neubeginn des Singens nach dem 1. Weltkrieg hindeuten. Bis 1926 wurde keine Eintragung vorgenommen. Erst danach erscheint die Eintragung über einen Vereinsbeschluss, den Singabend vom Sonnabend auf einen anderen Wochentag zu verlegen. Wörtlich heißt es: „Da für einige Mitglieder die Gesangsstunde sonnabends unpassend ist, wird vorgeschlagen, die Stunde an einem anderen Wochentag abzuhalten, doch wird nach weiteren Überlegungen die Gesangsstunde wie bisher an jedem Sonnabend stattfinden“. Die Bemerkung „wie bisher“ deutet wohl darauf hin, dass nach dem Krieg wieder seit längerer Zeit gesungen worden ist. Außerdem wurde auf dieser Hauptversammlung beschlossen, dass alle Sänger, die „drei- oder viermal unentschuldigt dem Singen fernbleiben“ nicht am öffentlichen Singen teilnehmen dürfen. Zusätzlich wurde eine Kontrollliste angelegt, in die alle bei den Übungsabenden anwesenden Sänger eingetragen werden.
1927
1927 war für den Männergesangverein ein bedeutsames Jahr. Damals – der Verein war noch keine 50 Jahre alt- da meldet sich ein junger Mann in unserem Chor als Mitglied an, der über 70 Jahre in unserem Chor als Sänger und Kamerad eine wichtige Rolle spielte. Willi Lindemann Träger des Niedersächsischen Verdienstordens
1930
50 Jahre MGV Liedertafel Wiefelstede Als 1930 im Rahmen des Gemeindesängerfestes das 50-jährige Jubiläum des Gesangvereines gefeiert wurde, nannte man ihn „Liedertafel“. Wann der Name „Liedertafel“ eingeführt wurde lässt sich nicht belegen, da durch Schäden im Protokollbuch die Jahre 1914 bis 1925 nicht belegbar sind. Beteiligt an diesem Fest waren der Gemischte Chor Mollberg, die Männerchöre Westerholtsfelde, Nuttel-Wemkendorf, Bokel und Borbeck. Dirigent und zweiter Vorsitzender war Hauptlehrer Peter Blohm. Das Fest verlief im Rahmen der ehemaligen Kreissängerfeste, wenn auch nicht in der Größenordnung. Der Festumzug wurde wieder mit dem Reiterverein hoch zu Pferde in Marsch gesetzt. Sogar eine Militärkapelle marschierte mit. Anlässlich des Jubiläums wurde dem Ehrenmitglied Gerhard Hillmer, Kortebrügge, eine Urkunde überreicht, weil er seit Gründung dem Verein die Treue gehalten hatte. Die Liedvorträge wurden eröffnet mit den Chorliedern „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ und „Brüder reicht die Hand zum Bunde“. Im Verlauf des Festes wurden die Fahnen der Gastvereine von zwei Ehrenjungfrauen mit Fahnenbändern geschmückt. Als Abschluss wurde ein Ball in den Sälen von Rabe und Tapken abgehalten, auf dem wieder 10 Musiker aufspielten. Die Mitgliederlisten wiesen in den Jahren Namen aus, die besagten, dass in fast jeder Familie des Ortes ein Sänger war. Da gab es dann die Hienen, Diers, Siemen, Kaper, Janßen, Feldhus, Lamken, Bruns, Cordes und wie sie alle heißen. Die Probleme des damaligen Männergesangvereins glichen denen des heutigen. Schon damals fehlten Sänger an den Übungsabenden und die Sorge um die Nachwuchssänger war groß. In diesem Zeitraum gibt es viele Eintragungsversäumnisse. Schäden im Buch sind deutlich sichtbar. Hier wurden einige Seiten geleimt, dort entfernt. Warum das so ist? Nun, die Jahre ab 1933 zählten zu den schlimmsten in der Geschichte unseres Landes. Vielleicht hätte der eine oder andere Sänger später……? Lassen wir die Spekulationen.
1948
Nach Kriegsende setzte im Jahr 1948 wieder eine lückenlose Aufzeichnung über das Vereinsleben ein. Nach 12-jähriger Pause wird der Männergesangverein Liedertafel 1880 Wiefelstede wieder neu ins Leben gerufen. Am 30. Dezember haben sich ca. 25 „Sangesfreudige“ in Rabes Gasthof eingefunden. Unter der Leitung von Sangesbruder Heinrich Heinemann einigte man sich auf Tapkens Gasthof als Vereinslokal. Der Gasthof Tapken war seit fast 70 Jahren Vereinslokal und wurde 1963 abgerissen. An gleicher Stelle bekam das Rathaus später sein neues Zuhause. Dirigent wurde der neue Schulleiter Hans Schäfer. Den Vorstand übernahmen
-Hinrich Feldhus (1. Vors.)
– Gerhard Diers (2. Vors.)
– Heinrich Logemann (Schrift- und Kassenwart) und
– Georg Jonas (Buchwart).
Hans Schäfer wurde mit der Beschaffung von Liederbüchern beauftragt. Als Singabend wurde der Sonnabend festgelegt. Erstmalig wurde am 8. Januar 1949 gesungen. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf monatlich 0,50 DM festgesetzt.
1949
Am 23. April 1949 trat der MGV nach langjähriger Pause erstmalig wieder mit einem kleinen Konzert an die Öffentlichkeit.
1951
Am 10.03.1951 feiert der MGV sein 72. Stiftungsfest im Vereinslokal. Nach den Gesangsdarbietungen schloss sich ein gemütliches Beisammensein an. Auf Anregung des MGV Bokel schlossen sich die Männergesangvereine Wiefelstede, Bokel und Borbeck zu einem Gemeinde Sängerbund zusammen. Sie bestimmten, dass am 27.05.1951 in Tapkens Gasthof in Wiefelstede das erste Gemeindesängerfest nach dem Kriege abgehalten wurde. Teilnehmende Vereine
– MGV Wiefelstede
– MGV Bokel
– MGV Borbeck
– MGV Nethen
– MGV Spohle
Ausrichtender Verein war der MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede. Jeder Chor sang zwei Lieder. Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Wer hat dich du schöner Wald und
– Deutschland, dir mein Vaterland
Der Festplatz wurde mit Karussell und Buden aller Art bebaut. Den Abschluss bildete ein Festball. Am 26. Oktober gibt H. Logemann wegen Wegzugs sein Amt als Schrift- und Kassenführer auf. Seine Nachfolge tritt Heinz Buns an.
1952
Am 22.03.1952 feiert der MGV im Vereinslokal sein 73. Stiftungsfest. Nach mehreren Liedvorträgen hielt der nachfolgende Tanzabend die Sangesbrüder und Gäste in schöner Harmonie beieinander. Am 11.05.1952 folgte bei Martens in Bokel das zweite Gemeindesängerfest. Teilnehmende Vereine:
– MGV Bokel
– MGV Borbeck
– MGV Wiefelstede
Der MGV Wiefelstede beteiligte sich mit folgenden Liedvorträgen:
– Heil`ge Nacht
– Wo ein kleines Hüttle steht
– Kronenwirt
– Juchhei dich muss ich haben
Am 16.11.1952 beteiligte sich der MGV anlässlich des Volkstrauertages an einer Feierstunde an den Kriegsgräbern auf dem Friedhof.
1953
Nach der Jahreshauptversammlung am 20.02.1953 fand am 7.3.1953 das 74.
Stiftungsfest statt. Chorleiter Hans Schäfer brachte zum Ausdruck, dass der Chor ganz bewusst das deutsche Volkslied pflegt. 10 Lieder wurden zu Gehör gebracht. Der
– Ammerlandgruß sowie
– Hohe Pappeln, alte Eichen
vom Komponisten Fritz Hadeler, Aschhauserfeld, wurden vom Publikum mit besonderem Beifall bedacht. Am 27. März stellt Schrift- und Kassenführer Heinz Buns seinen Posten aus geschäftlichen Gründen zur Verfügung. Sein Nachfolger wird Herbert Rüger. Das Gemeindesängerfest fand am 17.05.1953 im Müsselkrug in Borbeck statt. Teilnehmende Vereine:
– MGV Liedertafel Wiefelstede
– MGV Borbeck
– Singgruppe des Heimatvereins Metjendorf
– Gemischter Chor Westerholtsfelde
– MGV Bokel
Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Schon die Abendglocken klingen
– Im Krug zum grünen Kranze
– Hohe Pappeln, alte Eichen
Zum Jahresausklang wurde am 5.12.1953 eine vereinsinterne „Kohlpartie“ abgehalten. Nach dem Kohlessen und dem Vortrag mehrerer Lieder schloss sich ein gemütlicher Teil an, der laut Schriftführer Herbert Rüger bis morgens 3.00 Uhr gegangen sein soll.
1954
Nach der Generalversammlung am 08.01.1954 wurde am 6. März im Vereinslokal das 74. Stiftungsfest gefeiert. Die örtliche Presse berichtete darüber, dass der MGV „mit Hingabe“ gesungen habe. Die Gesangvorträge sahen Wander- und Trinklieder vor. Wegen ihres besonders guten Vortrags ernteten die Lieder
– Mädchen mit den blauen Augen
– Landsknechtslied und
– Zwischenahner Meer (von Fritz Hadeler)
einen Sonderapplaus.
Am 16. Mai fand in Tapkens Gasthof das Gemeindesängerfest statt. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Mädchen mit den blauen Augen
– Landsknechtslied
Am 13. Juni fand ein Ausflug in die Dammer Berge, nach Bad Essen und zum Dümmer See statt.
1955
75 Jahre MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede Nach der Generalversammlung am 7. Januar feierte der MGV Liedertafel am 5. März mit einem Festabend im Vereinslokal zusammen mit dem Stiftungsfest sein 75. Jähriges Bestehen. Es wurde eifrig für diesen Abend, der zu einem Höhepunkt im Leben des Vereins werden sollte, geprobt. Wie die Presse berichtete habe der Chor mit einem wertvollen Liedprogramm unter Beweis gestellt, dass er zwar alt an Jahren sei, aber die Begeisterung seiner Sänger für den deutschen Chorgesang die gleiche geblieben sei wie in der Gründerzeit. Zurzeit befinde sich der Chor, der über 40 aktive Sänger hat, in einer für einen ländlichen Gesangverein „beachtlichen Hochform“. Hans Schäfer gab eingangs einen kurzen Rückblick auf die Arbeit des Chores, auf die Mitgliederbewegung und vor allem, an Hand alter Konzertprogramme, auf die öffentlichen Veranstaltungen, die der Verein durchgeführt hat. Es gab folgende Liedvorträge:
– Sängergruß: Grüß Gott
– Vaterland, heilig Land
– Wenn alle Brünnlein
– Es scheinen die Sternlein so helle
– Die Rose im Tal
– Blaue Luft
Ein gemütlicher Festball beschloss den Festtag.
Das Gemeindesängerfest fand am 15. Mai bei Martens in Bokel statt. Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern:
– Die Rose im Tal
– Durch diese schöne Welt
– Im schönen Wiesengrunde
Martha Stölting berichtete dazu in der NWZ: „Den Abschluss der Einzeldarbietungen brachte der MGV Liedertafel Wiefelstede unter der Stabführung von Hauptlehrer Hans Schäfer. Der Chor verfügt über ein ausgezeichnetes Stimmenmaterial und ist überaus sorgsam ausgewogen. Seine „Rose im Tal“ gehörte zu den Höhepunkten der Darbietungsfolge“. Am 30. Mai wurde unter der Reiseführung von Bernhard Jürgens mit Imkens „Wiefelsteder“ ein Ausflug nach Ahlhorn, Wildeshausen, Dötlingen und Sandkrug durchgeführt. Am 27. November wurde das Jubiläumsjahr mit einem Sängerball beendet.
1956
Nach der Generalversammlung am 13 Januar, bei der der Vorstand einstimmig wieder gewählt wurde, richtete der MGV am 10. März seinen „Gemütlichen Abend aus“. Nach einigen Liedvorträgen, u.a. der „Neue Ammerländer Sängergruß“ von Fr. Hadeler, klang der Abend mit Musik und Tanz sehr harmonisch aus. Das Gemeindesängerfest fand am 13. Mai in der Gaststätte Meyer in Westerholtsfelde statt. Teilnehmende Vereine:
– MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede
– Gemischter Chor Westerholtsfelde
– MGV Borbeck
– MGV Bokel
Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit folgenden Liedern:
– Ammerländer Sängergruß
– Stehn zwei Stern am hohen Himmel
– Der verliebte Jäger
– Drei Mädel
Am 1. Juli unternahm der MGV einen Ausflug nach Wittenheim, Neuenburger Urwald und Conneforde. Am 2. Dezember feierte der MGV sein 76. Stiftungsfest. Dabei gab es folgende Lietvorträge:
– Ammerländer Sängergruß
– An die Freiheit
– Drei Mädel
– Kleine süße Maus
Mit Musik von der Kapelle Lührs klang der Abend in geselliger Runde aus.
1957
Nach der Generalversammlung am 11. Januar veranstaltete der MGV am 9.
März seinen gemütlichen Abend. Trotz eines schönen Abends waren nur 98 Gäste gekommen, wodurch ein kleines Minus in der Kasse entstand. Am 12. Mai beteilige sich der MGV mit den Liedern
– Guten Abend euch allen hier beisammen und
– Das Hederitt
am Gemeindesängerfest im Müsselkrug Borbeck.
1958
Am 11. Januar feierte der MGV sein 77. Stiftungsfest. Für diesen Abend hatte man sich etwas Besonderes ausgedacht. Prompt kamen 170 Gäste und bescherten einen kleinen Kassenüberschuss. Der MGV eröffnete den Abend mit den Liedern
– Ich hört ein Vöglein pfeifen
– Der fröhliche Wanderer
– Ins Heu und
– Bi de Brut
Im Anschluss daran folgte der plattdeutsche Einakter „Dat Schattenspill“.
Mitwirkende: Willi Lindemann, Anna Ripken und Erna Cordes. Dieses Stück kam sehr gut an. Dem schloss sich ein Tanzabend an, der ein harmonisches Ende bescherte. Auf der Jahreshauptversammlung am 24. Januar stellte Herbert Rüger sein Amt als Kassen- und Rechnungsführer zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Gerold Böhmer gewählt. Am 22. März wurde der gemütliche Abend gefeiert und am 1. Mai beteiligte sich der MGV mit den Liedern
– Ich hört ein Vöglein pfeifen und
– Nur die Hoffnung festgehalten
am Gemeindesängerfest in Mollberg.
1959
Die erste größere Veranstaltung des Jahres war am 14. März der „Gemütliche Abend“. Die NWZ berichtete von einem gelungenen Abend. Höhepunkt war ein aus dem Chor hervorgegangenes Doppelquartett, welches von Hans Schäfer dirigiert Ernstes und Heiteres aus dem Dorfleben besungen hat. Nach der Generalversammlung am 26. März richtete der MGV am 1. Mai bei vollem Haus in Tapkens Gasthof das Gemeindesängerfest aus. Der Kassenwart konnte einen beträchtlichen Überschuss vermelden. Liedbeiträge des MGV:
– Grüß Gott, mein Heimattal
– Ja, schön ist mein Schatz nicht
Am 11. Juli wurde eine „Fahrt ins Blaue“ unternommen. Über die Zwischenstationen „Waldhaus Wildenloh“ und Oldenburger Schlossgarten gelangte man zur Endstation „Zum Goldenen Löwen“ nach Loy. Dort wurde bis 24.00 Uhr gefeiert bis der Bus kam. Finanziert wurde die „Fahrt ins Blaue“ durch den Überschuss beim Gemeindesängerfest. In Anbetracht des großen finanziellen Risikos wurde auf die Ausrichtung eines „Öffentlichen Balls“ verzichtet.
1960
Nach der Generalversammlung am 29. Januar wurde am 5. März im Vereinslokal der gemütliche Abend durchgeführt.
1961
In diesem Jahr fand keine Generalversammlung statt. Am 5. März wurde ein gemütlicher Abend durchgeführt, der zu einem vollen Erfolg wurde. Am 1. Mai beteiligte sich der MGV am Gemeindesängerfest in Westerholtsfelde. Am 18. Juni gab es wieder eine „Fahrt ins Blaue“, die über Hundsmühlen nach Streek in die Waldschänke führte. Da sich das Lokal als zu teuer herausstellte zog man es vor nach Hundsmühlen zurückzukehren und sich dort einem Radfahrerball anzuschließen und den Abend dort ausklingen zu lassen. Am 15. September feierte der 2. Vorsitzende G. Diers seine Goldene Hochzeit. Die Sänger ließen es sich nicht nehmen ihm ein Ständchen zu bringen. Man erzählt, dass eine ganze Anzahl der Sänger anschließend im Hause des Brautpaares noch kräftig weitergesungen und getrunken haben soll. Auch in diesem Jahr wurde wegen des finanziellen Risikos darauf verzichtet einen öffentlichen Sängerball abzuhalten.
1962
Nach der Generalversammlung am 12. Januar beteiligte sich der MGV am 6.
Mai mit den Liedern
– Wanderlied im Frühling
– Lied der Wanderburschen
am Gemeindesängerfest im Müsselkrug Borbeck.
Auf einen Ausflug wurde in diesem Jahr verzichtet. Dafür feierte der MGV am 1. Dezember seinen gemütlichen Abend. Leider ließ der Besuch zu wünschen übrig. Um die Kasse aufzubessern wurde im Oktober beschlossen, den Mitgliedsbeitrag ab dem 1.10.1962 auf monatlich 2,– DM zu erhöhen.
1963
Die Generalversammlung fand am 8. Februar statt. Hinrich Feldhus und Gerhard Diers legten aus Altersgründen ihre Ämter als 1. bzw. 2. Vorsitzender nieder. Bei den anschließenden Wahlen wurden gewählt: Erster Vorsitzender: Gerold Böhmer Zweiter Vorsitzender: Herbert Stolle Kassen- u. Schriftführer: Herbert Rüger Hinrich Feldhus wurde zum Ehrenliedervater ernannt. Der Vorstand wurde beauftragt, Erkundigungen über die Möglichkeiten für ein neues Vereinslokal nach Schließung der Gaststätte Ruth einzuziehen. Am 28. April beteiligte sich der MGV mit den Liedern
– Schifferlied und
– Wem Gott will rechte Gunst erweisen
bei Martens in Bokel am Gemeindesängerfest..
Am 30. Juni begab sich der MGV wieder auf Reisen. Dieses Mal ging es zur IGA nach Hamburg. Der Verein gab jedem mitfahrenden Mitglied einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von 5,– DM. Wegen Abbruchs der Gaststätte „Tapkens Gasthof“ wurde einstimmig beschlossen, Rabes Gasthof als Vereinslokal zu benutzen. Am 30. November wurde im neuen Vereinslokal ein „Gemütlicher Abend“ durchgeführt. Der Abend war sehr schön und wird vielen Sängern in guter Erinnerung bleiben. In der Einladung wurde besonders darauf hingewiesen, dass die neuen Räume gut geheizt sind und Karl Rabe in Küche und Keller für alle Wünsche bestens vorbereitet ist.
1964
Die Generalversammlung fand am 3. Januar statt.
Am 11. April lud der MGV zu einem Singabend ein. Nach einem gemeinsamen Essen präsentiert der MGV einige Liedvorträge. Schließlich trat noch, dirigiert von Bernhard Jürgens, in Kostümierung aus der alten Zeit der Singkreis auf und trug unterstützt durch Drehorgelmusik einige Küchenlieder vor. Der Vortrag wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Am 1. Mai beteiligte sich der MGV am Gemeindesängerfest in Mollberg. Schließlich wurde am 5. Dezember der „Gemütliche Abend“ dieses Mal als Wintervergnügen gefeiert. Folgende Lieder wurden gesungen:
– Schön ist die Welt
– Im Wald bei der Amsel
– Wie man Ahnerl 20 Jahr (Vogelhändler)
– Morgen will mein Schatz verreisen.
1965
Die Generalversammlung fand am 22. Januar statt. Auf Antrag von Herbert Rüger wurde beschlossen, das Amt des Kassen- und Schriftführers zu trennen. Zum neuen Schriftführer wurde Heinz Buns gewählt. Herbert Rüger bleibt Kassenwart. Ferner wurde beschlossen, dass die Singabende nicht mehr freitags sondern ab sofort jeden Donnerstag stattfinden. Am 1. Mai richtete der MGV in Rabes Gasthof das Gemeindesängerfest aus. Der MGV präsentierte folgende Lieder:
– Im Walde bei der Amsel
– Schön ist die Welt
– Wie mein Ahnl zwanzig Jahr
Der anschließende Sängerball und die Tombola waren ein großer Erfolg, so dass am Ende neben den Vereinswirten auch der Kassenwart sehr zufrieden war. Am 19. September startete wieder eine „Fahrt ins Blaue“. Für die Sänger starteten die Busse um 14.30 Uhr mit unbekanntem Ziel. Zur Überraschung aller gab es im Schützenhof Huntlosen nachmittags Kaffee und Kuchen. Das Abschlusslokal war die Gaststätte Splieth in Rastede/Stratjebusch, wo ein stimmungsvoller Abschluss gefeiert wurde. Zum Jahresabschluss wurde am 4. Dezember mit 110 Gästen im Vereinslokal der „Gemütliche Abend“ gefeiert. Nach Gesangsdarbietungen des MGV kamen viele Gäste bei Tombola und Tanz auf ihre Kosten und verbrachten einen schönen Abend.
1966
Die Generalversammlung fand am 3. Februar statt und das Gemeindesängerfest am 1. Mai im Müsselkrug Borbeck. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– In jedem vollen Glase Wein
– Amorglöckchen
– Tiritomba
Einen weiteren Auftritt hatte der MGV am 10. Juni im Gasthof Rabe bei der öffentlichen Prämienauslosung der Landessparkasse zu Oldenburg. Dort wurden die Lieder
– In jedem vollen Glase Wein
– Wie mein Ahnl 20 Jahr
– Schifferlied und
– Tiritomba
aufgeführt.
Ein für den 2. Juli nach Worpswede geplanter gemeinsamer Ausflug musste mangels Beteiligung kurz vorher abgesagt werden. Der am 3. Dezember in Rabes Gasthof durchgeführte „Gemütliche Abend“ war sehr gut besucht und wurde ein voller Erfolg. Auf dem Programm standen Liedvorträge des MGV sowie des von Bernhard Jürgens dirigierten Singkreises. Tanz und gute Stimmung hielten die Besucher noch lange bei froher Laune zusammen.
1967
Die Generalversammlung fand am 12. Januar im Vereinslokal statt. Der bestehende Vorstand aus
– Gerold Böhmer (1. Vorsitzender)
– Herbert Stolle (2. Vorsitzender)
– Herbert Rüger (Kassenwart) und
– Heinz Buns (Schriftführer)
wurde einstimmig wieder gewählt. Gerold Böhmer dankte insbesondere Herbert Rüger für seine sehr gute Kassenführung und den positiven Kontostand. Zwecks „Schmälerung des Kassenbestandes“ wurde beschlossen, im Mai das Abschlusssingen in Form eines verlängerten Singabends „unter uns“ zu beschließen. An diesem Abend sollten ein Essen und dazu „notwendige Flüssigkeit“ auf „Staatskosten“ eingenommen werden. Schließlich wurde der Abend zurückgestellt, um eine Rücklage für das 1968 vom MGV auszurichtende Gemeindesängerfest zu behalten. Das Gemeindesängerfest fand am 30. April in Mollberg statt. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Volksliedchen
– Die Mühle im Tal und
– Wandern, ach Wandern
Den Ausklang des Gemeindesängerfestes bildete ein Tanz in den Mai.
Der „Gemütliche Abend“ fand am 2. Dezember unter dem Motto „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ im Vereinslokal statt. In der Einladung stand zu lesen „Der Verein bemüht sich, durch Vorträge von Seemannsliedern, sonstigen Darbietungen und guter Tanzmusik für Stimmung zu sorgen. Für die Gefahren dieser Seefahrt kann der MGV keine Haftung übernehmen“. Nach einigen Liedvorträgen des MGV klang der Abend mit Tanzmusik von der Kapelle Werner Tapken aus. Kurz vor Jahresende am 22. Dezember wurde Elimar Hullen und Ehefrau anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit ein Ständchen gebracht.
1968
Die Generalversammlung fand am 25. Januar statt. Der Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt. Um die Öffentlichkeitsarbeit zu aktivieren wurde der Sangesbruder Fritz Kuck zum Pressereferenten gewählt. Am 28. Januar wurden
– Sangesbruder Johann Rohde zum 70. Geburtstag
– Heinz Buns ein Geburtstagsständchen und
– Herbert Rüger mit einem Melodienreigen Sonntagsgrüße
überbracht.
Bei dieser Gelegenheit wurde den passiven Mitgliedern gegenüber nochmals erinnert, dass auch sie zum 70., 75. oder 80. Geburtstag ein Ständchen bekommen können. Anfragen sind an den Dirigenten Hans Schäfer zu richten. Am 1. März versammelten sich alle Sänger um 21.00 Uhr im Vereinslokal und brachten Herbert und Mariechen Rüger zu ihrer Silberhochzeit ein Ständchen. Herbert Rüger gab seiner Freude über die dargebrachten Lieder und Glückwünsche Ausdruck und lud die Sänger ein, seine Gäste zu sein. Dem Wunsche wurde entsprochen. Am 31. März begleitete der MGV eine Feierstunde des Schützenvereins Wiefelstede anlässlich seines 75-jährigen Bestehens mit einigen Liedbeiträgen. Am 28. April richtete der MGV bei einem Wetter wie „Zimt und Zucker“ als gastgebender Verein in Rabes Gasthof das Gemeindesängerfest aus. Chorleiter Hans Schäfer eröffnete die Veranstaltung um 15.00 Uhr und begrüßte die Gäste sowie die teilnehmenden Vereine. Als Ehrengäste begrüßte er Bürgermeister Klarmann, Gemeindedirektor Rippen, Pastor Schmidt, Schwester Marie sowie die Presse. Ferner ging er kurz auf die Bedeutung der Gesangvereine ein. Die NWZ zitierte ihn später wie folgt: „Auch für den einzelnen Sänger ist das Singen und die Geborgenheit in der Chorgemeinschaft eine gute Medizin gegen das Altwerden“. Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Sängerspruch. Uralte Eichen, Moor und Heide
– Vorfrühling (Schon fangen die Wiesen zu blühen an)
– Der Jäger in dem grünen Wald
– Wenn ich einmal der Herrgott wär
Die Veranstaltung endete gegen 17.15 Uhr. Alle waren zufrieden. Ebenso der Kassenwart des MGV. Am 9. Juni wurde der bereits in 1967 geplante gemeinsame Ausflug mit den Ehefrauen als „Fahrt in Blaue“ durchgeführt. Zunächst ging es zu einer Kaffeetafel nach Sürwold (Hümmling). Der Abschluss war dann in Friedrichsfehn, wo gemeinsam gegessen und noch ausgiebig getanzt wurde. Gegen Mitternacht war der MGV wieder zu Hause in Wiefelstede. Am 30. November veranstaltete der MGV im Vereinslokal seinen „Gemütlichen Abend“ und lud zu einem „Plattdütschen Obend“ ein. Die Bühne wurde auf Anregung von Herbert Rüger als Ammerländer Diele mit „Herdfüer“ ausgestattet. Schinken, Speck und Würste hingen im Rauche und wurden im Laufe des Abends ausgelost. Zur Tischdekoration stellte Sangesbruder Fritz Gerdes kleine Holzschuhe zur Verfügung und Sangesbruder und Gärtnermeister Herbert Stolle schmückte diese adventlich aus. Der MGV Liedertafel sowie Sangesbruder Bernhard Jürgens mit seinem Singkreis brachten jede Menge plattdeutsche Lieder zum Besten. Nach Beendigung des offiziellen Teils brachten Anita Stolle und Sohn Klaus in Original „Ammerländer Tracht“ für die Tombola die Lose an den Mann bzw. die Frau und die Kapelle Werner Tapken läutete einen stimmungsvollen Tanzabend ein. Im Jahresbericht 1968 ist von Heinz Buns zu lesen, „dass das wieder ein schöner Abend gewesen sei“.
1969
Die Generalversammlung fand am 9. Januar im Vereinslokal statt. Der 1.
Vorsitzende Gerold Böhmer stellte seinen Posten aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorsitzende Herbert Stolle gewählt. Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Fritz Kuck gewählt. Kassierer Herbert Rüger und Schriftführer Heinz Buns wurden wieder gewählt. Das Gemeindesängerfest fand am 4. Mai bei Martens in Bokel statt. Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Abendfreden (De Welt ist rein so sachen)
– Die Lore am Tore (Von allen Mädeln so blink)
– Keinen Tropfen im Becher mehr
Der Besuch dieser Veranstaltung ließ leider zu wünschen übrig. Von den teilnehmenden Vereinen wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die Sänger zu solchen Festlichkeiten doch ihre Ehefrauen mitbringen möchten. Am 5., 6. und 7. Juli unternahm der MGV Liedertafel eine Rhein- Mosel- Ahr- Reise. Mit 52 Teilnehmern ging es am ersten Tag über Köln, Bonn, Bad Godesberg zur ersten Übernachtung nach Altenahr. Am zweiten Tag ging es über den Nürburg-Ring nach Cochem an der Mosel. Hier wurde zu Mittag gegessen und ein Spaziergang an der Moselpromenade unternommen. Über St. Goar, wo eine Kaffeepause eingelegt wurde, ging es über Bingen am Rhein nach Rüdesheim. Nachdem man hier das Hotelzimmer bezogen hatte ging es in die Drosselgasse. Hier schloss sich ein Abend bei Wein, Weib und Gesang bei der „Lindenwirtin“ an. Am nächsten Morgen ging es über Koblenz, wo eine Mittagspause eingelegt wurde, wieder Richtung Heimat. Nach einer Kaffeepause an der Raststätte Münsterland war man am Montag, dem 7. Juli, gegen 21.30 Uhr wieder zu Hause in Wiefelstede. Ein besonderer Dank ging an die beiden Organisatoren dieser Fahrt, an die Sangesbrüder Herbert Rüger und Herbert Stolle. Am 28. August wurde unser Dirigent Hans Schäfer 75 Jahre alt. Um ihm ein Geburtstagsständchen zu bringen traf man sich abends um 20.30 Uhr bei Hans Schäfer zu Hause und sang ihm, dirigiert von Hauptlehrer Hans Jochen Pech, einen Melodienreigen. Herbert Stolle überbrachte die Glückwünsche des MGV und brachte Hans Schäfer gegenüber zum Ausdruck, dass er gesund bleiben und die „Liedertafel“ noch viele Jahre unter seinen Fittichen behalten möge. Am 20. November überbrachten die Sänger dem Sangesbruder Bernhard Jürgens zu seinem 70. Geburtstag ein Abendständchen. Der „Gemütliche Abend“ fand am 29. November im Vereinslokal statt. In Anlehnung an die Rhein-Mosel-Ahr-Fahrt wurde der Abend unter das Motto „Am Rhein beim Wein“ gestellt. 230 Besucher sorgten für ein übervolles Haus. Die Bühnendekoration war auf Rhein und Wein abgestimmt. Die Liedvorträge des MGV sorgten für beste Stimmung und auch dafür, dass bei den letzten Liedern kräftig mitgeschunkelt wurde. Danach sorgte die Kapelle Werner Tapken für einen stimmungsvollen Tanzabend, den viele Besucher mit der Gewissheit verließen, einen schönen Abend verlebt zu haben. Zu danken ist den Sangesbrüdern Herbert Stolle, Herbert Rüger und H.D. Feldhus. Letzterer hatte die malerische Ausgestaltung der Bühne übernommen.
1970
Die Generalversammlung fand am 8. Januar statt. Die Vorstandsmitglieder wurden alle einstimmig wieder gewählt. Alle Sangesbrüder wurden gebeten, sich Gedanken zu machen wie die 90-Jahrfeier des MGV ablaufen soll. Am 1. Mai fand das Gemeindesängerfest im Müsselkrug Borbeck statt. Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Weinland
– Wenn ich einmal der Herrgott wär
– Kleine Winzerei am Rhein
Am 27. und 28. Juni unternahm der MGV mit ca. 50 Personen eine Reise in den Harz. Übernachtet wurde in Herzberg, wo man durch den Reiseführer Hans Stolle zusammen mit dem dortigen Heimatverein einen gemütlichen Abend verbrachte. Am zweiten Tag wurde eine ausgiebige Harzrundfahrt unternommen. Bei Hohegeiß wurde man mit dem Grenzzaun des geteilten Deutschlands konfrontiert. In Bad Lauterberg wurde zu Mittag gegessen und ein Stadtrundgang unternommen. Gegen 22.00 Uhr waren die Sänger wieder zu Hause in Wiefelstede. Zu folgenden Familienfeierlichkeiten wurden durch den MGV Ständchen gebracht: Silberhochzeit Dr. Hoheiser am 1. September Silberhochzeit Herbert und Anita Stolle am 26. Oktober Am 31. Oktober brachte der MGV seinem passiven Mitglied und Gönner Walter Imken zu seinem 25-jährigen Geschäftsjubiläum ein Ständchen. 90 Jahre Liedertafel Am 29. November feierte der MGV im neuen Saal von Rabes Gasthof sein 90-jähriges Bestehen. Ein großer Kreis von Gratulanten war gekommen. Das Programm war mit viel Überlegung und Gestaltungsfreude aufgestellt worden. Die Eröffnung erfolgte mit dem Lied „Das Lied beherrscht die ganze Welt“. Liedervater Herbert Stolle begrüßte die vielen Gäste. In Verse gefasst trug er die Vereinschronik vor, rollte im Anschluss an den offiziellen Teil der Feier die wechselvolle Geschichte der „Liedertafel“ und damit gleichzeitig ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte vor der großen Geburtstagsgesellschaft ab. Die Sänger eröffneten die Rückschau mit dem ersten Lied „Wie ein stolzer Adler“, das der Chor 1880 zu Gehör brachte. Er spannte den Bogen dann über „Hoch tut sich auf“, aus dem Stiftungsfest 1881, über „Heil dir o Oldenburg“, „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ bis hin zum „Schneewalzer“. Der Singkreis, der nach dem 1. Weltkrieg gegründet wurde, überreichte mit „Ein Sträußel am Hute“ ein reizendes Geburtstagsgeschenk. Die Oldenburger Tanzlehrer Wolfgang Beuß und Ehefrau demonstrierten in ihren Tänzen 90 Jahre in das Programm ein. Jede ihrer Darbietungen wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall und Dank bedacht. Bürgermeister Heinrich Klarmann machte sich zum Sprecher aller, als er dem Männergesangverein in einer plattdeutschen Ansprache für seine wichtige kulturelle Arbeit dankte und mit dem Wunsche abschloss, dass der Chor immer so jung bleiben und so gepflegt singen möge wie an seinem 90. Geburtstag. Vier Mitglieder, die als „Musterbeispiele der Einsatzfreudigkeit für die Arbeit am deutschen Liedgut“ herausgestellt wurden, erhielten von Herbert Stolle eine Ehrung. Willi Lindemann, Johann Rohde und Bernhard Jürgens für über 50 Jahre aktive Mitgliedschaft. Vierter im Bunde war Hauptlehrer a.D. Hans Schäfer, dem unter Beifall bescheinigt wurde, dass der Chor unter seiner Leitung das geworden sei, was er heute darstellt. Ihm wurde eine wertvolle Erinnerungsgabe in Form einer Chronik von Wiefelstede, belebt durch Fotos aus dem Ortsleben und aus der Chorgeschichte, überreicht. Im Nachhinein kann festgestellt werden, dass die Feier ein Höhepunkt im Leben des Chores und Ortes Wiefelstede war.
1971
Nach dem ereignisreichen Jahr 1970 verlief das Jahr 1971 etwas ruhiger. Das diesjährige Gemeindesängerfest fand am 1. Mai in Mollberg statt. Den Gesangsvorträgen schloss sich ab 20.00 Uhr ein großer Festball an. Die Männer des MGV Liedertafel waren bei beiden Terminen dabei. Am 3.6.1971 war der MGV Liedertafel beim 75.jährigen Jubiläum der Raiffeisenbank Wiefelstede eingeladen und bereicherte die Festveranstaltung mit mehreren Liedvorträgen. Schließlich feierten Sangesbruder Hans Cordes und seine Ehefrau Marga am 8. Dezember ihre Silberne Hochzeit. Die Männer des MGV Liedertafel ließen es sich nicht nehmen dem Silberpaar ein Ständchen zu bringen.
1972
Am 31. Januar taten sich der Ortsbürgerverein und der MGV Liedertafel zusammen und luden die Laienspielgruppe des Heimatvereins Dringenburg zur Aufführung des Theaterstückes „De Hexenhoff“ ein. Die Aufführung erfolgte im Gasthof Rabe und wurde mit Gesangsdarbietungen des MGV ergänzt. Am 30. April richtete der MGV Liedertafel im Gasthof Rabe das Gemeindesängerfest aus. Durch die Teilnahme des Gemischten Chores „Concordia“ Spohle wurde es möglich, dass im Rahmen des Programms Männerchöre und Gemischte Chöre im Wechsel aufgetreten sind. Weitere Teilnehmer waren
– der MGV Frohsinn Bokel
– der MGV „Eintracht“ Borbeck
– der Gemischte Chor „Sangeslust“ Mollberg und
– MGV „Liedertafel“ Wiefelstede
Rabes Gasthof war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher sparten nicht mit Beifall für die Darbietungen und sangen im zweiten Teil des Programms schließlich bekannte Volkslieder stimmkräftig mit. Auf diese Weise feierten die aktiven Sänger und ihre Gäste das Gemeindesängerfest gemeinsam. Liedervater Herbert Stolle begrüßte alle Gäste, wünschte einen schönen Verlauf und dankte der Gemeinde für die Unterstützung bei den Vorbereitungen des Gemeindesängerfestes. Bürgermeister Heinrich Klarmann, der im Namen des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Wiefelstede alle guten Wünsche zum Gelingen des Gemeindesängerfestes überbrachte, sprach den Wunsch aus, dass der Gedanke zur Pflege des deutschen Liedes bei den Chören und in der Öffentlichkeit auch weiterhin bleiben möge. Den Abschluss des Gemeindesängerfestes bildete ein Tanzabend mit dem „Tanz in den Mai“. Zum Jahresabschluss stand im Gasthof Rabe der „Gemütliche Abend“ unter dem Motto „Trara, das tönt wie Jagdgesang, wie lustiger, fröhlicher Hörnerklang“ an. Einfallsreich und mit viel Begeisterung war der Saal geschmückt worden, um für die Wald- und Jagdlieder, die vom MGV Liedertafel geboten wurden, den richtigen Rahmen zu schaffen. So war ein richtiger Hochsitz errichtet worden. Jagdhornbläser wirkten mit, und in zahlreichen Käfigen stimmten Vögel in den fröhlichen Gesang und Klang mit ein.
1973
Auf der Generalversammlung am 11. Januar wurde der Vorstand, bestehend aus
– Herbert Stolle (Liedervater)
– Friedrich Kuck (stv. Vorsitzender)
– Herbert Rüger (Kassenwart)
– Heinz Buns (Schriftführer)
einstimmig wieder gewählt und im Amt bestätigt.
Der Chor setzte sich aus 36 aktiven Sängern zusammen und führte am 2. und 3. Juni einen Ausflug an die Edertalsperre durch. Der „Gemütliche Abend“ fand am 1. Dezember unter dem Motto „Ehre dem Handwerk“ statt. Im Mittelpunkt des Abends stand
– 25 Jahre Hans Schäfer als Chordirigent
–
Die Sänger des MGV sowie viele Gäste sagten ihm bei dem sehr gut besuchten geselligen Abend Danke für seine 25-jährige Tätigkeit als Dirigent. Die Verbundenheit mit Hans Schäfer, der vor 25 Jahren nicht als Lehrer sondern als „Schoolmaster“ nach Wiefelstede gekommen sei, hob Bürgermeister Heinrich Klarmann hervor, der dem Jubilar im Namen der Gemeinde ein Buch von Professor Tegtmeyer überreichte. Gemeindedirektor Rippen und Pastor August Wilhelm Schmidt gehörten auch zu den Gratulanten.
1974
Auf der Generalversammlung äußerte Hans Schäfer den Wunsch nach einem Nachfolger. Der Vorstand sah sich deshalb in der Pflicht, nach einem neuen Dirigenten Ausschau zu halten. Der Verein war sich darüber im Klaren, dass nur ein Sänger aus den eigenen Reihen die Aufgabe übernehmen sollte. Horst Braje und Klaus Stolle stellten sich zur Verfügung und erlernten unter Leitung von Hans Schäfer, Bernhard Jürgens und Heinz Pötzsch die Grundbegriffe des Dirigierens. Mit Unterstützung der Gemeinde wurde in der Folgezeit Klaus Stolle in der Musikschule in Westerstede ausgebildet. Das Gemeindesängerfest mit anschließendem Tanz fand am 29. April im Müsselkrug in Borbeck statt und der Gemütliche Abend am 30. November in Rabes Gasthof.
1975
Die Generalversammlung fand am 8. Januar statt. Liedervater Herbert Stolle eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und wird zwei Tage später wie folgt in der NWZ zitiert: „Er sei bestrebt gewesen, die Interessen des MGV im Jahre 1974 maximal zu vertreten und habe sich darum bemüht, alle Sänger zusammenzuhalten, damit sich alle im Verein wohlfühlen und das Ansehen des MGV erhalten bleibt.“ Er lobte den „hervorragenden Mannschaftsgeist“ und die große Beteiligung der Sänger bei den Übungsabenden. Als besonderes Zeichen des Dankes überreichte er dem Dirigenten Hans Schäfer eine Schallplatte mit Volksliedern. Sein Dank galt auch dem Co-Dirigenten Bernhard Jürgens und dem Singkreis. Bevor es in die Tagesordnung ging erhoben sich die zahlreich erschienenen Sänger und gedachten dem verstorbenen Bürgermeister Heinrich Klarmann, der als großer Förderer des MGV Liedertafel gewürdigt wurde. Bei den Vorstandswahlen wurden Herbert Stolle als 1. Vorsitzender, Herbert Rüger als Kassenwart und Heinz Buns als Schriftführer wiedergewählt. Friedrich Kuck gab sein Amt als 2. Vorsitzender aus beruflichen Gründen auf. Zu seinem Nachfolger wurde August Wiechmann gewählt. Am 1. Mai beteiligte sich der MGV mit folgenden Liedern am 25. Gemeindesängerfest in Spohle
– Das Lied der Berge
– Chor der Gefangenen aus Nabucco
– Hoch auf dem gelben Wagen und zum Mitsingen
– Hab mein Wage voll gelade
Vom 15. – 17. Juni wurde ein Ausflug nach Klüsserath unternommen. Im Mittelpunkt dieses Ausfluges stand ein gemeinsamer Liederabend mit dem dortigen Gesangverein. Dieses hat allen Teilnehmern viel Spaß bereitet und zum Abschied wurde ein Gegenbesuch in Wiefelstede vereinbart. Am 11. September veranstaltete die Landessparkasse zu Oldenburg im Gasthof Rabe eine öffentliche Prämienauslosung. Das Unterhaltungsprogramm gestalteten die Sänger des MGV Liedertafel zusammen mit der August-Hinrichs-Bühne. Am 29. November richtete der MGV nach dem Motto „Die vier Jahreszeiten“ im Gasthof Rabe das „Wintervergnügen“ aus. Herbert Stolle und Hans Schäfer hatten bei der Auswahl des Liedgutes und des Rahmenprogramms eine glückliche Hand. Es gab Lieder des Chores und extra eingeübte Spielszenen, alles von A bis Z von Chormitgliedern gestaltet. Eine reichhaltige Tombola rundete den Abend ab. Bürgermeister Hans Jochen Pech hob die Leistungen des Chores besonders hervor. Da der Abend zur Finanzierung eines Klaviers beitragen sollte, wurde ein Zuschuss der Gemeinde Wiefelstede in Aussicht gestellt. Im Rahmen des „Wintervergnügens“ wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft im MGV Liedertafel
– Max Dreyer
– Heinz Buns und
– Herbert Rüger
durch Herbert Stolle und Hans Schäfer geehrt.
1976
Auf der Generalversammlung am 15. Januar wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Worte des Dankes hatte Liedervater Herbert Stolle für den „auf Lebenszeit“ gewählten Dirigenten Hans Schäfer, für seine Vorstandskollegen und für die beiden jungen Mitglieder Horst Braje und Klaus Stolle, die sich als Nachwuchsdirigenten ausbilden lassen. Dank kam auch vom Kassenwart Herbert Rüger an Herbert Stolle als Anerkennung für seine Arbeit als 1. Vorsitzender. Er überreichte ihm ein Fotoalbum mit Bildern von mehreren Gemeinschaftsveranstaltungen. Der Jahresbeitrag wurde für Rentner mit 12,– DM beibehalten, für die übrigen Mitglieder aber auf 24,– DM angehoben. Zum MGV gehörten neben dem Dirigenten 36 aktive und 39 passive Mitglieder. Am 1. Mai nahmen die Sänger des MGV am Gemeindesängerfest in Dringenburg teil. Am 29. November fand unter dem Motto „ Durch die schöne Welt“ im Gasthof Rabe der Gesellige Abend des MGV statt. Herbert Stolle begrüßte die zahlreichen Besucher die sich an Bord „als Reisegefährten“ eingefunden hatten. Bürgermeister H.J. Pech sprach sich anerkennend über die Arbeit des MGV aus. Das Bühnenbild für diesen Abend wurde von Herbert Rüger und Heinz Feldhus geschaffen. Herbert Stolle wies daraufhin, dass die Wiefelsteder Bürger vor zwei Jahren um Unterstützung für ein neues Klavier und für die Ausbildung von zwei Nachwuchsdirigenten gebeten worden sind. An diesem Abend stellten sich Horst Braje und Klaus Stolle beim Dirigieren je eines von ihnen einstudierten Liedes vor. Das neue Klavier wurde von Anita Stolle an diesem Abend mit einem Solobeitrag und als Begleitinstrument vorgestellt.
1977
Auf der Generalversammlung im Januar wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Am 15. Mai richtete der MGV das 27. Gemeindesängerfest aus und beteiligte sich mit folgenden Liedern:
– In jedem vollen Glase Wein
– Wohl ist die Welt
– Drunten im Unterland und zum Mitsingen
– Schatz, mein Schatz, reise nicht so weit
Gekommen war auch der befreundete Chor aus Klüsserath und beteiligte sich mit folgenden Liedern
– Hymnus an den Gesang
– Herr lasse mich dabei sein
Am Abend zuvor fand deshalb ein großer Tanz- und Gemeinschaftsabend im Gasthof Rabe statt. Beim Gemeindesängerfest selber wurden Lieder vom Opernchor bis zum Shanty geboten. Bürgermeister Pech sprach bei dem Programm von neuen Perspektiven und überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wiefelstede. Neben den Chören gab es Beiträge des Akkordeonorchesters Jackisch und des Schulchores, bei dem sogar eine Zugabe gefordert wurde. Am 30. November richtete der MGV unter dem Motto „An der schönen blauen Donau“ seinen Geselligen Abend aus. Herbert Rüger und Heinz Feldhus hatten hierfür die Saalausschmückung übernommen.
1978
Die Generalversammlung im Januar verlief sehr harmonisch. Der Vorstand wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Am 7. Mai nahmen die Sänger mit folgenden Liedern am 28. Gemeindesängerfest in Bokel teil:
– Nächste Anschrift
– Stenka Rasin (Wolgalied)
– Ich hör ein Vöglein pfeifen und zum Mitsingen
– Horch, was kommt von draußen rein
Ein wunderschönes Wochenende verlebten die Sänger mit ihren Ehefrauen vom 1. bis 4. September im Fichtelgebirge. Ein Highlight dabei war der Besuch des Bayreuther Festspielhauses. Das Wintervergnügen fand am 2. Dezember unter dem Motto „Schöne Heimat“ statt. Herbert Rüger und Heinz Feldhus sorgten für eine sehr schöne Ausschmückung des Saales. Bevor es zum Tanzvergnügen kam, konnten sich die Zuschauer über die musikalischen Vorträge des MGV und des Frauensingkreises erfreuen. Als besondere Gäste sorgten die Musikanten der Wiefelsteder Dörpskapell und eine Volkstanzgruppe mit ihren Darbietungen für sehr gute Unterhaltung.
1979
Bei der Generalversammlung am 10. Januar wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Bezüglich Dirigentennachwuchs wurde festgestellt, dass Hans Schäfer weiterhin „auf dem 1. Platz“ stehen soll. Die Förderung, die dem Dirigentennachwuchs zukommen soll, wird auf Klaus Stolle konzentriert. Er soll an weiteren Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Diskutiert wurde über den Beitritt zum Deutschen Sängerbund. Die Versammlung hat sich aber gegen einen Beitritt ausgesprochen, da die für den Beschluss erforderliche ¾-Mehrheit nicht erreicht wurde. Wegen des im Jahre 1980 anstehenden 100-jährigen Jubiläums wird festgelegt, dass der Vorstand zur Vorbereitung des Jubiläums als Festausschuss fungieren soll, wobei der Vorstand weitere Mitglieder mit besonderen Aufgaben betrauen kann. Ostersonnabend pflanzten Vorstandsmitglieder des OBV und des MGV an der Gartenstraße eine nordische Eberesche. Der MGV hatte dem OBV zu dessen Jubiläum am 13.10.1978 den Baum geschenkt. Die Gemeinde schenkte aus dem gleichen Anlass eine Ruhebank aus Holz, die an der gleichen Stelle aufgebaut wurde. Am 1. Mai beteiligte sich der MGV unter dem Motto „Grüß Gott mit hellem Klang“ mit folgenden Liedern am 29. Gemeindesängerfest in Bokel:
– Mondnacht am See
– Mein Mädel hat einen Rosenmund
– Junge, komm bald wieder und zum Mitsingen
– Wenn alle Brünnlein fließen
Am 4.6.1979 verstarb der langjährige Dirigent des MGV, Hans Schäfer, im Alter von 85 Jahren. Vom 24. – 27. August unternahmen die Sänger des MGV mit ihren Ehefrauen einen Ausflug in den Odenwald. Übernachtet wurde in Hirschhorn am Neckar. Am 1. Dezember veranstaltete der MGV sein Wintervergnügen unter dem Motto „Haifischbar“. Der Saal in Rabes Gasthof war mit echten Fischernetzen und Rettungsringen zu einer prächtig ausgeschmückten Hafenkneipe umgewandelt worden. Der Chor trug bunte Seemannskostüme. Die Gäste wurden Zeugen eines Wiefelsteder St. Pauli, wie es in Hamburg „schlimmer und köstlicher nicht hätte sein können“. Torkelnde Matrosen mit der Schnapsflasche in der Hand, ernteten ebenso lautes Gelächter wie leicht bekleidete Mädchen, die an der Theke unzweideutige Angebote machten. Die Hafenfiguren wurden von MGV-Mitgliedern und von den Frauen der SVE-Turnabteilung zur gelungenen Unterhaltung der Gäste gespielt. Mit Liedbeiträgen von „Rolling home“ bis „Junge komm bald wieder“ unterhielten die Männer des MGV. Für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden an diesem Abend
– Herbert Stolle
– Friedrich Heinemann
– Gerold Böhmer
– Willi Lewedag und
– Hans Cordes
geehrt.
Der Abend klang aus mit Tanz bis in den Morgen.
1980
Im Mittelpunkt der Generalversammlung am 10. Januar standen Beratungen über die Einzelheiten der 100-jährigen Jubiläumsveranstaltung. Da der 15.11.1880 als Gründungsjahr angegeben ist, soll aus diesem Grunde mit Ehrengästen auch am 15. November die offizielle Geburtstagsfeier stattfinden. Als Hauptveranstaltung ist am 29. November ein großer Jubiläumsball vorgesehen, für den einige Sondereinlagen vorbereitet werden sollen. Als Jubiläumsauftakt soll im Sommer an verschiedenen Plätzen öffentlich gesungen werden. Nach dem Gemeindesängerfest will der neue Dirigent Klaus Stolle mit den Proben für das Jubiläum beginnen. Die Chormitglieder erklären sich bereit, dass aus diesem Grund in diesem Jahr keine Sommerpause eingelegt wird. Der Vorstand, bestehend aus
– Herbert Stolle (1. Vors.)
– August Wiechmann (2. Vors.)
– Herbert Rüger (Kassenwart) und
– Heinz Buns (Schriftführer)
wurde einstimmig wiedergewählt.
Der MGV hatte in diesem Jahr 33 aktive und 42 passive Mitglieder.
Am 4. Mai nahm der MGV am 30. Gemeindesängerfest in Spohle teil und beteiligte sich mit folgenden Liedern:
– Wohl ist die Welt so groß und weit
– Aus der Traube in die Tonne
– Frisch gesungen und zum Mitsingen
– Wohlauf in Gottes schöne Welt
Vom 18. – 21. Juni unternahmen die Männer des MGV mit ihren Frauen einen Ausflug an die Mosel. Das Stationsquartier war in Klüsserath. Programmpunkte waren ein gemütlicher Abend mit dem befreundeten Chor aus Klüsserath und ein Tagesausflug nach Verdun mit Besichtigung der Schlachtfelder. Am 28. September wurde als Auftakt zur 100-Jahr-Feier um
– 11.00 Uhr Ecke Kieler/Emder Straße
– 11.30 Uhr Rathaus
– 19.00 Uhr Altenwohnungen Johann-Hollmann-Straße und
– 19.30 Uhr in der Rosenstraße
öffentlich gesungen.
Der 100. Geburtstag Die Jubiläumsveranstaltung am 15. November, 19.00 Uhr, in Rabes Gasthof war ein großes Ereignis. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Festansprachen und Musik sowie Gesangsdarbietungen wurde das Jubiläum im Kreise der vielen Ehrengäste, darunter auch die übrigen Gesangvereine und Chöre aus dem Gebiet der Gemeinde Wiefelstede, in einer würdigen Form gefeiert. Zum Auftakt der Veranstaltung erinnerte der erste Vorsitzende des MGV, Herbert Stolle, an die einzelnen Stationen der Vereinsgeschichte und dankte allen Sängern, die durch ihren Idealismus und durch ihre Treue zum 100jährigen Bestehen des Chors beigetragen haben. Bürgermeister Hans Jochen Pech stellte in seiner Festansprache fest, dass der MGV, der durch Höhen und Tiefen gegangen sei, ein Stück Geschichte der relativ jungen Gemeinde widerspiegele. Gerade die Vereine sorgen durch ihr aktives Vereinsleben für ein gutes Gemeinschaftsleben in der Gemeinde. Dabei unterstrich er, dass der MGV besonders erfolgreich gearbeitet habe, sowohl im Hinblick auf die Pflege des Liedes als auch für die Gemeinschaft. Landrat Heinz zu Jührden überbrachte die Grüße und das Geschenk des Landkreises Ammerland. Pastor August Wilhelm Schmidt überbrachte die Glückwünsche der Kirchengemeinde Wiefelstede. Er würdigte das Lied als Kulturgut und dankte den Wiefelsteder Sängern für die bei der Pflege des Liedes erworbenen Verdienste. Der Bundestagsabgeordnete Werner Broll versprach dem MGV Liedertafel 1880, ihn im nächsten Jahr zu einem dreitägigen Besuch nach Bonn einzuladen. Die Landtagsabgeordneten Ruth Bühren-Gamb und Manfred Hüniken unterbreiteten Angebote zum Besuch des Landtags in Hannover. Die Planungen für die im nächsten Jahr vorgesehenen Reisen des MGV wurden dadurch erfreulich bereichert. Alle Parlamentarier waren übereinstimmend der Auffassung, dass gemeinsamer Gesang in den Parlamenten die Arbeit freundlicher gestalten könnte. Das musikalische Programm veranstaltete der MGV Liedertafel gemeinsam mit der Wiefelsteder Dörpskapell, dem MGV Bokel, dem MGV Borbeck, sowie den gemischten Chören Mollberg und Spohle. Zu den aktiven Sängern des MGV Liedertafel gehörten im Jahre 1980: Johann Lamken, Matthias Münter, Willi Lewedag, Erwin Cramer, Gerold Reins, Erhard Dams, Horst Braje, August Wiechmann (2. Vors.), Heinz Sündermann, Gerd Lück, Hermann Oltmanns, Heinz Buns (Schriftführer), Rudolf Siefken, Herbert Rüger (Kassenwart), Gerold Böhmer, Peter Kossendey, Fritz Badge, Eckhard Manneck, Heino Küpker, Friedrich Heinemann, Karl Heinz Tapken, Heinz Feldhus, Klaus Stolle (Dirigent), Hans Cordes, Gerd Schweers, Bernhard Cordes, Carl Cordes, Johann Thien, Herbert Stolle (1. Vors.), Georg Hinrichs, Willi Lindemann und Fritz Gerdes. Am 29. November lud der MGV Liedertafel anlässlich seines 100. Geburtstages zu einem Jubiläumsvergnügen in den Gasthof Rabe ein. Neben gesanglichen Darbietungen wurden aus den letzten 100 Jahren in historischen Kostümen Tänze präsentiert. Ein riesiger Spaß, wie viele Besucher im Nachhinein anerkannten. Im Anschluss daran war bis in den frühen Morgen Tanz für Alle. Anlässlich des Jubiläumsballs erhielt der MGV vom Deutschen Sängerbund die Nachricht, dass ihm die Zelter-Plakette verliehen werden soll. Die Verleihung erfolgt Anfang 1981. Ein nicht alltägliches Geschenk bekamen die Sänger über die Zelter-Plakette hinaus. Bundestagspräsident Richard Stücklen schickte zum 100. Geburtstag des Vereins einen Bildband mit persönlicher Widmung. Bereits ein paar Tage später erhielt Herbert Stolle die dritte freudige Überraschung. Auf Betreiben des Oldenburger Bundestagsabgeordneten Werner Broll lud die Bundesregierung die Mitglieder des Vereins samt Bürgermeister Hans Jochen Pech und Gemeindedirektor Wilhelm Rippen zu einer dreitägigen Fahrt nach Bonn ein.
1981
Auf der Generalversammlung am 15. Januar berichtete Herbert Stolle, dass dem MGV die Bestätigungen dafür eingegangen seien, dass die Sänger in den Jahren 1981 und 1982 in den beiden Regierungshauptstädten Bonn und Hannover als Gäste empfangen werden sollen. Damit liegen die Antworten auf die Einladungen vor, die anlässlich der offiziellen Feier zum 100-jährigen Bestehen des Chores der Bundestagsabgeordnete Werner Broll und die Landtagsabgeordnete Ruth Bühren-Gamb in Verbindung mit ihren Grußworten für den 100-jährigen Chor ausgesprochen hätten. Bei den Vorstandswahlen wurden Herbert Stolle (1.Vors.), August Wiechmann (2. Vors.) und Heinz Buns (Schriftführer) in ihren Ämtern bestätigt. Herbert Rüger legte sein Amt als Kassenwart nieder. Zu seinem Nachfolger wurde Fritz Badge gewählt. Am 17. Mai nahm der MGV am 31. Gemeindesängerfest in Mollberg teil und beteiligte sich mit folgenden Liedern
– Kosakisches Wiegenlied
– Herrlicher Baikal
– Schneewalzer und zum Mitsingen
– Heut geht´s an Bord
Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben fand im März 1981 vor dem Rathaus statt. Aus den Händen von Landrat Heinz zu Jührden durfte Herbert Stolle für den MGV als Anerkennung für die Verdienste um die Pflege der Chormusik die Zelter Plakette in Empfang nehmen. Das Jahr war in vielen Teilen sehr ereignisreich. Besonders in Erinnerung bleibt der viertägige Ausflug in den Frankenwald vom 28. Juni bis 1. Juli. Im Mittelpunkt stand die Erkundung der innerdeutschen Grenze zwischen dem Thüringer Wald und dem Frankenwald. Verschiedene Grenzlandfahrten „an der Zonengrenze entlang“ machten die Teilung Deutschlands deutlich und sorgten für große Betroffenheit unter den Sängern. Es gab aber auch einige gesellige Abende die den Ausflug abrundeten. Am 28. November luden die Sänger des MGV im Rahmen ihres Wintervergnügens im Gasthof Rabe „zu einer Russlandreise ein“. Herbert Stolle konnte viele Gäste begrüßen und moderierte auch durch den Abend. Mit den Liedern sollte das Leben der Menschen in Russland lebendig werden. Mit seinen Aussagen gab er eine Fülle von Informationen über die russische Landschaft sowie über die Geschichte und das Leben der Menschen weiter. Unterstützt von einem Balalaika Ensemble wurde es ein unterhaltsamer Abend, der in geselliger Weise bei Tombola und Musik ausklang. Anfang Dezember trafen sich Vertreter aller Gesangvereine aus der Gemeinde, um das am 16.05.1982 geplante Gemeindesängerfest vorzubereiten. Ausrichter wird der MGV Liedertafel sein. Herbert Stolle berichtet, dass am Vorabend des Gemeindesängerfestes auf die Durchführung eines öffentlichen Festballes verzichtet wird, weil der befreundete gemischte Chor Klüsserath eingeladen worden sei.
1982
Die Generalversammlung fand am 14. Januar statt.
Am 18. März starb Bernhard Jürgens im Alter von 83 Jahren.
Am 16. Mai richtete der MGV das 32. Gemeindesängerfest in Rabes Gasthof aus. Er beteiligt sich mit den Liedern
– Suliko (Georgisches Volkslied)
– Nun ade du mein lieb Heimatland
– Tiritomba und zum Mitsingen
– Keinen Tropfen im Becher mehr
Teilnehmende Chöre waren neben dem
– MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede
– der Gemischte Chor Concordia Spohle
– der Ev. Singkreis Wiefelstede
– der MGV Frohsinn Bokel
– der Gemeischte Chor Mollberg und der
– der MGV „Eintracht“ Borbeck
Am 4. Dezember fand das Wintervergnügen statt. In diesem Jahr gab es einen Reigen alter Volkslieder. Die NWZ berichtete, dass die Sänger des MGV mit ihrem Liedvortrag den zahlreichen Besuchern einige schöne Stunden bereitet haben. Herbert Stolle stellte mit Genugtuung fest, dass im Jahre des 102-jährigen Bestehens die Singgemeinschaft zusammengehalten habe und hob den kameradschaftlichen Zusammenhalt im Chor besonders hervor. Herbert Rüger hatte zum Motto des Abends ein großes Wandbild erstellt, auf dem zu erkennen war, wie es im Jahre 1911 in Wiefelstede, Am Brink, ausgesehen hat. Unmittelbar vor dem Ende des 2. Weltkrieges waren die alten Häuser am Brink von Panzern niedergewalzt worden, so erinnerten sich ältere Wiefelsteder an diesem Abend. Bürgermeister H.J. Pech dankte dem MGV. In der Zeit der Elektronik sei es keine Selbstverständlichkeit, dass sich die Sänger Jahr für Jahr aktiv für die Pflege und Erhaltung des Liedgutes einsetzen. In den Gesangspausen las der plattdeutsche Schriftsteller Edo Wilkens aus Varel aus seinen Werken und wurde dafür mit Applaus bedacht. Drei Sänger wurden geehrt, weil sie dem Chor schon 50 Jahre angehören. Dieses waren:
– Willi Lindemann
– Georg Hinrichs und
– Johann Lamken
Herbert Stolle dankte den Jubilaren für ihre dem Chor so lange gehaltene Treue. Bürgermeister H.J. Pech gratulierte ebenfalls, dankte den Jubilaren, deren Wirken beispielhaft sei.
1983
Auf der Generalversammlung im Januar gab es einige Änderungen bei den Vorstandsposten. Herbert Stolle blieb 1. Vorsitzender, obwohl er nach langjähriger Tätigkeit das Amt gerne hätte abgeben wollen. In der Versammlung fand sich kein Mitglied bereit, den Posten zu übernehmen. So erklärte er sich bereit, den Posten noch ein weiteres Jahr zu übernehmen. Der Schriftführer und Pressewart Heinz Buns hatte nach 20. Jahren geleisteter Arbeit auch um Ablösung gebeten. Herbert Stolle dankte ihm für die geleistete Arbeit. Zu seinem Nachfolger wurde Heinz Sündermann gewählt. Fritz Badge gab das Amt des Kassenführers ab. Zu seinem Nachfolger wurde Horst Braje gewählt. August Wiechmann wurde in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt. Gleichzeitig blieb er der Tombola- Organisator. Klaus Stolle steht dem Verein weiterhin als Dirigent zur Verfügung.Der MGV wird sich am 4. und 5. Juni am Dorffest beteiligen, welches vom OBV ausgerichtet wird. Willi Lewedag wird die Organisation von Vereinsausflügen übernehmen. Am 29. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Aus der Traube in die Tonne
– Wenn ich einmal der Herrgott wär und
– Fremde Häfen will ich sehn
am 33. Gemeindesängerfest in Bokel teil.
Vom 24. – 27. Juni wurde eine Fahrt nach Krausenbach in den Spessart durchgeführt. Im Rahmen des Ausfluges wurden Fahrten nach Rüdesheim am Rhein und eine Rundfahrt durch den Odenwald unternommen. Am 26. November veranstaltete der MGV einen Sängerball nach dem Motto „Wein, Weib und Gesang“. Herbert Stolle empfahl in seiner Begrüßungsansprache das Trio Wein, Weib und Gesang nicht zu vernachlässigen. Beim Wein mache man je nach Gelegenheit feine Unterschiede. Es könne Sängeröl, Stimmungsmacher oder Durstlöscher sein. Mit einem guten Wein sei auch das Zusammenleben mit dem Weib besonders schön. Man erliege dann dem Charme des Weibes umso schneller und habe als Sänger die Möglichkeit, ihm wegen der Singabende auch wieder zu entfliehen. Den Frauen wünschte Herbert Stolle, dass sie die Freude an der Huldigung des Mannes nur recht genießen mögen. Der MGV werde seinen Teil dazu beitragen, das zu fördern. Neben den Gesangsbeiträgen des MGV trugen auch die Musiker der „Wiefelsteder Dörpskapell“ unter der Leitung von Hans-Hermann Grafe zum guten Gelingen des Abends bei.
1984
Auf der Generalversammlung am 12. Januar verzichtete Herbert Stolle nach 15 Jahren als 1. Vorsitzender auf eine erneute Kandidatur. Zu seinem Nachfolger wurde August Wiechmann gewählt. Seine erste Amtshandlung war es, Herbert Stolle eine „vorbildliche Amtsführung“ zu bestätigen und ihn zum „Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit“ zu ernennen. Klaus Stolle ließ durchblicken, dass er nicht mehr „ewig“ Dirigent bleiben wolle. Er sei jedoch bereit, solange mitzuwirken bis ein Nachfolger gefunden sei. Heinz Sündermann legte am 6. Februar sein Amt als Schriftführer aus beruflichen Gründen vorübergehend nieder. Seine Vertretung übernahm Jörg Weden. Am 27. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Gerade so wie ich
– Rasposchol und
– Santa Lucia
am 34. Gemeindesängerfest im Müsselkrug Borbeck teil.
Am 14. Juni warb der MGV über die NWZ um weitere Mitglieder und lud am folgenden Sonntag, 11.00 Uhr, zu einem Frühschoppen in den Gasthof Rabe ein. Zuvor wurde um 9.00 Uhr bei den Altenwohnungen in der Richard- Wagner-Straße, um 9.30 Uhr in der Rosenstraße und um 10.00 Uhr in der Johann-Hollmann-Straße gesungen. Das Wintervergnügen fand am 1. Dezember unter dem Motto „Gesang, Gitarren und Döntjes“ in Rabes Gasthof statt. Liedervater August Wiechmann konnte neben Bürgermeister H.J. Pech viele Gäste begrüßen. Für 30-jährige Mitgliedschaft im MGV wurden geehrt:
– Ehrenpräsident Herbert Stolle
– Hans Cordes
– Friedrich Heinemann und
– Gerold Böhmer
Neben den Gesangsbeiträgen des MGV stellte sich zum ersten Mal eine Wiefelsteder Amateur-Gitarrengruppe mit eigenen Arrangements vor und wusste dabei sehr zu gefallen. Abgerundet wurde der Abend mit humorvoll von Edmund Wilkens, Varel, vorgetragenen plattdeutschen „Döntjes“.
1985
Am 10. Januar kam es zu einer etwas turbulenten Jahreshauptversammlung.
Stein des Anstoßes waren vom Vorstand im Vorfeld gemachte Vorschläge für die Besetzung von Vorstandsposten. Herbert Stolle wurde am 14. Januar wie folgt in der NWZ zitiert: „Ihr solltet lieber beim Singen bleiben als beim Diskutieren“. Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender August Wiechmann 2. 1. Stv. Vorsitzender Klaus Stolle 3. 2. Stv. Vorsitzender Jörg Weden 4. Schriftführer und Pressewart Matthias Münter 5. Kassenwart Horst Braje Am 23. März berichtete die NWZ: „Liedertafel, neuer Dirigent“ Seit Anfang März hat mit Istvan Benkoczy ein erfahrener Chorleiter und Pianist beim MGV den Dirigentenstab übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Klaus Stolle an, der den Chor nach dem Tod von Hans Schäfer im Jahre 1979 übernommen hatte. Am 5. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Sehnsucht (das Lied der Taiga)
– Spanish Eyes
– Wohl ist die Welt so groß und weit
– Im schönsten Wiesengrunde
am 35. Gemeindesängerfest in Spohle teil.
Am 8. und 9. Juni waren die Sänger des MGV mit einem Weinstand am Dorffest in Wiefelstede vertreten. Am 24. August stand eine Besichtigung des Oldenburger Fliegerhorstes an. Mit zwei Bundeswehrbussen wurden die Sänger in Wiefelstede abgeholt und erlebten ein interessantes Besichtigungsprogramm. Am 19. September wurde Willi Lindemann geehrt. Er widmete sich seit 65 Jahren dem Gesang, davon 40 Jahre im MGV Liedertafel. Aus diesem Anlass würdigten die Mitglieder des MGV mit ihrem neuen Dirigenten Istvan Benkoczy den Jubilar in einer kleinen Feierstunde. Liedervater August Wiechmann würdigte das „Sängerleben“ von Willi Lindemann, der mit einer ausgesprochen guten Bassstimme ausgestattet war und kaum einen Singabend verpasste. Unvergessen bleiben für viele ältere Sänger gesellige Abende, bei denen Willi Lindemann sein „Schornsteinfegerlied“ sang und der Chor dazu sein „simserim sim sim“ gesummt hat. Zum Dank erhielt er vom Liedervater August Wiechmann einen Präsentkorb. Am 30. November wurde mit 200 Gästen im Gasthof Rabe der Sängerball gefeiert. Motto des Abends: „Brasilianische Nächte“. Neben verschiedenen Liedvorträgen des MGV wurde eine reichhaltige Tombola angeboten. Schließlich unterhielt die Musikkapelle „Rendezvous“ die Gäste bis in den frühen Morgen. Die NWZ berichtete einige Tage später mit der Überschrift: „Rio und Wiefelstede haben vieles gemeinsam“.
1986
Auf der Jahreshauptversammlung am 16. Januar wurde die noch aus dem Jahre 1948 stammende Satzung überarbeitet und einstimmig verabschiedet. Im Jahresrückblick auf das Jahr 1985 wurde die Verpflichtung von Istvan Benkoczy als Glücksgriff hervorgehoben. Die sehr diszipliniert ablaufenden Übungsabende hätten dem MGV deutlich mehr gesangliche Qualität gegeben. Bei den Vorstandswahlen gab es eine Änderung. Für den aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehenden Horst Braje wurde Werner Köhne zu seinem Nachfolger als Kassenwart gewählt. Am 25. Mai stand das 36. Gemeindesängerfest an. Ausgetragen wurde dieses in der Gaststätte Müller in Spohle. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Copacabana
– Tanzet zum Spiel der Gitarren und zum Mitsingen mit dem Lied
– Das Leben bringt große Freud
Am 04. Oktober unternahm der MGV bei sehr guter Beteiligung der Sänger einen Tagesausflug in das Künstlerdorf Worpswede. Schließlich wurde zum Jahresende am 29. November der Sängerball gefeiert. Motto des Abends: „Sing mal wieder“. Neben den gesanglichen Darbietungen des MGV gab es eine Tombola. Zum Ausklang des Abends spielte die „Blue Band“ zum Tanz auf. Im Rahmen des Sängerballs wurde Hans Luers für seine 40-jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt.
1987
Die Generalversammlung fand am 8. Januar statt. Hauptthema war die Vorbereitung des 37. Gemeindesängerfestes im Gasthof Rabe, wofür der MGV Ausrichter war. Das Gemeindesängerfest fand am 17. Mai statt. Teilnehmer waren
– der Evangelische Frauensingkreis
– der Gemischte Chor „Concordia Spohle“
– der MGV „Eintracht Borbeck“
– der MGV „Frohsinn Bokel“
– der Schulchor der Orientierungsstufe Wiefelstede und
– schließlich der MGV Liedertafel Wiefelstede als Gastgeber
Durch das Programm führte Jörg Weden. Bürgermeister Hans Jochen Pech überbrachte ein Grußwort von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wiefelstede. Der MGV Liedertafel beteiligt sich mit den Liedern
– Sommer ist ins Land gezogen und
– Copacabana
Am 30. und 31. Mai beteiligte sich der MGV mit einem Weinstand am Dorffest in Wiefelstede, hatte viel Spaß beim Ausschank und erwirtschaftete einen kleinen Gewinn für die Vereinskasse. Der Sängerball am 28. November stand unter dem Motto „Bella Italia“. Istvan Benkoczy hatte ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Liedern aus unserem südlichen Nachbarland zusammengestellt. Die Lieder „Wie ist die Welt so schön“, „“ Komm, komme aufs Meer“, „La Villanella“, „Santa Lucia“ und „La Danza“ fanden allgemein sehr großen Anklang. Das zahlreich erschienene Publikum war sichtlich angetan und tanzte im Anschluss noch bis in den frühen Morgen zur Musik der „Ammerländer Jungs“. Eine Tombola rundete den Abend erfolgreich ab und trug dazu bei, dass die Kasse einen kleinen Überschuss erwirtschaftete. Im Rahmen des Sängerballs wurde Gerd Schweers durch den 1. Vorsitzenden des MGV August Wiechmann für 25-jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt. Mit großer Betroffenheit haben die Mitglieder des MGV am 7. Dezember erfahren müssen, dass ihr langjähriges Vorstandsmitglied und Sangesbruder Heinz Buns verstorben ist. Er war seit 1950 Chormitglied und im Laufe der Jahre rund 24 Jahre als Schriftführer im Vorstand tätig. Er füllte dieses Amt stets mit viel Freude und Sorgfalt aus. Am 11. Dezember sangen die Sänger im Trauergottesdienst das Lied „Wenn von uns fortgegangen“ und begleiteten Heinz Buns auf seinem letzten Weg.
1988
Die Generalversammlung fand am 14. Januar statt und brachte drei Veränderungen im Vorstand. Da August Wiechmann nicht wieder kandidierte wurde Gerold Böhmer zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Neuer Kassenwart wurde Fritz Gerdes, der das Amt von Werner Köhne übernommen hat und neuer Schriftführer Eckhard Manneck, der das Amt von Matthias Münter übernahm. Das 38. Gemeindesängerfest fand am 1. Mai in Bokel statt. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Wie ist die Welt so schön
– Komm, komme aufs Meer
– La Danza und zum Mitsingen mit dem Lied
– Heute wollen wir das Ränzlein schnüren
Am 30. September richteten der MGV Liedertafel und der Evangelische Singkreis in der Wiefelsteder Kirche ein gemeinsames Konzert aus. Regie führten Barbara Bechmann und Istvan Benkoczy. Die NWZ berichtete hierzu: „Musiziergemeinschaft begeisterte bei Konzert. Sowohl zu Beginn des Konzertes als Gemischter Chor als auch bei den Einzelauftritten des Evangelischen Singkreises und des MGV Liedertafel zeigten die beiden Chöre, dass sie musikalisch und stimmlich durchaus in der Lage sind, anspruchsvolle Aufgaben mit einem kultivierten und homogenen Chorklang und erfreulicher Intonationssicherheit zu meistern“. Abgerundet wurde der Konzertabend durch die Einbeziehung von Schüler/innen und Lehrkräften der Musikschule Oldenburg, die als Solisten den Abend bereicherten. Am 26. November veranstaltete der MGV in Rabes Gasthof seinen Sängerball. Motto des Abends war unter der Regie von Istvan Benkoczy „Ein russischer Abend.“ Von „Moskau bei Nacht“ bis „Kalinka“ standen Lieder auf dem Programm. Russisch erklang auch die Musik zu den Tänzen der Danzköppel des Ortsbürgervereins Wiefelstede, die im Beiprogramm auftraten.
1989
Die Generalversammlung fand am 19. Januar statt. Es ergaben sich keine großen Veränderungen. Am 7. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Sommer im Tessin und
– Kalinka
am 39. Gemeindesängerfest im Müsselkrug Borbeck teil.
Der Jahresabschluss fand am 2. Dezember unter dem Motto „Bunter Melodienreigen“ im Gasthof Rabe statt. Zu Gast war der ebenfalls von Istvan Benkoczy dirigierte Gesangverein aus Oberlethe, der sich mit einigen Liedern in das Programm des Abends einbrachte. Mit großer Bestürzung nahmen die Sänger am 3. Dezember die Nachricht auf, dass der langjährige 1. Vorsitzende Herbert Stolle verstorben ist. Der Chor sang im Trauergottesdienst und begleitete Herbert Stolle auf seinem letzten Weg.
1990
Die Generalversammlung fand am 18. Januar statt. Bei den Vorstandswahlen wurde Klaus Stolle zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Seine erste Amtshandlung bestand darin, sich bei seinem Vorgänger Gerold Böhmer für dessen langjährige Tätigkeit in verschiedenen Vorstandsämtern zu bedanken. Zum neuen 1. stv. Vorsitzenden wurde Matthias Münter gewählt. Fritz Gerdes wurde als Kassenwart in seinem Amt bestätigt. Eckhard Manneck übt weiterhin das Amt des Schriftführers aus. Zusätzlich wurden Notenwarte eingesetzt. Dafür bestimmt wurden Friedrich Heinemann und Heinz Waskönig. Mit zwei Auftritten in der Kirche klang das Jahr 1990 aus. Am 18. November begleitete der MGV den Gottesdienst zum Volkstrauertag mit einigen Liedern und am 20. Dezember den Gottesdienst zu „Wort und Musik zum Advent“.
1991
Das Jahr begann am 17. Januar mit einer harmonisch verlaufenden Generalversammlung. Bei den anstehenden Wahlen wurde Matthias Münter als 1. stv. Vorsitzender, August Wiechmann als 2. stv. Vorsitzender und Eckhard Manneck als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Es folgte am 16. Februar zum 111. Geburtstag des MGV Liedertafel unter dem Motto „ Im Krug zum grünen Kranze“ der Sängerball. Im Vorfeld war vereinsintern diskutiert worden, ob wegen des ausgebrochenen Golfkrieges die Veranstaltung stattfinden soll oder nicht. Eine breite Mehrheit sprach sich dann für die Durchführung der Veranstaltung aus. Istvan Benkoczy hatte dafür die musikalische Leitung übernommen und mit den Sängern ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, was bei den Besuchern großen Anklang fand. Jörg Weden sorgte für eine humorvolle Moderation. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt einer Tanzgruppe der Tanzschule Beuss aus Oldenburg, die mit einigen besonderen Tanzformationen aufwartete. Am Rande des 111. Geburtstages wurde Willi Lindemann im Alter von 89 Jahren zum Ehrenmitglied des MGV ernannt. Er gehörte dem MGV bereits seit 70 Jahren an. Ebenfalls geehrt wurde Herbert Rüger. Er gehörte dem MGV bereits seit 40 Jahren an und war davon lange Jahre im Vorstand tätig. Dafür wurde ihm mit einer Ehrenurkunde und einem Präsent gedankt. Schließlich wurde Klaus Stolle auch selber geehrt. Er gehörte dem MGV bereits seit 25 Jahren an. Das 41. Gemeindesängerfest fand am 28. April in Spohle statt. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Vivat Bachus
– Im Krug zum grünen Kranze
– Keinen Tropfen im Becher mehr und
– Rheinweinlied
Am 14. September veranstaltete der MGV mit den aktiven Sängern sowie mit den Ehefrauen einen gemeinschaftlichen Nachmittag. Zunächst wurde die Kurbetriebsgesellschaft in Bad Zwischenahn besichtigt. Anschließend ging es mit der „Weißen Flotte“ übers Zwischenahner Meer nach Dreibergen. Von da aus führte eine Planwagenfahrt zurück zum Jugendheim nach Hollen, wo der Abschluss gefeiert wurde. Zum Ausklang des Jahres gab es wieder zwei Auftritte in der Wiefelsteder Kirche. Am 17. November begleitete der MGV mit einigen Liedern den Gottesdienst zum Volkstrauertag und am 18. Dezember den Gottesdienst zu „Wort und Musik zum Advent“.
1992
Auf der Generalversammlung am 15. Februar wurde Klaus Stolle als 1.
Vorsitzender in seinem Amt bestätigt und Peter Fenselau zum Nachfolger von Fritz Gerdes als Kassenwart gewählt. Unstimmigkeiten gab es wegen der Position des Schriftführers. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 12. März wurde Heinz Waskönig für ein Jahr kommissarisch für dieses Amt gewählt. In diesem Jahr wurde erstmalig auf die Ausrichtung eines Sängerballes verzichtet. Dafür wurde am 15. Februar zu einem „Musikalischen Abend“ eingeladen, bei dem die Musik ganz und gar im Mittelpunkt stehen sollte. Istvan Benkoczy hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben den Liedvorträgen des MGV gab es Darbietungen von verschiedenen Solisten der Musikschule Oldenburg, die in ihren Vorträgen alle von Istvan am Klavier begleitet wurden. Insgesamt war es ein abwechslungsreiches Programm. Der langanhaltende Beifall des Publikums zeigte, dass der MGV damit den richtigen Weg beschritten hat. Geehrt wurde an diesem Abend Georg Hinrichs. Er konnte auf eine 60jährige Mitgliedschaft im MGV zurückblicken. Leider ist Georg Hinrichs kurze Zeit später nach Schleswig Holstein verzogen. Am 31. Mai wurde ihm deshalb in seiner neuen Heimat ein Besuch abgestattet. 24 Sänger nahmen an der Fahrt teil. Sie wurden sehr herzlich aufgenommen, sehr gut bewirtet und haben ihm mit dem Besuch eine große Freude bereitet. Danach standen noch einige Termine an. Am 21. September wurde Willi Lindemann zu seinem 91. Geburtstag ein Ständchen gebracht. Am 18. Oktober sang der MGV in der Wiefelsteder Kirche. Anlass war die Einweihung der Ortsdurchfahrt in Wiefelstede. Ebenfalls in der Kirche wurde am 15. November zum Volkstrauertag und am 16. Dezember das Adventssingen begleitet.
1993
Auf der Generalversammlung am 14. Januar wurden Matthias Münter als 1. stv. Vorsitzender, August Wiechmann als 2. stv. Vorsitzender und Heinz Waskönig als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Eckhard Manneck brachte den Vorschlag ein, einmal im Jahr an einem Wochenende in einer Bildungsstätte ein musikalisches Seminar durchzuführen. Dort könne konzentriert gearbeitet werden und das Gesellige käme auch nicht zu kurz. Der Vorschlag fand allgemein ein positives Echo. Jörg Weden stellte den Antrag, dass der MGV eine Patenschaft für Kilimantinde (Afrika) übernimmt. Der Vorschlag wurde sehr positiv aufgenommen. Am 17. Januar hatte Herbert Rüger den gesamten Chor zu seinem 70. Geburtstag eingeladen. Es wurde ihm ein zünftiges Ständchen gebracht und anschließend der Geburtstag gefeiert. Am 1. Mai richtete der MGV das 43. Gemeindesängerfest in der Wiefelsteder Sporthalle aus. Die NWZ berichtete von einer „Fiesta voller Fröhlichkeit“ die sich Besuchern bot. Jörg Weden führte mit einer launigen wie auch informativen Moderation durch das Programm. Bürgermeister Gerold Hellmers sagte, die Gesangvereine seien wichtige Kulturträger, „die altes Kulturerbe aufrechterhalten und an nachfolgende Generationen weitergeben“. Teilnehmende Chöre waren:
– Gemischter Chor „Concordia Spohle“
– MGV Eintracht Borbeck
– Evangelischer Singkreis
– MGV „Frohsinn“ Bokel
– Gemischter Chor „Sangeslust“ Mollberg
– Schulchor der Orientierungsstufe Wiefelstede
– Kinderchor der ev. Kirchengemeinde Wiefelstede
– Shantychor Neuenkruge-Borbeck und der
– MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede
Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Espagna ole
– Fiesta voller Fröhlichkeit
Den Abschluss bildete der große Gemeinschaftschor mit dem „Freude schöner Götterfunken“. Am 9. Mai begleitete der Chor den Konfirmationsgottesdienst von Pastor Gerd Spille mit einigen Liedern. Viel Spaß hatten die Sänger des MGV am 21. August beim Festumzug zum 100-jährigen Gründungstag des Wiefelsteder Schützenvereins. Tags zuvor war bei Heino Küpker ein Umzugswagen geschmückt worden, mit dem es am nächsten Tag mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen durch den Ort ging. Schließlich gab es zum Jahresausklang noch wie gewohnt zwei Auftritte in der Kirche. Am 14. November zum Volkstrauertag und am 8. Dezember zum Adventssingen.
1994
Auf der Generalversammlung am 6. Januar wurden Klaus Stolle als 1.
Vorsitzender und Peter Fenselau als Kassenwart in ihren Ämtern durch Wiederwahl bestätigt. Mit großer Zufriedenheit wurde auf das ausgerichtete Gemeindesängerfest im Jahre 1993 zurückgeblickt. Klaus Stolle bedankte sich dafür nochmals bei allen Beteiligten. Am 1. Mai beteiligte sich der MGV mit den Liedern
– Kein schöner Land und
– Diridonda
am 44. Gemeindesängerfest, welches in diesem Jahr bei Martens in Bokel ausgetragen wurde. Nach der Sommerpause richtete sich alle Aufmerksamkeit auf das Konzert am 12. November im Haus des Gastes in Wiefelstede. Jeder Übungsabend wurde genutzt, um das Liedgut zu perfektionieren. Dessen nicht genug wurde vom 30. September bis 02. Oktober im Kardinal-von-Galen-Haus in Cloppenburg noch ein „Trainingslager“ durchgeführt, um sich den letzten Feinschliff zu geben. Folgende Lieder wurden durch den MGV im Konzert gesungen:
– Wie ist die Welt so schön
– Komm, komme aufs Meer
– Kein schöner Land
– Diridonda
– Espagna ole
– Fiesta voller Fröhlichkeit
– Vivat Bacchus
– Wer hier mit uns will fröhlich sein
– Tropischer Abend
– La Sandunga
Des Weiteren traten folgende Solisten auf:
– Istvan Benkoczy
– Hans-Ulrich Krieter/Klavier
– Hanna Mandel/Querflöte
– Heino Ehlers-Böse/Klavier
– Michaela Mesch/Querflöte
– Hannelore Prahm/Gesang
– Silke Wersig/Gesang
– Barbara Martyna-Lauerwald/Violine
Klaus Stolle begrüßte zahlreiche Zuschauer mit dem Satz: “Ich hätte nicht gedacht, dass wir den Laden hier so voll kriegen.“ Einige Gäste mussten sogar auf Tischen Platz nehmen. An diesem Abend zeichnete er drei langjährige Sänger aus.
– Friedrich Heinemann (40 Jahre)
– Gerold Böhmer (40 Jahre) und
– Hans-Peter Kossendey (25 Jahre)
Die Moderation hatte Matthias Münter übernommen.
Die NWZ berichtete am 15.11.1994: „International gab sich jetzt der MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede. Zu einer Reise durch das Land der Lieder nahmen die Aktiven im Haus des Gastes überaus zahlreiche Zuhörer mit. Mitwirkende waren ebenso Solisten und Instrumentalisten der Musikschule Oldenburg. Mit dem Konzert hat die „Liedertafel“ Maßstäbe gesetzt. Der Schlussapplaus dürfte mehr als deutlich gemacht haben, dass die Besucher sich über eine Neuauflage sehr freuen würden. Ein Konzert des MGV sollte zum festen Bestandteil des Kulturangebotes werden“. Mit dem Singen zum Advent am 15. Dezember in der Wiefelsteder Kirche und einer sich anschließenden Weihnachtsfeier im Gasthof Rabe wurde das Gesangsjahr 1994 beendet.
1995
Die Generalversammlung fand am 19. Januar statt. Klaus Stolle und Matthias Münter wurden in ihren Ämtern als 1. Vorsitzender bzw. 1. stv. Vorsitzender bestätigt. Zum neuen 2. stv. Vorsitzenden und gleichzeitig Notenwart wurde Heinz Waskönig gewählt. August Wiechmann hatte nach mehr als 15 Jahren Vorstandsarbeit sein Amt niedergelegt. Die Mitglieder des MGV dankten ihm für sein Engagement mit einem herzlichen Applaus. Am 11. Februar erhielten die Sänger die Nachricht, dass Georg Hinrichs im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Am 18. Februar begleiteten die Sänger Georg Hinrichs auf seinem letzten Weg und haben den Trauergottesdienst mit einigen Liedern begleitet. Am 23. März feierte Willi Lindemann im Alter von mittlerweile 93 Jahren sein 75jähriges Jubiläum als aktiver Sänger. Der MGV hatte deswegen zu einem Empfang geladen. Bürgermeister Gerold Hellmers und MGV Vorsitzender Klaus Stolle berichteten aus dem Leben von Willi Lindemann. „Willi Lindemann ist ein Denkmal des Chorgesangs. Er gehört zu Wiefelstede wie die Kirche“ würdigte ihn Gerold Hellmers. Willi Lindemann über sich selber: „Singen hat mich jung gehalten. Die Sänger sind wie meine Kinder“ Die Sänger überbrachten einen Liedergruß während Istvan Benkoczy und Martyna Lauerwald mit besinnlichen und lebhaften Stücken ihre Grüße und Glückwünsche überbrachten. Am 23. April nahm der MGV mit den Liedern
– Galopp und
– Sing mal wieder
in der Sporthalle Metjendorf am 45. Gemeindesängerfest teil.
Während des Gemeindesängerfestes wurde Willi Lindemann durch Landrat Horst Bühring mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die NWZ berichtete am 25.04.1995 wie folgt: „Landrat Horst Bühring freute sich besonders, dem 93jährigen das Verdienstkreuz am Bande des Nds. Verdienstordens aushändigen zu dürfen. Bühring zeichnete den Lebensweg Lindemanns nach, der nach der Gefangenschaft zunächst als Holzsäger von der Gemeinde Wiefelstede eingesetzt wurde, damit die zerstörten Häuser wieder aufgebaut werden konnten. Die respektvolle Anrede “Onkel Lindemann“ durch die inzwischen in die Jahre gekommenen Wiefelsteder drückt diesen Dank auf besonders liebenswerte Weise aus meinte der Landrat. Lindemann war in vielen Vereinen tätig, pflegte sportliche sowie musikalische Hobbys. Der Erhalt der plattdeutschen Sprache war stets sein besonderes Anliegen. „Er ist ein Mann, der unter einfachen Bedingungen aufwuchs, stets aber einen ehrlichen Weg gegangen ist.“ Zum Jahresausklang gab es wie gewohnt noch zwei Auftritte in der Kirche. Zum einen anlässlich des Volkstrauertages und am 21. Dezember zu Wort und Musik zum Advent. Nach dem Auftritt bei Wort und Musik zum Advent trafen sich die Sänger noch zu einer kleinen Weihnachtsfeier. Während dieser Feier würdigte Klaus Stolle Karl Heinz Tapken zu seiner 40jährigen Mitgliedschaft im Männergesangverein. Besonders hob er hervor, dass K.H.T. über Jahre hinweg einer der aktivsten Sänger gewesen sei und überreichte ihm ein Präsent als kleine Anerkennung.
1996
Die Generalversammlung fand am 11. Januar statt. Peter Fenselau hatte schon vorher angekündigt, dass er aus beruflichen Gründen das Amt des Kassenwartes nicht mehr ausüben könne. Zu seinem Nachfolger wurde deshalb Dieter Jürgens gewählt. Klaus Stolle dankte Peter Fenselau für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit als Kassenwart und Dieter Jürgens, dass er das Amt übernommen hat. Am 28. April begleitet der MGV mit den Liedern
– Lobt den Herrn der Welt und
– Frieden, Quell des Lebens
einen Konfirmationsgottesdienst in der Wiefelsteder Kirche.
Am 1. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Frieden, Quell des Lebens und
– Galopp
am 46. Gemeindesängerfest im Forum des Schulzentrums Wiefelstede teil.
Kurz vor der Sommerpause beteiligte sich der MGV am 1. und 2. Juni schließlich noch mit einem Weinstand am Dorffest. Nach der Sommerpause galt das gesamte Interesse den Konzertabenden am 25. und 27. Oktober im Haus des Gastes. Aufgrund des sehr guten Besuchs im Jahr 1994 hatte sich der Vorstand entschieden, zwei Termine anzubieten. Ebenso wie im Jahr 1994 wurde auch in diesem Jahr ein dreitägiges „Trainingslager“ vorgeschaltet. Diese Mal ging es vom 27. – 29. September ins Schloss Clemenswerth/Sögel. Das Konzert stand unter dem Motto „Sing mal wieder“. Die Moderation übernahmen Matthias Münter und Jörg Weden. Der MGV bot folgende Liedbeiträge:
– Sing mal wieder
– Frieden, Quell des Lebens
– Galopp
– Bongo, Bongo
– Samba ya
– Die launige Forelle
Zusammen mit Ladislaus Tungli sang der MGV
– aus der Zauberflöte (F-Dur-Arie des Sarastro)
– aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Lied des Fallstaff)
– aus der Oper Carmen (Strophenlied des Escamillo)
Folgende Solisten bereicherten das Programm:
– Istvan Benkoczy
– Hans-Ulrich Krieter (Klavier)
– Maria Fischer (Mezzosopran)
– Gabriella Otto (Violine)
– Ladislaus Tungli (Gesang)
Die NWZ berichtete am 29. Oktober: Ungewöhnliches Chorprogramm „ Chorklänge aus Operette und Oper hat der Männergesangverein Liedertaffel 1880 am Freitag und Sonntag zu Gehör gebracht. Unterstützt wurden die Sänger im beinahe bis auf den letzten Platz besetzten Haus des Gastes von der Mezzosopranistin Maria Fischer und dem Basso profundo Ladislaus Tungli. Daneben wurden auch Instrumentalstücke gespielt. Gabriella Otto brillierte mit einem Violinkonzert, während Istvan Benkoczy gemeinsam mit Hans Ulrich Krieter das Publikum vierhändig am Klavier begeisterte. Mit viel Applaus wurden Chor und Solisten belohnt. Mit einer Chorzugabe von vokalen Bongorhytmen breitete sich ein Hauch von Karibik aus“. Zum Jahresausklang sang der MGV am 12. Dezember zu Wort und Musik in der Wiefelsteder Kirche und traf sich am 19. Dezember mit Partnerinnen zu einer kleinen Weihnachtsfeier im Gasthof Rabe. Leider war das noch nicht alles. Am 24. Dezember erhielten die Sänger die traurige Nachricht, dass ihr ältestes Mitglied Willi Lindemann im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Am 19. Dezember hatte er noch an der Weihnachtsfeier teilgenommen. Der MGV begleitete Willi Lindemann auf seinem letzten Weg und beteiligte sich am 30. Dezember mit einigen Liedern am Trauergottesdienst.
1997
Auf der Generalversammlung am 13. Februar standen noch einmal die Konzerte des letzten Jahres im Mittelpunkt. Klaus Stolle dankte dem Dirigenten Istvan Benkoczy für seine in die Konzerte hineingesteckte Arbeit. Sei es als Solist oder Dirigent, ohne ihn sei das nicht möglich gewesen. Die Sänger schlossen sich diesem Dank an. Im Ausblick auf die folgenden Jahre ließ Istvan durchblicken, dass er sich gerne an Stücke der „gehobenen Klasse“ wie zum Beispiel an Beethovens „Fidelio“ heranwagen würde. Gemeinsam gedachten die Sänger aber auch ihres ältesten Mitgliedes Willi Lindemann, der am 24.12.1996 im Alter von 95 Jahren nach über 75jähriger Mitgliedschaft verstorben ist. Bei den Vorstandwahlen gab es keine Änderungen. Am 27. April begleiteten die Sänger zwei Konfirmationsgottesdienste und am 01. Mai beteiligten sie sich mit den Liedern
– Wenn dunkelrot der Himmel und
– Copacabana
am 47. Gemeindesängerfest in der Sporthalle Metjendorf.
Das Jahr 2017 brachte noch zwei Auftritte in der Kirche mit sich. Zum einen am 16. November zum Volkstrauertag und am 11. Dezember zu Wort und Musik zum Advent. Zum Jahresabschluss trafen sich die Sänger am 18. Dezember zu einer kleinen Weihnachtsfeier im Gasthof Rabe.
1998
Auf der Generalversammlung am 12. Februar gab es im Vorstand keine Änderungen. Klaus Stolle gab einen Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen. Höhepunkt des Jahres werden die am 4. und 5. Dezember im Haus des Gastes geplanten Konzerte. Mit großem Interesse wurden anschließend die Überlegungen des Vorstandes zu einer im Jahr 2001 vorgesehenen Reise nach Kanada verfolgt. Vorgesehen war eine Reise von Vancouver über Victoria, durch die Rock Mountains nach Edmonton und Calgary. Dabei sollten dann möglichst drei oder vier Auftritte –besonders in Regionen mit deutschen Einwanderern- durchgeführt werden. Nach einer lebhaften Aussprache erhielt der Vorstand den Auftrag, die begonnene Planung fortzuführen. Am 24. Mai nahm der MGV mit den Liedern
– Sah ein Knab ein Röslein stehen und
– Fröhliches Trinkliederpotpourri
am 48. Gemeindesängerfest im Spohler Krug teil.
Nach der Sommerpause begann die Konzertvorbereitung. Istvan Benkoczy hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Die Übungsabende waren damit voll ausgefüllt. Den Feinschliff holten sich die Sänger vom 13. – 15. November in der Nähe von Nordhorn im Kloster Frenswegen. Beide Konzerte waren sehr gut besucht. Die Moderation übernahmen Matthias Münter und Jörg Weden. Seitens des MGV wurden folgende Lieder vorgetragen:
– Wochenend und Sonnenschein
– Mein kleiner grüner Kaktus
– Ich wollt ich wär ein Huhn
– Oh, Donna Clara
– „Zigeunerchor“ aus der Oper Troubadour
– Troubadour, „Introduktion und Chor“
Zusammen mit Jörg Ridderbusch sang der MGV
– aus der Oper Norma Bellini Akt I., Introduktion und
– Bellini „Chor der Krieger“ sowie
– aus der Oper Troubadour, „Scene und Arie“
Folgende Solisten wirkten mit:
– Istvan Benkoczy
– Jörg Ridderbusch (Bariton) und
– Vladimir Knaus (Cello)
Die NWZ berichtete am 09. Dezember: „Liedertafel bietet bunte Konzerte. Ein reichhaltiges Programm bot der MGV Liedertafel 1880 an zwei Konzertabenden im Haus des Gastes in Wiefelstede. Neben Stücken von Vincenzo Bellini und Giuseppe Verdi präsentierten die Sänger unter Leitung von Istvan Benkoczy etliche populäre Evergreens aus dem Repertoire der Comedian Harmonists . Die saubere Intonation ebenso wie die rhythmisch exakte Artikulation stellen an ein Sängerensemble dieser Zusammensetzung sehr hohe Anforderungen. Es ist der zielstrebigen und unerbittlichen Probenarbeit des Dirigenten Istvan Benkoczy zu verdanken, dass der MGV Liedertafel sein Programm auf so hohem Niveau darbieten konnte. Das Publikum feierte alle Beteiligten nachdrücklich und entließ die Sänger erst nach der Wiederholung von „Wochenend und Sonnenschein“. Am Rande des Konzertes zeichnete Klaus Stolle
– Gerd Lück (25 Jahre)
– Horst Braje (25 Jahre) und
– Heino Küpker (40 Jahre)
für langjährige Mitgliedschaft im MGV Liedertafel aus.
Am 17. Dezember nahm der MGV an der Veranstaltungsreihe „Wort und Musik zum Advent“ in der Wiefelsteder Kirche teil. Anschließend trafen sie sich mit ihren Ehefrauen zu einer kleinen Weihnachtsfeier im Gasthof Rabe und ließen das Gesangsjahr 1998 ausklingen.
1999
Das Gesangsjahr begann am 07. Januar mit einem „Neujahrsgrog“ im Vereinslokal und einer Video-Vorführung des letztjährigen Konzertes. Die Sänger konnten sich ein Bild machen warum sie nach dem Konzert so mit Lob und Anerkennung überschüttet worden sind. Die Generalversammlung fand am 18. Februar statt. Matthias Münter, Heinz Waskönig und Jörg Weden wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Am 16. Mai beteiligte sich der MGV mit den Liedern
– Wochenend und Sonnenschein sowie
– Oh Donna Clara
am Gemeindesängerfest im Spohler Krug.
Beim Abschlusssingen am 01. Juli bei Peter Kossendey konnte Klaus Stolle als 1. Vorsitzender folgende Sänger für langjährige Mitgliedschaft ehren:
– Fritz Gerdes (50 Jahre)
– Friedrich Heinemann (45 Jahre)
– Gerold Böhmer (45 Jahre)
– Hans-Peter Kossendey (30 Jahre)
– Eckhard Manneck (25 Jahre)
Am 21. Oktober warf das am 7. Mai 2000 stattfindende 50.
Gemeindesängerfest seine Schatten voraus. Der MGV hatte als Ausrichter alle teilnehmenden Chöre zu einer Vorbesprechung eingeladen und vorgestellt, dass die Jubiläumsveranstaltung zwischen Rathaus und Kirche unter freiem Himmel stattfinden soll. Es folgten im zweiten Halbjahr noch zwei Auftritte in der Kirche. Zum einen am 14. November das Singen zum Volkstrauertag und am 16. Dezember die Teilnahme an der Veranstaltung „Wort und Musik zum Advent“.
2000
Auf der Generalversammlung am 17. Februar wurden Klaus Stolle als 1.
Vorsitzender und Dieter Jürgens als Kassenwart in ihren Ämtern bestätigt.
Themenschwerpunkte waren das am 07. Mai vorgesehene 50.
Gemeindesängerfest, die am 13. und 14. Oktober im Haus des Gastes vorgesehenen Konzerte und eine im Laufe des Jahres zu treffende Grundsatzentscheidung zur Fahrt nach Canada. Das Gemeindesängerfest am 07. Mai wurde bei herrlichem Sonnenschein ein großer Erfolg und hat viele Besucher spontan zum Rathausplatz gezogen. Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Sängern. Bei schlechtem Wetter hätte das Fest im Saal von Rabes Gasthof stattfinden müssen. Viele Spaziergänger und Radfahrer unterbrachen ihren Sonntagsausflug, um bei strahlendem Sonnenschein dem bunten Melodienreigen der Chöre und der „Wiefelsteder Dörpskapell“ zu lauschen, sei es auf Stühlen, Bänken, auf dem Bürgersteig sitzend oder einfach im Stehen. Die NWZ berichtete später von einer prächtigen Kulisse zwischen Rathaus und Kirche und von einer Volksfeststimmung auf dem Rathausplatz. Bürgermeister Gerold Hellmers und Gemeindedirektor Helmut Völkers lobten den Mut, das Gemeindesängerfest unter freiem Himmel stattfinden zu lassen. Acht Chöre hatten ihr Kommen zugesagt. Dieses waren neben dem
– MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede
– der Shanty-Chor Neuenkruge/Borbeck
– der Gemischte Chor „Concordia Spohle“
– der Evangelische Singkreis
– der Schulchor der Orientierungsstufe Wiefelstede
– der MGV „Frohsinn“ Bokel
– der Gemischte Chor „Sangeslust Mollberg“ und der
– MGV „Eintracht Borbeck“
Alle Chöre wurden mit viel Beifall bedacht und trugen maßgeblich zum Erfolg des Gemeindesängerfestes bei. War den Verantwortlichen des MGV Liedertafel nach dem Gemeindesängerfest wegen des erfolgreichen Verlaufs, insbesondere auch weil der Wettergott mitgespielt hat, ein Stein vom Herzen gefallen, blieb nicht viel Zeit zum Feiern. Der nächste Höhepunkt wartete schon mit den beiden Konzerten am 13. und 14. Oktober im Haus des Gastes. Hierzu hatten sich die Männer des MGV viel vorgenommen. Sofort nach der Sommerpause war jeder Übungsabend mit dem Einstudieren neuer Lieder vollgepackt. Kurz vor dem Konzert begaben sich die Männer noch vom 29.09. – 01.10. für drei Tage in das Seminar- und Tagungshaus „Die Freudenburg“ nach Bassum, um sich dort noch den letzten Feinschliff zu holen. Neben eigenen Liedvorträgen waren als Solisten Elina Knaus (Violine), Vladimir Knaus (Cello), Jörg Ridderbusch (Gesang) und Helmut Schall (Klavier) eingeladen. Für das Konzertprogramm hatte Istvan Benkoczy folgende Lieder vorgesehen:
– Wanderlied
– Kleine Barke im Wind
– Chor der Gefangenen aus der Oper Fielio
– Zusammen mit Jörg Ridderbusch Pizarro`s Arie aus der Oper Fidelio
– Mein Papagei frisst keine harten Eier
– Bel Ami
– Sturmbeschwörung
– Zusammen mit Jörg Ridderbusch von Franz Schubert das „Trinklied“
und „Zur guten Nacht“
– und zum Abschluss „Lachende Gesichter“
Das Haus des Gastes war an beiden Konzerttagen sehr gut besucht. Jörg Weden und Matthias Münter hatten die Moderation übernommen und führten mit viel Humor und Wissenswertem über die Komponisten durch das Programm. Die NWZ berichtete am 17. Oktober: „ Chor meistert „schwere Brocken“. Für ein volles Haus sorgte der MGV Liedertafel 1880 am vergangenen Wochenende gleich zweimal im „Haus des Gastes“. Die 26 Sänger boten ein beachtliches Konzert. „Lachende Gesichter bei euch zu sehen war unser Ziel“ sang der MGV zum Abschluss des Konzertes. Nicht nur dieses Ziel wurde erreicht. Die 26 Sänger des MGV Liedertafel unter Leitung von Istvan Benkoczy begeisterten die Zuhörer mit ihrem anspruchsvollen Programm. Zu lachen gab es genug. Ob beim Lied „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ bei dem die Sänger auch ihr schauspielerisches Talent bewiesen, oder beim Lied „Bel ami“. Ebenso meisterhaft hatten die Sänger zuvor zwei „schwere Brocken“ präsentiert: der „Chor der Gefangenen“ und „Pizarros Arie mit Chor“ aus der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven.“ Zum Abschluss des Konzertes stand noch eine Ehrung an. Klaus Stolle ehrte Karl Heinz Tapken für 45-jährige Mitgliedschaft im Chor. Zwei Termine standen bis zum Jahresende noch in der Wiefelsteder Kiirche an. Zum einen am 19. November das Singen zum Volkstrauertag und am 14. Dezember die Teilnahme an der Veranstaltung „Wort und Musik zum Advent“. Nach ihrem Auftritt in der Kirche konnten die Sänger am 14. Dezember mit ihren Ehefrauen das Jahresabschlussessen im Vereinslokal genießen und auf ein ereignisreiches Jahr 2000 zurückblicken.
2001
War das Jahr 2000 mit der Ausrichtung des Gemeindesängerfestes und der Konzertabende am 13. und 14. Oktober ziemlich vollgepackt mit Terminen, ließen es die Männer des MGV im neuen Jahr zunächst am 13. Januar mit einer vom MGV Bokel ausgerichteten Kohlfahrt gemütlich beginnen. Die Generalversammlung am 15. Februar ergab bei den Vorstandswahlen keine Änderungen. Matthias Münter (2. Vorsitzender), Heinz Waskönig (Notenwart) und Jörg Weden (Vereinsschreiber) wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Festgelegt wurde, dass es in diesem Jahr wieder mit den Partnerinnen einen mehrtägigen Ausflug geben soll. Als Ausflugsziel wurde Quedlinburg festgelegt. Gesanglich ging es damit weiter, dass der MGV ganz entspannt, ohne das er etwas mit der Ausrichtung zu tun hatte, am 20. Mai zum 51. Gemeindesängerfest in die Gaststätte Martens nach Bokel fuhr. Als Liedbeiträge gab der MGV
– Macht was Schönes aus diesem Tag und
– Zur guten Nacht
zum Besten.
Am 12. Oktober ging es mit einem vollbesetzten Bus der Firma Imken in das Ringhotel Schlossmühle nach Quedlinburg. Am ersten Abend stand nach dem Abendessen als Stadtbesichtigung ein Nachtwächtergang durch das nächtliche Quedlinburg an, der mit einem Besuch im Brauhaus Lübbe endete. Der zweite Tag führte die Sänger nach Gernrode zu den Harzer Schmalspurbahnen, wo zum Abschluss eine Führung durch das Bergwerkmuseum erfolgte. Am Sonntag stand während der Heimreise in Thale noch eine Fahrt mit der Schwebebahn an, die über das Plateau des Hexenplatzes führte. Gegen 18.00 Uhr waren alle Sänger nebst Anhang wohlbehalten und gut gelaunt wieder zu Hause. Zu Hause wartete am 1. November noch ein „Liederabend mit Blumenimpressionen“ im Oldenburger Parkettwerk. Der Erlös dieses Abends ging an den Förderverein „Hilfe und Erholung für Familien mit krebskranken Kindern e.V. Wiefelstede“. Als Liedbeiträge präsentierte der MGV folgende Lieder:
– Morgenrot
– Klänge der Freude
– Zur guten Nacht gemeinsam (mit J. Ridderbusch)
– Trinklied
– Chor der Gefangenen
– Mach was Schönes aus diesem Tag
– Ich bin ein alter Bösewicht
– Wenn ich einmal reich wär (mit J. Ridderbusch)
– Trinkliederpotpourri und
– Lachende Gesichter
Jörg Weden hatte die Moderation übernommen, Simone Ahlers aus Oldenburg präsentierte farbenprächtige künstlerische Blumenfotografien und Großbilddias, während Istvan Benkoczy und Helmut Schall den Abend mit vierhändig am Klavier vorgetragenen Stücken abrundeten. Den Jahresabschluss bildeten
– am 18. November das Singen zum Volkstrauertag,
– am 13. Dezember die Teilnahme an „Wort und Musik zum Advent“
sowie das danach stattfindende Jahresabschlussessen mit den Partnerinnen
– sowie am 15. Dezember ein Auftritt bei der Rheuma-Liga
2002
Die Generalversammlung verlief am 14. Februar sehr harmonisch. Klaus Stolle (1. Vorsitzender) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Im weiteren Verlauf wurde der Fahrplan für das Jahr 2002, insbesondere die Konzerte am 25. und 26. Oktober, abgestimmt. Einigkeit bestand darüber, die Konzerte in diesem Jahr nicht wieder im Haus des Gastes sondern in Rabes Gasthof durchzuführen. Da der letztjährige Ausflug nach Quedlinburg großen Anklang gefunden hat wurde beschlossen, im Jahr 2003 wieder eine Mehrtagesfahrt mit den Partnerinnen durchzuführen. Am 21. April begleitete der MGV in der Wiefelsteder Kirche einen Konfirmationsgottesdienst mit einigen Liedern. Das 52. Gemeindesängerfest wurde am 5. Mai vom MGV „Eintracht“ Borbeck in der Sporthalle Metjendorf durchgeführt. Der MGV trug mit den Liedern
– Tropischer Abend und
– Wenn dunkelrot der Himmel
zum Gelingen dieses Festes bei.
Schließlich gab es am 20. Juni bei unserem Sangesbruder Heino Küpker in gemütlicher Runde das Absingen vor der Sommerpause. Wer gedacht hatte, dass das Singen mit der Sommerpause eingestellt wird sah sich getäuscht. Am 29. Juni folgte noch ein Auftritt im Hotel Hornbüssel in Bockhorn, wo der Bruder unseres Sangesbruders Gerd Schweers seine Goldene Hochzeit feierte und am 30. Juli überbrachte der MGV Hermann Neumann zu seinem 80. Geburtstag ein kleines Ständchen. Nach der Sommerpause hieß es volle Konzentration auf die Konzerte am 25./26. Oktober. Die Sänger waren hochmotiviert und die Übungsabende sehr gut besucht. Es war wieder ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet worden. Der Bogen reichte von Klassik, z.B. Joseph Haydn, bis zu heiteren Liedern. Istvan Benkoczy und Vladimir Knaus hatten einen vierhändigen Auftritt am Klavier vorgesehen, sowie Elina und Vladimir Knaus einen Auftritt mit Geige und Cello. Um nichts dem Zufall zu überlassen gingen die Sänger der Liedertafel vom 18. – 20. Oktober zusammen mit den Solisten noch in ein Trainingslager in das Kardinal von Galen Haus nach Cloppenburg. Die beiden Konzertabende im Gasthof Rabe waren sehr gut besucht. Matthias Münter und Jörg Weden hatten es wieder übernommen in ihrer humorigen Art durch das Programm zu führen. Die Sänger des MGV Liedertafel trugen folgende Lieder vor:
– Klänge der Freude
– Sonntag ist`s
– Der alte Frosch
– Märchen
– Der Sperling im Magen
– Jerusalem und
– „Der Liebestrank“ aus Aria Buffa (zusammen mit J. Ridderbusch)
– Abend am Niederrhein
– Mach was Schönes aus diesem Tag
– Veronika der Lenz ist da
Die NWZ berichtete am 28. Oktober: „Werbung für den Chorgesang. MGV Liedertafel 1880 tritt zweimal vor vollem Haus auf. Die Zuhörer waren begeistert. Mit „Klängen der Freude“ eröffnete der MGV sein Konzert in Rabes Gasthof, und auch an den folgenden Klängen hatten die Zuhörer ihre helle Freude. In ihrem zweieinhalbstündigen Programm präsentierten die 27 Sänger unter Leitung ihres Dirigenten Istvan Benkoczy eine gelungene Mischung aus heiteren und besinnlichen Liedern. Ob beim Lied vom „alten Frosch“, beim melancholischen Lied „Jerusalem“ oder bei der Arie „Der Liebestrank“ bewiesen die Männer ihr Können, gepaart mit offensichtlicher Freude am Gesang. Unterstützt wurden die stimmgewaltigen Sänger vom Solisten Jörg Ridderbusch.“ Zum Ende des Konzertabends konnte der 1. Vorsitzende Klaus Stolle noch zwei Ehrungen vornehmen. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden
– Matthias Münter und
– Fritz Badge
geehrt.
Aufgrund der großen Kartennachfrage gab es noch ein drittes Konzert.
Dieses fand am 1. November im „Heinrich-Kunst-Haus“ in Ofenerfeld statt.
Da nicht alle Solisten aus den ersten beiden Konzerten zur Verfügung standen übernahmen Michaela Grüß und Simon Waloschek den Instrumentalpart. Auch dieser Konzertauftritt war sehr gut besucht und hat dem Publikum sehr gut gefallen. Bis zum Jahresende gab es noch
– am 09. November einen Auftritt bei der Rheumaliga in der Aula der
KGS Rastede
– am 17. November das Singen zum Volkstrauertag in der
Wiefelsteder Kirche
– sowie am 12. Dezember ebenfalls in der Kirche eine Beteiligung an
der Veranstaltung „Wort und Musik zum Advent“
Schließlich endete das Gesangsjahr 2002 nach „Wort und Musik zum Advent“ mit dem Weihnachtsessen im Gasthof Rabe.
2003
Nach dem doch recht ereignisreichen Jahr 2002 ließen es die Sänger im neuen Jahr etwas langsamer angehen. Auf der Generalversammlung am 27. Februar blieb alles beim Alten. Matthias Münter (stv. Vorsitzender), Heinz Waskönig (Notenwart) und Jörg Weden (Vereinsschreiber) wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Es wurde schon einmal der Blick nach vorne gerichtet. Zum einen der im Herbst geplante Ausflug nach Schwerin sowie die Anschaffung eines Flügels verbunden mit einem ebenfalls im Herbst vorgesehenen „Flügelkonzert“. Auch wurde schon mal ein Blick in das Jahr 2005 geworfen. Der MGV wird in dem Jahr 125 Jahre alt und wie das Jubiläum gefeiert werden soll. Bis zur Sommerpause folgten dann noch
– am 4. Mai die musikalische Begleitung des
Konfirmationsgottesdienstes in der Wiefelsteder Kirche
– am 18. Mai die Teilnahme am 53. Gemeindesängerfest im Gasthof
Rabe. Ausrichter war der Shantychor Neuenkruge-Borbeck. Der MGV beteiligte sich dem Lied „Der alte Frosch“ und am
– 12. Juni das Absingen bei Dieter Jürgens in der Lübecker Straße in
Wiefelstede Nach der Sommerpause wartete der mehrtägige Ausflug nach Schwerin. Die Anreise war am 3. Oktober. Als erstes erfolgte nach der Zimmerbelegung im Hotel eine Besichtigung des Schweriner Schlosses, dem Sitz des Landtages des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Abends nahm die Reisegruppe an einem „Nachtwächtergang“ in Schwerin teil und lernte die geheimen Winkel von Schwerin kennen. Am 4. Oktober wurde mit dem Bus ein Ausflug an die Mecklenburgische Seenplatte (Müritz – Plau am See) unternommen. Höhepunkt des Tages war ein kleiner Gesangsauftritt des MGV in der Kirche von Waren an der Müritz. Als beim Lied „Morgenrot“ bei der Textpassage „da tritt auch hell leuchtend die Sonne hervor“ diese plötzlich durch das Kirchenfenster schien, lief bei der Akkustik in der Kirche allen Sängern und Zuhörern in der Kirche ein Schauer über den Rücken. Viele Sänger haben sich Jahre später noch an diesen Moment in der Kirche erinnert und über dieses Ereignis berichtet. Am 5. Oktober stand schon wieder die Heimreise an. Dabei wurde in Wismar Station gemacht und an einer Stadtführung teilgenommen. Um ca. 17.30 Uhr waren alle Sänger wohlbehalten und von der Reise beeindruckt wieder in Wiefelstede. Nach der Rückkehr aus Schwerin wartete am 7. November in Rabes Gasthof unter dem Motto „Der MGV ist beflügelt“ ein weiterer Konzertauftritt. Den neuen Flügel hatte sich der MGV zugelegt. Neben der Gemeinde Wiefelstede haben Klaus Grote von der Firma NEMA, die Raiffeisenbank und der Sangesbruder Josef Offermann mit großzügigen Spenden die Anschaffung des Flügels ermöglicht. Mit diesem Konzert sollte eine kleine Einweihung bzw. Vorstellung des Flügels erfolgen. Auf dem Programm standen bekannte und neue Stücke. Der musikalische Bogen reichte von südländischen Liedern bis hin zu bekannten Arien. Istvan Benkoczy und Helmuth Schall waren vierhändig am neuen Flügel zu hören und zu sehen. Auch dem Nachwuchs wurde eine Chance gegeben. Die 17-jährige Michaela Grüß aus Wiefelstede konnte am Flügel ihr Können zeigen. Die Moderation des Abends haben Jörg Weden und Matthias Münter in gewohnt bewährter launiger Form übernommen. Der MGV trug folgende Lieder vor:
– Wie ist die Welt so schön
– Komm, komme auf`s Meer
– Tropischer Abend
– Copacabana
– „Trinklied“ und „Zur guten Nacht“ zusammen mit J. Ridderbusch
– Klänge der Freude
– Ich hörte viel von Noah
– Zigeunerchor aus der Oper Troubador
– Gefangenenchor aus der Oper Nabucco
– Griechischer Wein
– Espagna ole
– Veronika der Lenz ist da
– Lachende Gesichter
Die NWZ berichtete am 11. November: Sänger von neuem Instrument „beflügelt“. 350 Zuhörer waren begeistert von dem dreistündigen Konzert. Chor und Solisten boten ein anspruchsvolles Programm. Im Anschluss an das Konzert zeichnete Klaus Stolle langjährige Sänger aus. Für 40-jährige Mitgliedschaft
– Gerd Schweers
Für 30-jährige Mitgliedschaft
– Gerd Lück
– Horst Braje und
– August Wiechmann
Nach den schon obligaten Teilnahmen beim Singen zum Volkstrauertag und bei „Wort und Musik zum Advent“ wollte der MGV am 11. Dezember mit dem Weihnachtsessen in die Weihnachtspause gehen. Nur gab es kurz vor dem Fest noch eine gute und eine traurige Nachricht. Am 23. Dezember war der lange Jahre im Vorstand des MGV aktive Sänger Gerold Böhmer im Alter von 79 Jahren verstorben. Den Trauergottesdienst haben die Männer des MGV mit einigen Liedern begleitet. Am 27. Dezember trafen sich die Sänger noch einmal. Hans-Günter Eilers war 80 Jahre alt geworden und ihm wurde in seiner Wohnung ein kleines Ständchen gebracht.
2004
Die Generalversammlung fand am 12. Februar statt. Klaus Stolle (1. Vors.) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Es wurde noch einmal der gute Besuch bei den letzten Konzerten hervorgehoben. Sicherlich lag einer der Gründe auch darin, dass der MGV sich bereits vor einigen Jahren von „alten Zöpfen“ getrennt und sein Liedgut angepasst hat. Zwar wird noch altes deutsches Liedgut gesungen, daneben wird aber auch Wert darauf gelegt, dass neben Melodien aus Opern und Operetten auch Schlager der verschiedenen Jahrzehnte in das Repertoire aufgenommen worden sind. Großen Raum nahm bereits das Jubiläumsjahr 2005 ein. So wurde ein Festausschuss gebildet, der sich um die Feierlichkeiten im Oktober 2005 kümmern soll. Aus diesem Anlass sollte auch eine viertägige Fahrt nach Berlin in Angriff genommen werden. So beantragte der Vorstand bereits am 6. März bei der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Charlottenburg, zu der die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört, dort am 01. Oktober 2015 aufzutreten. Die in der Generalversammlung herrschende Aufbruchsstimmung wurde ein wenig getrübt als Klaus Stolle dem Chor mitteilte, dass der Sangesbruder Josef (Jupp) Offermann am 28. April im Alter von 77 Jahren verstorben ist. Der MGV konnte sich beim Trauergottesdienst mit einigen Liedern von ihm verabschieden. Nach dem Konfirmationssingen lud der Ev. Singkreis Wiefelstede am 16. Mai zum 54. Gemeindesängerfest in den Gasthof Rabe nach Wiefelstede ein. Der MGV hat mit den Liedern
– Die launige Forelle und
– Er ist der Herr
teilgenommen.
Mit dem Absingen am 17. Juni bei Helmut Warns verabschiedete sich der MGV in die Sommerpause. Ab Anfang September begann die Vorbereitung für das Konzert am 29. Oktober. Nach den in den Vorjahren gemachten guten Erfahrungen beließ man es nicht nur bei den Übungsabenden, sondern schob kurz vor dem Konzert vom 22. – 24 Oktober noch ein Trainingslager ein und ging mit dem gesamten Chor auf die Insel Baltrum. Dort hat sich der Chor nicht nur den Wind um die Nase wehen lassen sondern auch neben der Geselligkeitspflege kräftig am Konzertprogramm gearbeitet. Neben den Liedvorträgen des MGV war vorgesehen, dass Istvan Benkoczy und Helmuth Schall als Solisten am Klavier auftreten. Ebenso hatten Elina Knaus (Geige) und ihr Vater Vladimir (Cello) sowie Christine Zdarsky aus Gristede (Gesang) ihr Kommen zugesagt. Jörg Weden und Matthias Münter führten wieder gekonnt durch den Abend und hatten die Moderation übernommen. Der MGV war mit folgenden Liedbeiträgen zu hören und zu sehen:
– Ein Lied zieht hinaus in die Welt
– Lobt den Herrn der Welt
– Frieden, Quell des Lebens
– Er ist der Herr
– Die launige Forelle –Variationen über Schuberts Lied-
– Variationen über das Lied „Schwarzbraun ist die Haselnuss“
– Säuferballade
– `ne Stubenfliege
– Lachende Gesichter
Die NWZ berichtete am 2. November: „Liedertafel“ beweist große Vielseitigkeit. Der älteste Kulturträger der Gemeinde Wiefelstede überzeugte. Virtuos umrahmten Gäste das Konzert. Ob kirchliche oder weltliche Musik, ob traditionsreiches oder modernes Liedgut: Der Wiefelsteder Männerchor „Liedertafel 1880“ präsentiert ein Programm für jeden Geschmack. Ausgewogen in den Stimmlagen, präzise in den Einsätzen und mit einer überraschenden Dynamik begeisterte der Chor sein Publikum im voll besetzten Gasthof Rabe. Schwerstarbeit leistete dabei Dirigent Istvan Benkoczy. In der gut zweieinhalbstündigen Veranstaltung dirigierte er den Chor, spielte als Solist am Flügel (oder beidhändig mit Helmuth Schall) oder begleitete die Sopranistin Christine Zdarsky, den Cellisten Vladimir Knaus und dessen Tochter Elina (Geige).“ Bis zum Jahresende standen noch drei kleine Auftritte an. Zunächst am
– 14. November im Gottesdienst zum Volkstrauertag, dann am
– 03. Dezember mit den Liedern „Die launige Forelle“ und „Der alte
Frosch“ zur Einweihung des neuen Hallenbades in Wiefelstede und
– am 16. Dezember zu „Wort und Musik zum Advent“ in der
Wiefelsteder Kirche Nach „Wort und Musik zum Advent“ konnten die Sänger mit ihren Ehefrauen bei einem netten Weihnachtsessen im Vereinslokal das Gesangsjahr 2004 ausklingen lassen.
2005
Die Generalversammlung am 17. Februar hatte neben den Wahlen einiges an Berichten auf der Tagesordnung, die mit den Vorbereitungen für das Jubiläum zu tun hatten. Die Wahlen waren schnell abgehandelt. Matthias Münter (2. Vorsitzender), Heinz Waskönig (Notenwart) und Jörg Weden (Vereinsschreiber) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zunächst gab es einen großen Bericht zum bevorstehenden 125-jährigen Jubiläum. Die offizielle Feier wurde für den 21. Oktober vorgesehen. Hierzu erwarteten die Sänger Delegationen der verschiedenen Vereine sowie auch Angehörige aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Einen Tag später, am 22. Oktober, sollte der öffentliche Festball folgen. Als Besonderheit war vorgesehen, dass Gäste den Festball in Kostümen wie vor 125 Jahren besuchen können. Im Vorfeld der Jubiläumsfeier war vorgesehen, dass die Sänger vom 30.09.- 03.10.05 nach Berlin fahren und am 2. Oktober in der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche den Erntedankgottesdienst gesanglich begleiten. Damit noch nicht genug. Ferner wurde für das Jahr 2006 vom 29. Sept. bis 03. Oktober ein mehrtägiger Ausflug mit Konzertauftritt in Wiefelstedes polnischer Partnergemeinde Chocz angekündigt. Nach dem Konfirmationssingen am 17. April wartete am 14. Mai ein Grillabend bei Klaus Stolle in Borbeck. Dort gab es den ersten Kontakt mit Gästen aus der polnischen Gemeinde Chocz, die an den Tagen vorher Gäste im Wiefelsteder Rathaus waren. Der erste Kontakt verlief sehr harmonisch und im Verlauf des Abends wurde es durch den Verzehr eines polnischen Nationalgetränks immer geselliger. Am Gemeindesängerfest beteiligte sich der MGV am 22. Mai mit
– Variationen über das Lied „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ und
– der „Säuferballade“
Nach dem Saisonabschluss bei Fritz Nitz in der Danziger Straße verabschiedeten sich die Sänger in die Sommerpause. Nach der Sommerpause hieß es dann „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. Am 30. September ging es für 90 Reiseteilnehmer um 13.00 Uhr vom Betriebshof der Firma Imken los. Das Hotel Ambassador in Berlin wurde am frühen Abend erreicht. Für Samstag, 01. Oktober, hatten Jörg Weden und Klaus Stolle ein tolles Programm organisiert. Nach einer tagsüber umfangreichen Stadtrundfahrt ging es um 18.00 Uhr in das Kabarett „Distel“. Auf dem Programm stand mit „Zwischen den Polen“ Kabarett auf Berliner Art, was allen Beteiligten einen unterhaltsamen Abend bescherte. Das war aber noch nicht alles. Um 20.30 Uhr ging es zum Reichstag. Nach einer ausführlichen Eingangskontrolle konnte von der Besuchertribüne der Plenarsaal besichtigt werden, wo ein informativer Vortrag über die Arbeit des Deutschen Bundestages und über die Geschichte des Reichstages wartete. Beeindruckt, einmal im Reichstag gewesen zu sein, endete der Besuch mit der Besteigung der Reichstagskuppel und einem atemberaubenden Blick über das nächtliche Berlin. Der Sonntag, 02. Oktober, begann mit einem Stadtgang durch Berlin-Mitte. Die Tour führte durch das „Scheunenviertel“, einem Teil Berlins mit jüdischer Tradition, und endete in der Nähe der Humboldt-Universität. Viele Reiseteilnehmer waren beeindruckt diesen Teil Berlins zu Fuß kennen gelernt zu haben. Um 18.00 Uhr wartete dann die Mitwirkung des Chores beim Abendgottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Im Vorfeld hatte es schon regen Schriftverkehr mit der Kirchenverwaltung gegeben ob und was der Chor in der Kirche überhaupt singen darf. So hat z.B. die Kirchenverwaltung darum gebeten, dass der MGV das Lied „Morgenrot“ nicht singt. Zum Vortrag gebracht wurden folgende Lieder:
– Frieden, Quell des Lebens
– Lobt den Herrn der Welt
– Herr, deine Güte reicht so weit
– Herr, unser Gott
– Dona nobis pacem und
– Segne, o Herr
Wichtig war den Sängern, dass in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz gesungen werden durfte. Einer Kirche, die im zweiten Weltkrieg 1943 stark beschädigt wurde, die 1961 wieder eingeweiht und heute, mittlerweile mehrfach saniert, ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung darstellt. Beeindruckend war dabei schon beim Einsingen die Akustik in der Kirche. Der Gottesdienst und die Liedvorträge werden vielen Sängern, aber auch den übrigen Teilnehmern aus der Reisegruppe, in bleibender Erinnerung bleiben. Noch heute läuft dem einen oder anderen Sänger ein „wohliges Schauer“ über den Rücken. Am Montag, 3. Oktober, musste schon wieder die Heimreise angetreten werden. Dabei gab es einen Abstecher über Potsdam zunächst zum Schloss „Sanssouci“, wo eine Besichtigung wegen des Tages der Deutschen Einheit nicht möglich war, und später zum geschichtsträchtigen Schloss „Caecilienhof“, wo am 17.07.1945 die Potsdamer Konferenz stattgefunden hat. Hier gab es eine Besichtigung. Jeder konnte sich überzeugen wo 1945 Churchill, Truman und Stalin gesessen haben. Danach ging es Richtung Heimat und gegen 18.30 Uhr wurde mit vielen neuen Eindrücken und gut gelaunt Wiefelstede wieder erreicht. Der 125. Geburtstag Gerade wieder zu Hause ging es zum nächsten Höhepunkt. Ein extra gegründeter Festausschuss hatte das Jubiläum von langer Hand vorbereitet. Jörg Weden und Matthias Münter hatten es übernommen, das Programm zur Festveranstaltung zusammenzustellen. So war eine Festschrift mit den Schwerpunkten aus den letzten 25 Jahren des Vereinslebens erstellt worden. Wer in Kostümen „wie vor 125 Jahren“ kam, nahm automatisch an einem Wettbewerb teil und hatte die Möglichkeit dafür einen Preis zu bekommen. Die Kosten sollten durch eine Tombola abgedeckt werden. Zum Festball sollten keine Künstler verpflichtet werden, dafür sollte vom Verein eine „musikalische Zeitreise“ unternommen werden. Jörg Weden hatte es übernommen, die örtlichen Vereine, die Gesangvereine aus der Umgebung, sowie Vertreter des öffentlichen Lebens einzuladen. Am 21. Oktober war es soweit. Viele Gäste waren gekommen. Der Saal in Rabes Gasthof war bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit „Klänge der Freude“ eröffneten die Sänger des MGV Liedertafel den Festabend. Klaus Stolle begrüßte die Gäste im Namen aller Sänger und dankte für das zahlreiche Kommen. Es folgten Christina Zdarsky (Gesang) und Istvan Benkoczy (Klavier) mit dem Lied „Höre ich Zigeunergeigen“ der „Gräfin Mariza“ und mit „Wien, du Stadt meiner Träume“. Danach folgten einige Grußworte. Bürgermeister Helmut Völkers hob das professionelle Können des Chores hervor. Der stellvertretende Landrat Jochen Finke würdigte die Kameradschaft der Sänger und deren soziales Engagement. Pastor Manfred Kahl begrüßte die gute Zusammenarbeit des Chores mit der Kirche. Edzard Pauly vom Ortsbürgerverein Wiefelstede wusste „Die Sänger gewinnen die Herzen der Zuhörer“. Auf Plattdeutsch und in Gedichtform gratulierte Dieter Buschmann seitens der Gemeindechöre. Als Festredner war der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Karl Heinz Funke aus Varel gekommen. Er ging auf die Bedeutung der Vereine ein. Sie und damit auch die „Liedertafel“ würden dazu beitragen, dass sich Menschen auch in Zeiten von Irrungen und Wirrungen zusammenfinden. Junge Leute würden an Kultur, Tradition und Werte herangeführt. Gerade in Zeiten der Globalisierung müssten sich Menschen in Vereinen geborgen fühlen. Die Pflege des Gesangs sei gerade in einer Zeit wichtig, in der Kunst oft zur Massenware verkomme. Die „Liedertafel“ habe unendlich viel für die Gemeinschaft getan. Jörg Weden und Matthias Münter erinnerten humorvoll, aber auch zum Nachdenken anregend, an die Geschichte des Chores, der die Zeitsprünge mit Liedern der jeweiligen Epoche untermalte: vom Volkslied über „Veronika der Lenz ist da“ bis zum „Griechischen Wein“. Zum Abschluss des Festabends konnte Klaus Stolle noch zwei Ehrungen vornehmen. Zunächst zeichnete er Karl-Heinz Tapken für 50-jährige Mitgliedschaft im MGV „Liedertafel“ aus. Danach ehrte er Istvan Benkoczy, der seit 20 Jahren den Chor dirigierte und dem es in erster Linie zu verdanken war, dass der Chor nicht nur Volkslieder singt, sondern über ein Repertoire von der Klassik über die Operette bis hin zum Schlager verfügt. Die NWZ berichtete am 24. Oktober: „Mit Musik durch die Geschichte. Männergesangverein „Liedertafel“ gewinnt Herzen der Zuhörer. Seit 125 Jahren bereichert der Chor das kulturelle Leben in der Gemeinde Wiefelstede. Festredner würdigten das Engagement“. Es folgte am nächsten Abend der Festball in Rabes Gasthof. In einem kurzen Rückblick wurde auch hier die 125-jährige Vereinsgeschichte kurz dargestellt und mit Liedern ihrer Zeit untermalt. Anschließend spielte bis in die Nacht hinein die „Late-Night-Showband“ und es gab genügend Möglichkeiten das Tanzbein zu schwingen. Zum Jahresende verfasste der Vorstand ein Rundschreiben an die Sänger, bedankte sich für den Einsatz im Jubiläumsjahr und betonte, dass sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende entgegen neigt und es an der Zeit ist zu verschnaufen und durchzuatmen.
2006
Auf der Generalversammlung am 16. Februar herrschte eine ausgesprochen gute Stimmung. Einhelliger Eindruck war, dass das Jubiläumsjahr zu den erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte gehörte. Hervorgehoben wurde noch einmal die Fahrt nach Berlin mit dem Auftritt in der Gedächtniskirche sowie dem Blick von der Reichstagskuppel auf das nächtliche Berlin. Ebenso die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum, die von allen Sängern sehr positiv bewertet wurden. Die Wahlen waren sehr schnell abgehandelt. Klaus Stolle (1. Vorsitzender) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. In die Zukunft wurde auch geschaut. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen dabei die vom 29.09. – 03.10. vorgesehene Fahrt in die polnische Partnergemeinde Chocz sowie das am 13. Oktober geplante Konzert. Bis zur Sommerpause gab es noch einige Auftritte. Angefangen am 23. April mit dem Konfirmationssingen in der Wiefelsteder Kirche. Dann am 21. Mai beim Gemeindesängerfest in Spohle mit den Liedern
– Der alte Frosch und
– Auf einem Baum ein Kuckuck saß
Schließlich trafen sich die Sänger am 22. Juni beim Sangesbruder Wolfgang Schmeier zum Absingen in die Sommerpause. Wer gedacht hatte, dass der nächste Singabend Anfang September sein würde sah sich getäuscht. Mit großer Betroffenheit mussten die Sänger zur Kenntnis nehmen, dass ihr Sangesbruder Fritz Nitz am 14. Juli im Alter von 78 Jahre verstorben ist. Zum Abschied begleiteten die Sänger den Trauergottesdienst in der Wiefelsteder Kirche. Am Freitag, 29. September, ging es dann in den Bus Richtung Polen. Nach einer Zwischenübernachtung in Gorzow erreichte die 54-köpfige Reisegruppe am Sonnabend, 30. September, um die Mittagszeit herum die polnische Partnergemeinde Chocz. Begleitet wurde der Chor von Anton (Toni) Marcinek aus Wiefelstede, der aufgrund seiner polnischen Abstammung und seiner Sprachkenntnisse eine große Hilfe war. Er war schon im Vorfeld bei den Übungsabenden dabei, um beim polnischen Lied „Kukuleczka“ den Sängern den Text näher zu bringen. Ihm gefiel die Zusammenarbeit mit dem MGV so gut, dass er nach der Rückkehr aus Chocz als aktiver Sänger dem MGV beitrat. Zwei Konzertauftritte waren vorgesehen. Gleich am ersten Abend im Kulturzentrum der Kreisstadt Pleszew und einen Tag später in der Franziskaner-Kirche in Chocz. Während sich in Pleszew das Zuschauerinteresse in Grenzen hielt war der Andrang in Chocz so groß, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Am Ende wurden die Sänger mit stehenden Ovationen gefeiert. Chorleiter Istvan Benkoczy war von der Leistung der Sänger sehr angetan. Besonders ins Herz geschlossen haben die polnischen Zuschauer Michaela Grüß, die den Chor begleitete und am Klavier ihr Können zeigen konnte. Die Moderation bei den Konzerten hatten Jörg Weden und Matthias Münter unterstützt von zwei Dolmetscher/innen übernommen. Den Konzertauftritten schlossen sich am ersten Tag im Hotel und am zweiten Tag im Kulturzentrum von Chocz jeweils ein Abendessen mit Vertretern der Gemeinde Chocz an. Im Kulturzentrum kamen auch Vertreter/innen von der örtlichen Feuerwehr und den Vereinen hinzu. Die Sänger lernten an diesen Abenden polnische Gastfreundschaft kennen. Angefangen vom Bürgermeister bis hin zum Schulleiter und dem Chef der Feuerwehr suchten alle den Kontakt zu den Sängern. Dabei blieb es natürlich nicht aus, dass auch das eine oder andere polnische Nationalgetränk gemeinsam getrunken wurde. Nach den Konzertauftritten verlief der Montag mit einer Fahrt nach Kalisz (älteste Stadt Polens) etwas ruhiger. Nach der Rückkehr ins Hotel gab es zum Abschluss in Zawdowice im Restaurant „Alter Pferdestall“ ein abschließendes Abendessen und am Dienstag ging es nach dem Frühstück wieder zurück nach Wiefelstede. Wieder zu Hause stand am 13. Oktober das Konzert in Rabes Gasthof an. Nur gut, dass der Chor auf die Lieder zurückgreifen konnte die er bereits bei den Auftritten in Polen gesungen hatte. Als Solisten hatte sich der Chor neben seinem Dirigenten Istvan Benkoczy Michaela Grüß (Klavier), sowie Elina und Vladimir Knaus eingeladen. Die Moderation hatte Matthias Münter übernommen. Neben einigen kirchlichen Liedern, die im Vorfeld des Polenbesuchs einstudiert worden waren, kamen insbesondere nach der Pause auch fröhlichere Klänge zum Vortrag. Folgende Lieder wurden vorgetragen:
– Lachende Welt
– Segne, o Herr
– Herr, deine Güte reicht so weit
– Herr, unser Gott
– Dona nobis pacem
– Wochenend und Sonnenschein
– Badetag
– Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
– Lieder können wahre Freunde sein
– Auf einem Baum ein Kuckuck saß
– Kukuleczka und
– Lachende Gesichter
Die NWZ berichtete am 17.10.2006: „Stimmgewaltiges Heimspiel“. MGV „Liedertafel 1880“ Wiefelstede überzeugt bei Rabe. Der Chor trat unter der Leitung seines Dirigenten Istvan Benkoczy auf. Während zunächst ruhigere Stücke dominierten, wurde es in der zweiten Hälfte fröhlicher“. Zum Ende des Konzertes standen noch zwei Ehrungen an. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Klaus Stolle geehrt. Matthias Münter erhielt eine Ehrung für 30-jährige Mitgliedschaft. Zwei Veranstaltungen standen bis zum Jahresende noch an. Am 19. November das Singen zum Volkstrauertag und am 14. Dezember der Auftritt bei Wort und Musik zum Advent. Nach Wort und Musik zum Advent trafen sich die Sänger mit ihrer Ehefrauen zum Jahresabschlussessen im Vereinslokal und konnten auf ein erfolgreiches und erlebnisreiches Jahr 2006 zurückblicken.
2007
Auf der Generalversammlung am 15. Februar gab es zunächst einen ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2006. Hierbei wurde die Fahrt in die polnische Partnergemeinde Chocz ganz besonders hervorgehoben und den beiden Hauptorganisatoren Klaus Stolle und Jörg Weden dafür gedankt. Bei den Wahlen verzichteten Matthias Münter (stv. Vorsitzender) und Vereinsschreiber Jörg Weden auf eine erneute Kandidatur. Gewählt wurden:
– Maik Weden zum neuen stv. Vorsitzenden
– Dieter Zoch zum neuen Vereinsschreiber sowie
– Heinz Waskönig zum Notenwart
Klaus Stolle gratulierte Maik Weden und Dieter Zoch zur Wahl in den Vorstand und dankte Matthias Münter und Jörg Weden für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit. Ein weiterer Punkt war die Erstellung einer Homepage. Dem wurde einstimmig zugestimmt. Maik Weden und Jörg Weden jun. erklärten sich bereit, die entsprechenden Vorarbeiten zu leisten. Gerd Schweers, Jochen Steiner und Toni Marcinek fuhren vom 23. – 25. März nochmals nach Chocz. Sie hatten erkannt, dass eine Behindertenwerkstatt in Chocz nur sehr unzureichend mit Werkzeug ausgestattet war. Auf ihrer Fahrt hatten sie einiges an Werkzeug im Gepäck und haben es persönlich vor Ort abgeliefert und zum Teil auch aufgebaut. Nach dem Konfirmationssingen am 29. April fand am 20. Mai das Gemeindesängerfest in Rabes Gasthof statt. Ausrichter war der MGV Liedertafel. Teilnehmende Chöre waren:
– Spatzenchor
– MGV Liedertafel
– Shantychor Neuenkruge/Borbeck
– Gemischter Chor Spohle
– Evangelischer Singkreis
– Jugendchor
– Schulband der Haut- u. Realschule Wiefelstede
– MGV Bokel
– MGV Borbeck
Durch die Vielfalt der Lieder ergab sich ein sehr schönes Gemeindesängerfest was allen teilnehmenden Chören gefallen haben dürfte. Der Rest des Jahres verlief sehr entspannt. Am 27. Mai hatte der Chor Besuch aus Chocz. Bei einer kleinen Kaffeetafel wurde gemeinsam mit Bürgermeister Marian Wielgosik auf die letztjährigen Konzerte des MGV in Chocz zurückgeblickt. Am 3. Juni wurde in Wiefelstede Dorffest und das 950-jährige Jubiläum gefeiert. Der MGV hat mit einigen Liedern zum Jubiläum beigetragen. Schließlich verabschiedeten sich die Sänger am 30. Juni bei Friedrich Schmacker mit dem Absingen in die Sommerpause. Am 9. September feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr Jubiläum. Das Fest begann mit einem Gottesdienst im Feuerwehrhaus, welches der MGV mit einigen Liedern begleitete. Mit dem Singen zum Volkstrauertag am 18. November sowie der Beteiligung bei Wort und Musik zum Advent am 6. Dezember folgten noch zwei Veranstaltungen, an denen der MGV teilnahm. Mit dem Jahresabschlussessen am 13. Dezember im Vereinslokal beendete der MGV das Gesangsjahr 2007.
2008
Auf der Generalversammlung am 14. Februar wurden Klaus Stolle (1. Vors.) und Dieter Jürgens (Kassenwart) in ihren Ämtern bestätigt. In einem kleinen Ausblick auf das Programm dieses Jahres wurde das am 14. November anstehende Konzert hervorgehoben. Breiten Raum nahmen kritische Töne zum Gemeindesängerfest ein, ob dieses noch zeitgemäß sei. Auch gab es grundsätzliche Stimmen zur Liedauswahl. Hier wurde vorgeschlagen, dass aus jeder Stimme ein „Beauftragter“ benannt wird, der dem Dirigenten Liedvorschläge unterbreiten soll die besser in die heutige Zeit passen. Bis zur Sommerpause nahm der MGV am 20. April am Konfirmationssingen und am 18. Mai bei Martens in Bokel am Gemeindesängerfest teil. Nach dem Absingen am 19. Juni bei Gerd Schweers ging es dann in die Sommerpause. Nach der Sommerpause ging es dann für die Konzertvorbereitung vom 24. – 26. Oktober zunächst in ein kleines Trainingslager in das Europahaus nach Aurich. Bestens vorbereitet wurde dann das Konzert am 14. November, wie immer in Rabes Gasthof, angegangen. Als Solisten wirkten Gabriela Paterson (Violine) und Vladimir Knaus (Cello) mit. Beide wurden bei ihren Auftritten von Istvan Benkoczy am Klavier begleitet. Die Moderation übernahm auf humorvolle Weise der Sangesbruder Jörg Weden. Der MGV überzeugte mit folgenden Liedern:
– Sing mit uns
– Das Wort heißt Frieden
– Mamma Mia
– Lachende Gesichter
– Als Freunde kamen wir
– Wie ist die Welt so schön
– Espagna ole
– Copacabana
– Bierlied
– Freunde, das ist Musik
Die NWZ berichtete am 18. November: „Liedertafel unterhält prächtig. Männergesangverein gestaltet in Wiefelstede kurzweiligen Abend. Vladimir Knaus und Gabriella Paterson gaben dem Abend wieder eine besondere Note.“ Mit dem Singen zum Volkstrauertag am 16. November sowie der Teilnahme bei Wort und Musik zum Advent am 11. Dezember mit anschließenden Essen klang das Gesangsjahr 2008 aus.
2009
Auf der Generalversammlung am 12. Februar wurden Maik Weden (Stv.
Vorsitzender) und Dieter Zoch (Vereinsschreiber) in ihren Ämtern bestätigt.
Nachdem Heinz Waskönig nicht wieder kandidierte wurde Gerd Lück zum neuen 2. stv. Vorsitzenden/Notenwart gewählt. Klaus Stolle bedankte sich bei Heinz Waskönig für seine jahrelange, vertrauensvolle und harmonische Zusammenarbeit und wünschte Gerd Lück viel Erfolg bei Ausübung seines neuen Amtes. Festgelegt wurde, dass es in diesem Jahr wieder einen mehrtägigen Ausflug geben soll. Zum Ausflugsziel auserkoren wurde Dresden. Die ersten Singabende waren gerade vorbei, als die Männer des MGV die traurige Botschaft erhielten, dass ihr Sangesbruder Toni Marcinek, der den MGV als Dolmetscher nach Polen begleitete und danach als aktiver Sänger zum Gesangverein kam, am 7. April ganz plötzlich im Alter von 62 Jahren gestorben ist. Der MGV begleitete den Trauergottesdienst mit einigen Liedern. Im weiteren Jahresverlauf folgte am 26. April das Konfirmationssingen in der Wiefelsteder Kirche und am 3. Mai die Teilnahme am Gemeindesängerfest in Bokel. Das Absingen zur Sommerpause fand am 11. Juni bei Klaus Görke in Lehe statt und das Ansingen nach den Sommerferien am 27. August bei Dieter Grüß in Wiefelstede. Im Oktober ging es dann nach Dresden. Untergebracht in einem schönen Hotel im Dresdner Stadtteil Altkötschenbroda direkt an der Elbe erlebten die Sänger ein schönes verlängertes Wochenende. Eine große Stadtrundfahrt sowie ein Ausflug nach Bad Schandau sowie nach Meißen machten den Ausflug zu einem Erlebnis. Höhepunkt war ein Stadtrundgang in Dresden mit einem Besuch der Frauenkirche. Obwohl der MGV von offizieller Seite keine Genehmigung hatte in der Frauenkirche singen zu dürfen, gab der Stadtführer den Tipp, sich als Gesangverein doch einfach vor den Altar zu stellen und zwei Lieder zu singen. Es werde schon niemand kommen und das unterbinden. Dieser Vorschlag wurde dann auch beherzigt. Die Sänger betraten die von vielen Touristen besuchte Kirche, stellten sich vor dem Altar auf, waren beeindruckt von dem touristischen Treiben und fingen, dirigiert von Isidoro Abramowitsch da Istvan Benkoczy nicht mit nach Dresden gefahren war, mit dem ersten Lied an zu singen. Mit den ersten Gesangstönen wurde es ruhig in der Kirche. Alle Besucher lauschten andächtig dem Gesang des MGV, der durch die Akkustik in der Kirche großen Eindruck hinterließ. Die zutiefst beeindruckten Sänger gaben mit einem Schauer auf dem Rücken ihr Bestes und genossen nach den vorgetragenen Liedern den Applaus der dann wieder erwachten Kirchenbesucher. Wieder zu Hause angekommen gab es am 15. November zum Volkstrauertag und am 03. Dezember bei Wort und Musik zum Advent noch zwei Auftritte in der Wiefelsteder Kirche. Mit dem Weihnachtsessen am 10. Dezember und der Teilnahme beim „Lebendigen Adventskalender“ im Garten von Sangesbruder Helmut Warns wurde das konzertlose Gesangsjahr 2009 abgeschlossen.
2010
Erstes Großereignis war am 11. Februar die Generalversammlung. Klaus Stolle (1. Vorsitzender) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde beschlossen,
– dass der MGV dem Deutschen Chorverband beitritt,
– sich mit neuem Hemd und Krawatte ausstattet,
– für die in diesem Jahr am 5. und 19. November vorgesehenen
Konzerte als Trainingslager das Hotel „Huntetal“ in Wildeshausen aussucht und
– gemäß Satzungsänderung es zukünftig keinen Schriftführer mehr
geben wird sondern einen Vereinsschreiber Bis zur Sommerpause standen noch zwei Auftritte an. Zum einen am 18. April beim Konfirmationssingen und am 2. Mai beim vom Evangelischen Singkreis im Gasthof Rabe ausgerichteten Gemeindesängerfest. Das Absingen vor der Sommerpause fand während der Fußball WM am 24. Juni bei Tim Unger im Pastorengarten statt und das Ansingen am 26. August bei Dieter Grüß in der Stahlstraße. Nach der Sommerpause ging es Richtung Konzertauftritte am 5. Nov. in Rabes Gasthof in Wiefelstede und am 19. Nov. im Kulturzentrum Ofenerdiek. Das schon obligate Trainingslager wurde vom 29. – 31. Oktober im Hotel „Huntetal“ in Wildeshausen abgehalten. Neben eifrigem Training gab es einen Nachtwächtergang in der Wildeshauser Innenstadt. An nächsten Abend konnte der Wildeshauser Meisterbrief erworben werden. Alles in allem ein trainingsintensives aber auch unterhaltsames Wochenende. Als Solisten wirkten
– neben Istvan Benkoczy noch
– Gabriella Paterson (Violine)
– Vladimir Knaus (Cello) und erstmalig
– Tjark Pinne am Klavier mit.
Ebenfalls erstmalig dabei waren einige Sängerinnen vom Wiefelsteder Gospelchor Soul Inside. Die Moderation übernahm in seiner gewohnt humorvollen Art Jörg Weden. Seitens des MGV wurden vor vollem Haus folgende Lieder vorgetragen:
– Klänge der Freude
– Über den Wolken
– La Paloma
– Rot ist der Wein
– Valencia
– Das macht die Berliner Luft
– Ave Maria (zusammen mit Soul Inside)
– Pieta Signore
– Mein Papagei frisst keine harten Eier
– Ich hab das Fräulein Helen baden ´sehn
– My Way
– Danke für die Lieder
– Lachende Gesichter
Die NWZ berichtete am 8. Nov. sie folgt: „Liedertafel 1880 begeistert Publikum. Es wurden heitere, andächtige und englische Lieder gesungen.“ Am 19. Nov. ging es mit diesem Programm in das Kulturzentrum Ofenerdiek nach Oldenburg. Der Zuschauerzuspruch hielt sich in Grenzen. Man konnte merken, dass es sich um ein „Auswärtsspiel“ handelte. Die Sänger des MGV meisterten aber auch diese Prüfung und lieferten dort einen respektablen Konzertauftritt ab. Mit den Auftritten am 14. Nov. beim Singen zum Volkstrauertag und Wort und Musik zum Advent am 9. Dezember ließ der MGV das Jahr 2010 ausklingen.
2011
Die Generalversammlung brachte am 10. Februar zwei Änderungen im Vorstand. Maik Weden (1. stv. Vorsitzender) und Dieter Zoch (Vereinsschreiber) kandidierten aus beruflichen Gründen nicht erneut. Zu ihren Nachfolgern wurden ihre Vorgänger gewählt. Matthias Münter übernahm das Amt des 1. stv. Vorsitzenden und Jörg Weden das des Vereinsschreibers. Klaus Stolle dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit und ihren Nachfolgern dafür, dass sie sich bereit erklärt hatten, die Ämter zu übernehmen. Neben den Vorstandswahlen wurde vom Musikausschuss berichtet, dass man versucht habe geeignetes Liedgut zu sichten. Dieses habe man Istvan zur Sichtung vorgelegt. Dazu Zitat Istvan: „Da ist viel Brauchbares dabei, reicht für vier Jahre“. Es folgte am 8. Mai das Konfirmationssingen und am 29. Mai das vom Shanty-Chor Neuenkruge-Borbeck im Gasthof Rabe ausgerichtete 61. Gemeindesängerfest. Hieran beteiligte sich der MGV mit den Liedern
– La Paloma und
– Das macht die Berliner Luft.
Bis zur Sommerpause folgten noch zwei Termine. Zum einen am 16. Juni das Absingen bei Fritz Peters und am 25. und 26. Juni die Teilnahme am Dorffest. Beim Dorffest war der MGV mit einem Weinstand vertreten und hat die Vereinskasse ein wenig aufgebessert. Nach der Sommerpause hieß es zunächst Ansingen bei Dieter Grüß und danach ging es vom 30. September bis 3. Oktober zu einem mehrtägigen Ausflug nach Stralsund. Sehr gut von Klaus und Irmgard Stolle vorbereitet ging es am ersten Tag zunächst bis Kühlungsborn. Von dort aus wurde ein kleiner Teil der Strecke mit der Mecklenburgischen Bäderbahn „Molli“ bis nach Bad Doberan zurückgelegt, wo der Bus der Firma Imken wartete und die Gruppe dann nach Stralsund beförderte. Am zweiten Tag wartete ein Stadtgang durch die Altstadt von Stralsund, der die Reisegruppe auch ins Ozeaneum führte. Der dritte Reisetag sah eine Tagesfahrt auf dem Darß vor, dem sich von Prerow aus eine Schiffstour anschloss, bei der die Möglichkeit bestand, in der weiten Boddenlandschaft tausende von Kranichen zu beobachten. Bei dieser Fahrt durfte es natürlich nicht an Gesangsauftritten fehlen. Klaus Stolle hatte diese, dirigiert von Istvan Benkoczy, zunächst in der Kirche St. Nikolai in Stralsund, einen Tag später in der Seefahrer-Kirche in Prerow und bei der Rückreise im Dom von Güstrow vorgesehen. Alle drei Auftritte haben Spaß gemacht und das zufällig in den Kirchen Publikum zeigte sich sehr angetan. Zurück in Wiefelstede wartete der Sängeralltag mit den allwöchentlichen Übungsabenden und am 5. November mit einem zusätzlichen Übungsnachmittag. Dieses war auf der Generalversammlung angeregt worden und wurde dazu genutzt, im Vorgriff auf das Konzert 2012 bei einigen Liedern schon mal ein wenig Feinschliff zu betreiben. Das Jahr endete dann mit den Auftritten beim
– Volkstrauertag am 13. November, Wort und Musik am 08. Dezember
und mit dem Jahresabschlussessen im Vereinslokal
2012
Die Generalversammlung brachte bezüglich der Zusammensetzung des Vorstandes keine Änderungen. Klaus Stolle (Liedervater) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der vorgesehene Terminplan sollte ein ereignisreiches Gesangsjahr einläuten. Zu einem kleinen Konflikt kam es beim Bericht des Musikausschusses. Konnte sich Istvan Benkoczy im vergangenen Jahr noch mit den vorgeschlagenen Liedern anfreunden und berichten, dass die ausgesuchten Lieder für die nächsten vier Jahre reichen, so schrieb die NWZ am 14. Februar über sein neuerliches Resume: „Die Frage ist immer: Was können wir am besten? Wir müssen uns gut überlegen, in welche Richtung wir gehen wollen.“ Genau das war es. In welche Richtung sollte es gehen. Dazu gab es in den späteren Monaten und Jahren des Öfteren noch Gesprächsbedarf. Nichtsdestotrotz gingen die Sänger gut gelaunt in das neue Gesangsjahr. Zunächst ging es in die Firma Lager 3000 nach Wiefelstede. Firmenchef Heinz Riemer hatte eingeladen ließ es sich nicht nehmen eine hochinteressante Betriebsführung durchzuführen. Danach folgten bis zur Sommerpause
– am 22. April das Konfirmationssingen in der Wiefelsteder Kirche
– am 20. Mai das Gemeindesängerfest mit den vom MGV
vorgetragenen Liedern Viva musica mundi, Yesterday und Wir wollen Freunde sein und
– schließlich am 2. Juni die Teilnahme am Chorfest im „Park der
Gärten“
Im „Park der Gärten“ gelang den Sängern des MGV vor zahlreichem Publikum und vielen anderen Chören ein beeindruckender Auftritt. Folgende Lieder wurden zu Gehör gebracht:
– Viva, musica mundi
– Die Forelle (Schubert)
– Eine kleine Nachtforelle (Mozart)
– Der Freifisch (Weber)
– Yesterday
– Cabaret
– Lobt den Herrn der Welt
– Über den Wolken
– Bierlied
– Wir wollen Freunde sein für´s ganze Leben
Da Istvan Benkoczy am Tag des Auftritts im Park der Gärten seinen 75.
Geburtstag feierte ließ es sich Klaus Stolle und Fritz Badge nicht nehmen im Namen des Chores ein Geschenk zu überreichen. Kurz vor der Sommerpause gab es noch zwei Feste zu feiern. Zum einen am 16. Juni in Borbeck der 125. Geburtstag von Klaus und Irmgard Stolle und am 21. Juni das Absingen bei Heiner Helms in Ofenerdiek. Bevor es nach der Sommerpause am 6. September mit dem ersten Singabend wieder losging gab es vorher, wo sonst auch, bei Dieter Grüß das Ansingen. Danach hieß es sich fitmachen für die am 2. November im Vereinslokal und am 16. November in der Grundschule Metjendorf vorgesehenen Konzerte. Vorher ging es noch zu einem Kaffee-Lied-Nachmittag des Drielaker Männerchors. Dieser Auftritt wurde mit einigen neuen Liedern auch als kleine Generalprobe für die anstehenden Konzerte angesehen. Der MGV hat mit seiner Darbietung bei den übrigen Chören und beim Publikum Eindruck gemacht und konnte mit seiner Vorstellung mehr als zufrieden sein. Danach ging es wieder in das Europahaus nach Aurich, wo vom 26. – 28. Oktober ein kleines Trainingslager durchgeführt wurde, um für die Konzerte bestens vorbereitet zu sein. Das Konzert in Wiefelstede fand vor ausverkauftem Haus statt. Als Solisten waren neben Istvan Benkoczy noch Gabriella Paterson (Violine) und Helmut Schall (Klavier) gekommen. Die Auftritte von Gabriella Paterson waren mit ein Höhepunkt. Begleitet von Istvan Benkoczy zeigte sie was für ein musikalisches Potential sie mit ihrer Violine hat. Der MGV trat mit folgenden Liedern auf:
– Viva, musica mundi
– Blauer Mond
– Yesterday
– Cabaret
– Wir wollen Freunde sein
– Maria durch ein Dornwald ging
– Herr der Herrlichkeit
– Bei Nacht
– Variationen des Liedes „Die launische Forelle“
– Gute Nacht Freunde
– Lachende Gesichter
Am Rande des Konzertes wurden geehrt: Peter Fenselau für 25-jährige Mitgliedschaft im MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede Manfred Bartels, Werner Kirchner und Heinrich (Heiner) Helms für 50-jährige Mitgliedschaft in Chören der Region sowie Oskar Wach der es sogar auf 60 Jahre Mitgliedschaft in verschiedenen Chören der Region brachte Da Konzertprogramm wurde 14 Tage später in der Aula der Grundschule Metjendorf noch einmal aufgeführt. Für die verhinderte Gabriella Paterson trat Barbara Martyna-Lauerwald auf. Das Konzert war auch sehr gut, nur hätten es gerne ein paar Zuschauer mehr sein können. Schließlich endete das Gesangsjahr 2012 am 6. Dezember mit dem Auftritt bei Wort und Musik zum Advent sowie am 13. Dezember mit dem Jahresabschlussessen im Vereinslokal.
2013
Die Generalversammlung am 13. Februar verlief sehr unspektakulär. Bei den Vorstandswahlen blieb alles beim Alten. Es wurden ein Ausblick gewagt auf die vom 3.-6. Mai anstehende Fahrt nach Polen und auf den am 20. September in vier Wiefelsteder Gaststätten vorgesehenen Rundgesang. Für die Fahrt nach Polen und für das dort vorgesehene Konzert war kräftiges Üben angesagt. Den ersten Auftritt hatte der MGV bereits am 24. Februar mit dem Konfirmationssingen, welches in diesem Jahr deutlich früher im Jahresablauf stattfand, da die St. Johannes-Kirche renoviert wurde. Am 3. Mai ging es begleitet von Bürgermeister Helmut Völkers und seinem designierten Nachfolger Jörg Pieper in die polnische Partnergemeinde Chocz. Helmut Völkers, der in diesem Jahr in Pension gegangen ist, wollte die Gelegenheit nutzen, sich von seinem polnischen Bürgermeisterkollegen Marian Wielgosik zu verabschieden. Der 3. Mai ging ausschließlich für die Anreise drauf. Der 4. Mai begann damit, dass ein Ausflug nach Posznan mit Stadtführung und anschließender Zeit zur freien Verfügung unternommen wurde. Die Stadt war beeindruckend und die Sänger mit ihren Ehefrauen waren sehr angetan. Nach der Rückkehr ins Hotel hieß es Einsingen für das um 19.00 Uhr im Kulturhaus vorgesehene Konzert. Das Konzert selber war sehr gut besucht. Jörg Weden hatte, unterstützt von der Dolmetscherin Agatha Wechmann, die Moderation übernommen. Folgende Lieder wurden zum Vortrag gebracht:
– Viva, musica mundi
– Wir wollen Freund sein
– Wo meine Sonne scheint (Harry Belafonte)
– Forellenvariationen (Schubert, Mozart, Wolga-Forelle, Forelle
Italiana, Weber: Der Freifisch Eine erste Pause wurde dann dazu genutzt dem Publikum Bilder aus Wiefelstede zu zeigen und zu erklären. Nach der Pause ging der Liedvortrag mit folgenden Liedern weiter:
– Hallelujah, sing ein Lied
– Über den Wolken
– Nabucco (Chor der Gefangenen)
– My Way
In der nächsten Pause brachte der Ehemann unserer Dolmetscherin ein viel beachtetes Klaviersolo zum Besten. Bis zum Konzertende sang der MGV noch folgende Lieder:
– Jeder neue Tag
– Yesterday
– Cabaret
– Ja, das mit der Liebe
– Blauer Mond
– Bei Nacht
– Bierlied
– Klänge der Freude und
– Lachende Gesichter
– Zugabe: Kukuleczka (polnisches Lied)
Der Beifall war riesengroß und hat allen Sängern sehr gut getan.
Danach war gegen 20.45 Uhr ein Abendessen mit polnischen Gästen vorgesehen. Das Essen, die kalten Getränke und die polnische Gastfreundschaft ließen es zu einem langen Abend werden, der auch nach Rückkehr im Hotel noch seine Fortsetzung fand. Am Sonntag, 5. Mai, war für einige Sänger zunächst das Ausschlafen angesagt. Um 12.00 Uhr ging es zum Gottesdienst in die Ev. Kirche Kazmierka. Den Gottesdienst gestalteten sehr beeindruckend unser Sangesbruder und Pastor Tim Unger zusammen mit seinem polnischen Amtsbruder Michal Kühn. Zurück in Wiefelstede wartete am 26. Mai das vom Gospelchor Soul Inside ausgerichtete Gemeindesängerfest in Rabes Gasthof. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Viva, musica mundi
– Wo meine Sonne scheint und
– Halleluja, sing ein Lied
Um die Kasse ein wenig aufzufüllen sang der MGV am 16. Juni mit einem Teil des Konzertprogramms aus 2012 in der Kurbetriebsgesellschaft in Bad Zwischenahn. Nach dem Absingen am 20. Juni bei Hans-Georg Schultze in Ofenerfeld und dem Ansingen nach der Sommerpause am 22. August bei Dieter Grüß ging es am 20. September zum Singen a la carte in Wiefelsteder Gaststätten
– Rabes Gasthof
– Restaurant Rhodos
– Trattoria da Osvaldo und
– Renkens Bauerndiele
Neben dem
– MGV Liedertafel traten auf
– „Der kleine Kaktus“,
– der gemischte Chor Ocholt und
– der Gospelchor Soul Inside
Die Veranstaltung war eine Premiere, kam aber in den Gaststätten sehr gut an. Sie lief so ab, dass die Chöre sich um 18.00 Uhr auf die vier Gaststätten verteilten und zeitgleich mit vier bis fünf Liedern ein kleines Konzert gaben. Nach dem kleinen Konzertende wechselten die Chöre die Gaststätten und trugen ihre Lieder in der nächsten Gaststätte noch einmal vor, so dass jeder Gast, der den Abend in einer der vier Gaststätten verbrachte sich alle vier Chöre nacheinander anhören konnte. Die NWZ schrieb am 21. September: Chormusik zum „Satthören“. Singen a la carte. Vier Chöre machten sich auf, reihum und nacheinander in vier Gaststätten vor speisenden Gästen zu singen. Der MGV „Liedertafel“ hatte seinen erfolgreichen Auftakt in Renkens Bauerndiele“. Nach den Lobeshymnen zum „Singen a la carte“ folgte am 6. Oktober nochmals ein Auftritt in der Kurbetriebsgesellschaft in Bad Zwischenahn. Leider warfen die äußeren Umstände (zugige Halle / sich ständig öffnende Schiebetüren) die Frage auf, ob es unter diesen Bedingungen dort noch einmal einen Auftritt geben sollte. Zum Jahresausklang gab es am 17. November zum Volkstrauertag noch einen Kurzauftritt in der Kirche und am 5. Dezember das Jahresabschlussessen in Rabes Gasthof. Hierbei konnte Klaus Stolle folgende Ehrungen vornehmen:
– Dieter Zoch für 25 Jahre Mitgliedschaft
– Horst Braje, Gerd Lück und August Wiechmann für 40 Jahre
Mitgliedschaft und
– Heinz Waskönig für 50 Jahre Sängerleben, davon 25 Jahre in
anderen Chören und
– Gerd Schweers für 50 Jahre Mitgliedschaft im MGV
2014
Auf der Generalversammlung am 13. Februar blickten die Mitglieder mit der Polenreise und mit dem Singen a la carte auf ein interessantes Jahr 2013 zurück. Im Blick hatten Sie aber auch das neue Jahr mit dem am 30. März zu organisierenden Gemeindesängerfest sowie dem am 7. November vorgesehenen Konzert. Ansonsten verlief die Versammlung sehr harmonisch. Klaus Stolle (1. Vorsitzender) und Dieter Jürgens (Kassenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das 64. Gemeindesängerfest fand vor vollbesetztem Haus an einem wunderschönen Frühlingstag in Rabes Gasthof statt. Jörg Weden hatte die Moderation übernommen. Folgende Chöre sorgten für ein abwechslungsreiches Programm:
– Spatzenchor der Ev. Kirchengemeinde
– Gemischter Chor „Sangeslust“ Mollberg
– Shantychor Neuenkruge-Borbeck
– Schulband der Oberschule Wiefelstede
– Ev. Singkreis
– Gospelchor „Soul Inside“
– MGV „Frohsinn“ Bokel
– Singklasse der Grundschule Metjendorf
– der MGV Liedertafel sowie
– Niels Krödel (Piano) und Siegfried Kluge (Saxofon) von der
Musikschule Ammerland Der MGV Liedertafel beteiligte sich mit den Liedern
– Viva musica mundi und
– Jeder neue Tag
Der „Wiefelsteder“ berichtete einige Tage später wie folgt: „Schlag auf Schlag flotte Melodien“. Gemeindesängerfest erfüllt die Erwartungen der Zuhörer. Melodien durch fast alle Bereiche der Musik, dargeboten von jungen bis zu gestandenen älteren Sängern und Sängerinnen. Bis zur Sommerpause begleitete der MGV noch am 26. April einen Konfirmationsgottesdienst und legte am 31. Mai noch einen extra Übungsnachmittag ein, bei dem die ersten für das Konzert vorgesehenen Lieder einstudiert wurden. Zum Absingen waren die Sänger in diesem Jahr bei Klaus Stolle und zum Ansingen bei Gerd Schweers. Danach ging es Richtung Konzert. In diesem Jahr wurde auf ein Übungswochenende verzichtet, obwohl ein Großteil der Sänger es begrüßt hätte nur war es für einen Teil der Sänger zu aufwändig geworden ein ganzes Wochenende zu opfern. Somit musste man sich am 1. November mit einem Übungstag in der Ev. Heimvolkshochschule Rastede begnügen. Es wurde kräftig geübt und am 7. November war es soweit. Als Solisten waren wie im Jahre 2012 Gabriella Paterson (Violine) und Helmuth Schall (Klavier) eingeladen. Sie konnten mit ihren Vorträgen, begleitet von Istvan Benkoczy, das Publikum begeistern. Jörg Weden hatte die Moderation übernommen und trat im zweiten Teil des Konzertes, ebenfalls begleitet von Istvan Benkoczy am Klavier, mit dem Lied „Auf der Suche“ auf. Begeistern konnten die Sänger des MGV „Liedertafel“ mit folgenden Liedbeiträgen:
– Viva musica mundi
– Wo meine Sonne scheint
– Griechischer Wein
– La Cucaracha
– Sarabende II
– Musikanten spielen auf
– Irgendwo und wann
– Die kleine Kneipe
– Bella Italia
– Wenn mer sonntags
– Ach dieses schwarze Augenpaar
– Halleluja, sing ein Lied
– Jeder neue Tag
Die NWZ berichtete am 10. November: „Rund 250 Zuhörer begeisterte der Männergesangverein „Liedertafel 1880“ Wiefelstede mit seinem Konzert. Gute zwei Stunden standen die Aktiven auf der Bühne und bekamen am Ende viel Beifall.“ Bis zum Jahresende folgten dann noch
– am 16. November das Singen zum Volkstrauertag
– am 11. Dezember WUMZA und am
– 18. Dezember das Jahresabschlussessen im Vereinslokal
2015
Obwohl nur ein konzertfreies Jahr bevorstand sollte ein durchaus interessantes und abwechslungsreiches Jahr auf den MGV zukommen. Los ging es mit der Generalversammlung am 12. Februar. Zunächst änderte sich der Vorstand. Jörg Weden war zurückgetreten. Für ihn wurde Friedrich Schmacker zum neuen Vereinsschreiber gewählt. Matthias Münter (1. stv. Vorsitzender) und Gerd Lück (Notenwart) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Geehrt wurde Klaus Stolle für 25-jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender des MGV Liedertafel. Die Ehrung war für ihn eine Überraschung und wurde durch Matthias Münter vorgenommen, der im Namen aller Sänger für seine jahrelange Tätigkeit dankte und ihm die Goldene Ehrennadel des Chorverbandes Niedersachsen/Bremen ans Revers heftete . Auch Ferdinand Emmrich, Vizepräsident des Chorverbandes Niedersachsen/Bremen, gratulierte und hob in einer kleinen Rede noch einmal die Qualitäten Klaus Stolles hervor. Am 27. April begleitete der MGV mit einigen Liedern einen Konfirmationsgottesdienst in der Wiefelsteder Kirche und am 17. Mai beteiligten sich die Sänger mit den Liedern
– La Cucaracha und
– Bella Italia
am 65. Gemeindesängerfest.
Das Absingen am 18. Juni fand bei Stefan Gerdes statt. Wer nun meinte es träte bereits die Sommerpause ein, sah sich getäuscht. Der Vorstand hatte zur Verkürzung der Sommerpause den Chorleiter des Gospelchores Soul Inside, Svavar Sigurdsson, eingeladen, der mit seiner Art zu dirigieren den Sängern noch zwei weitere unterhaltsame Singabende bescherte. Die nächste Überraschung wartete nach der Sommerpause mit dem Ansingen bei Fritz Peters. Hierfür war Thomas Kämpfer eingeladen worden, der vorab von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr mit den Sängern einen kleinen Workshop durchführte. Den teilnehmenden Sängern hat es sehr viel Spaß gemacht. Das Highlight des Jahres war vom 1. – 4. Oktober die Chorreise nach Erfurt und Weimar. Das Wetter spielte mit. Besichtigt wurden die Wartburg in Eisenach, der Nationalpark Hainich mit seinem Baumkronenpfad und die Städte Erfurt und Weimar. Hierbei konnten sich die Sänger von der Schönheit Erfurts mit Dom, Krämerbrücke und Altstadt genauso überzeugen wie von der Klassikerstadt Weimar, wo früher Bach, Goethe und Schiller zu Hause waren. Gesungen wurde zum einen in der Wartburg. Da die Wartburg von Touristen aus aller Welt besucht wird, ergab es sich, dass im dortigen Festsaal das „Morgenrot“ gesungen wurde, was von einer größeren japanischen Reisegruppe mit viel Beifall und vielen Fotos bedacht wurde. Ein Highlight war auch der Auftritt im Erfurter Dom. Vielen Sängern lief bei der Akustik im Dom beim Singen ihrer eigenen Lieder ein Schauer über den Rücken. Das war schon beeindruckend und wurde von den im Dom weilenden Besuchern mit viel Beifall bedacht. Wieder zurück in Wiefelstede folgte am 24. Oktober ein kleiner Auftritt beim Seniorennachmittag des Seniorenbeirates der Gemeinde Wiefelstede im Spohler Krug. Bis zum Jahresende folgten noch das
– Singen zum Volkstrauertag am 15. November sowie
– die Mitwirkung bei WUMZA am 10. Dezember
– sowie am 17. Dezember das Jahresabschlussessen mit den
Ehepartnern im Vereinslokal Klaus Stolle nutzte das Jahresabschlussessen um eine Ehrung vorzunehmen. Er ehrte
– Karl Heinz Tapken für 60-jährige Mitgliedschaft im MGV und dankte
ihm für die jahrelange aktive Mitarbeit im Verein
2016
Ist das Jahr 2015 etwas ruhiger verlaufen so sollte es im Jahr 2016 zwar kein Konzert geben aber drei interessante Auftritte. Angefangen mit einem „Konzert unter Freunden“ mit dem Gospelchor „Soul Inside“ und dann noch das „Singen a la carte“ sowie ein Auftritt beim Chorfest im Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Auf der Generalversammlung lief alles wie am Schnürchen. Klaus Stolle und Dieter Jürgens wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als nächste Aufgabe wartete das gemeinsame Konzert mit dem Gospelchor Soul Inside am 18. März in der Wiefelsteder Kirche. Da die Vorgespräche mit Soul Inside sehr harmonisch abliefen entstand in einer gemeinsamen Besprechung die Idee, die Veranstaltung als „Konzert unter Freunden“ laufen zu lassen. Die Vorbereitung für dieses Konzert war sehr intensiv. Es war nicht nur vorgesehen, dass Soul Inside wie auch der MGV ihr eigenes Programm präsentieren, sondern auch ein gemeinsamer Auftritt. Es gab deshalb unter der Leitung von Istvan Benkoczy mehrere gemeinsame Übungsabende. Beide Chöre waren von der Zusammenarbeit sehr angetan. Der Konzertabend war sehr gut besucht. Soul Inside begann mit acht Liedern. Danach folgte der MGV mit folgenden Liedern:
– Conquest of paradise
– Jeder neue Tag
– Halleluja
– Irgendwo und wann
– My way
– Dona nobis pacem
– Klänge der Freude
– Gefangenenchor aus Nabucco
Zum Schluss dann quasi als Höhepunkt der gemeinsame Auftritt des MGV mit den Sopran- und Altstimmen des Gospelchores mit den Liedern
– Zieh in die Welt und
– Bring ihn heim
Lang anhaltender Beifall des Publikums mit Zugabewunsch war Lohn der Arbeit. Beide Chöre äußerten in der Presse, dass sie sich eine Wiederholung eines solchen Konzertes vorstellen könnten. Die NWZ berichtete am 21. März wie folgt: „Zwei Chöre – eine Bühne. Liedertafel und Soul Inside begeisterten Zuhörer in der St. Johannes-Kirche. Die Vorstellung hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, was beim Auftritt der beiden Chöre auch sichtbar wurde. Die Unkompliziertheit und Lockerheit, mit der das Liedgut trotz des eigenen hohen Anspruches vorgetragen wurde, sprang auch schnell auf die Zuhörer über. Sie genossen das gut zweistündige Konzert und würden sich, so die Aussagen einiger Gäste, auf eine Wiederholung des „Konzertes unter Freunden“ freuen.“ Nach dem Konfirmationssingen in der Wiefelsteder Kirche am 24. April folgte mit den Liedern
– Conquest of Paradise
– und einem Medlely der Lieder „Die kleine Kneipe“, „Über den
Wolken“ und „Griechischer Wein“ im Gasthof Rabe die Teilnahme am 66. Gemeindesängerfest. Es folgten am 24. und 26. Juni noch zwei besondere Veranstaltungen. Am 24. Juni folgte das „Singen a la carte“ in den Gaststätten
– Rabes Gasthof,
– Trattoria da Osvaldo
– Renkens Bauerndiele und
– Restaurant Rhodos
Neben dem
– MGV Liedertafel traten
– der Gospelchor „Soul Inside“
– der „Kleine Kaktus“ und das
– Duo Theo Gerdes/Tammo Poppinga
auf. Bei der Auswahl der Chöre wurde Wert darauf gelegt, unterschiedliche Chöre einzuladen, damit das Programm abwechslungsreich und unterhaltsam dargeboten werden kann. Dieses Konzept ist aufgegangen. Die NWZ berichtete am 27. Juni wie folgt: „Musikalisches Menu mundet allen. Vier Gruppen unterhalten Gäste in vier Wiefelsteder Gaststätten. Besucher zeigten sich angetan von der vielfältigen Unterhaltung. Die Musikmischung mit den unterschiedlichen Chören hat laut Aussage einer Besucherin sehr gut gefallen. Sie freut sich schon auf das nächste Singen a la carte. Mit viel Applaus dankten die Gäste den glänzend aufgelegten Sängern. Oftmals wurden sie ohne Zugaben nicht entlassen“. Lange feiern konnten die Sänger ihren Erfolg bei „Singen a la carte“ nicht. Zwei Tage später, am Sonntag, 26. Juni, folgte im Park der Gärten das vom Oldenburger Sängerbund veranstaltete Chorkonzert „Liederklang im Blütenzauber“. Neben vielen unterschiedlichen Chören aus dem ganzen nordwestdeutschen Raum trat der MGV Liedertafel um 16.00 Uhr mit folgenden Liedern zu einem halbstündigen Programm auf:
– Jeder neue Tag
– Halleluja, sing ein Lied
– Irgenwo und wann
– My way
– Dona nobis pacem
– Bei Nacht
– Bierlied
– Medley (Griechischer Wein/Die kleine Kneipe/Über den Wolken)
Lang anhaltender Beifall des Publikums, insbesondere vieler anderer Chöre, war Lohn der Arbeit. Nach dem Absingen bei Helmut Warns am 30. Juni und dem Ansingen bei Stefan Gerdes am 25. August wartete am 8. September der erste reguläre Singabend in Rabes Gasthof. Istvan übernahm wieder den Taktstock. Dabei fand er ein neues Klavier vor. Wie bereits in der letzten Jahreshauptversammlung berichtet, haben die Vereinswirte mitgeteilt, dass der Flügel sehr viel Platz einnimmt und den Arbeitsablauf im gastronomischen Betrieb stört. Der Vorstand hat sich deshalb mit Zustimmung der Mitglieder dazu entschlossen, den Flügel abzugeben und dafür dann ein neueres Klavier anzuschaffen, denn das alte Klavier befand sich bereits in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Es wurde deshalb in Absprache mit Istvan vor der Sommerpause bei Piano Rosenkranz ein gebrauchtes Klavier ausgesucht und gekauft, welches dann rechtzeitig nach der Sommerpause geliefert wurde. Der Flügel wurde an Istvan verkauft. Das alte Klavier hat der Sangesbruder Stefan Gerdes übernommen. Aufgrund gestellter Anträge gab es mittlerweile von der Raiffeisenbank Oldenburg und von der Gemeinde Wiefelstede großzügige finanzielle Zusagen zur Bezuschussung des Klaviers. Schließlich wurde Klaus Stolle für sein ehrenamtliches Engagement als langjähriges Mitglied sowie für seine über 25-jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender im MGV durch die Gemeinde Wiefelstede geehrt. Der Vorstand war in der Sommerpause durch die Gemeinde Wiefelstede gefragt worden, ob seitens des MGV jemand für eine Ehrung vorgeschlagen werden könnte. Daraufhin hat der Restvorstand, ohne den 1. Vorsitzenden einzuschalten, den Ehrungsvorschlag abgegeben. Klaus Stolle hat erst kurz vor der Ehrung davon erfahren. Die Überraschung war gelungen. Die Ehrungsveranstaltung fand in der Gaststätte Claußen in Nuttel statt. Vereinsschreiber Friedrich Schmacker hatte es übernommen, die Laudatio zu halten. Es folgten noch
– am 13. November das Singen anlässlich des Volkstrauertages
– am 15. Dezember die Mitwirkung bei WUMZA jeweils in der
Wiefelsteder Kirche
– am 27. November ein Auftritt zum 25-jährigen Jubiläum des
Glockenturmes im Metjendorfer Gemeindezentrum
– und am 08. Dezember das Jahresabschlussessen
Klaus Stolle konnte auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken und sprach allen Sängern für ihre aktive Mitwirkung seinen Dank aus.
2017
Mit 37 aktiven Sängern und 44 passiven Mitgliedern ging der MGV in das Jahr 2017. Am 09. Februar fand die Generalversammlung statt. Matthias Münter, Gerd Lück und Friedrich Schmacker wurden in ihren Ämtern als erster stellvertretender Vorsitzender bzw. Notenwart und Vereinsschreiber wiedergewählt. Als letzter Tagesordnungspunkt stand die Beratung über eine evtl. Umwandlung des MGV Liedertafel in einen gemeinnützigen eingetragenen Verein an. Der Vorstand wurde einstimmig beauftragt, die Voraussetzungen für eine Umwandlung zu schaffen. Als nächste Aufgabe wartete am 24. März das Konzert im Vereinslokal. Hierfür war ein abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Neben den gesanglichen Darbietungen des MGV Liedertafel waren vorgesehen,
– gemeinsame Auftritte mit dem Gospelchor Soul Inside
– ein Soloauftritt der Sängerin Beate Stanko aus Cloppenburg
– sowie ein Auftritt des Gitarrenlehrers Manuel Bunger aus
Dringenburg Für den Auftritt mit Soul Inside waren vier Lieder vorgesehen. Diesen Auftritten gingen diverse gemeinsame Übungsabende voraus. Der Konzertabend war mit ca. 260 Zuschauern ausverkauft. Der Saal in Rabes Gasthof war bis auf den letzten Platz besetzt. Am Konzertabend noch ohne Karten erschienene Zuschauer mussten mit Plätzen auf den am Rand des Saales stehenden Tischen vorlieb nehmen. Neben Bürgermeister Jörg Pieper waren der Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde, der Präsident des Chorverbandes Niedersachsen/Bremen Ferdinand Emmrich, Hans-Jürgen Kutscha vom Oldenburgischen Chorverband sowie einige Vertreter von örtlichen Vereinen erschienen. Der Ablauf des Abends hätte besser nicht laufen können. Die Liedvorträge des MGV wurden mit viel Beifall bedacht. Ebenso die gemeinsamen Auftritte mit „Soul Inside“. Hierbei kam der Zottelmarsch so gut an, dass auf Wunsch des Publikums zum Schluss des Konzertes noch eine Zugabe gegeben werden musste. Mit dazu beigetragen hat beim Zottelmarsch sicherlich auch die einzigartige Anmoderation durch Tim Unger. Viele Konzertbesucher waren von der Art und Weise wie er durch das Programm geführt hat sehr angetan. Besonders gut kam das von MGV und Soul Inside gemeinsam mit Manuel Bunger gesungene Lied „Halleluja“ von Leonard Cohen an. Der „Wiefelsteder“ schrieb in seiner April Ausgabe: „Einmalig stimmgewaltig, dann wieder dezent und anmutend – so erlebten die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in Rabes Gasthof das Konzert des MGV Liedertafel. Manuel Bunger sorgte zusammen mit den Sängern des MGV Liedertafel und Soul Inside mit dem Leonhard Cohen Klassiker „Halleluja“ für Gänsehautfeeling.“ Die NWZ berichtete am 27. März: „Klassiker in frischem Gewand. Die musikalisch tragende Säule bei dem Konzert im Gasthof Rabe vor rund 260 Zuschauern war ohne Zweifel der Männergesangverein „Liedertafel 1880“ unter der Leitung von Istvan Benkoczy. Ein untypischer Männerchor der heutigen Zeit, weil er sich neuen Herausforderungen stellt. Ein Chor, der auch die jüngere Generation mit seinem Repertoire begeistern kann.“ Für langjährige Mitgliedschaft ehrte Hans-Jürgen Kutscha vom Oldenburgischen Sängerbund folgende Sänger: Mit einer goldenen Ehrennadel: Klaus Stolle (Mitglied seit 1966/ seit 26 Jahren 1. Vorsitzender), Matthias Münter (40 Jahre Mitgliedschaft/ davon 25 Jahre Vorstandstätigkeit), Fritz Badge (40 Jahre Mitgliedschaft) und Dieter Jürgens (25 Jahre Mitgliedschaft/davon 20 Jahre als Kassenwart) Mit einer silbernen Ehrennadel: Georg Förster (25 Jahre Mitgliedschaft) und Friedrich Schmacker (25 Jahre Mitgliedschaft) Am 2. April beteiligte sich der MGV am vom Shantychor Neuenkruge im Gasthof Rabe ausgerichteten 61. Gemeindesängerfest. Auch hier wurde der MGV vom Zottelmarsch eingeholt. Zusammen mit den Frauen von Soul Inside wurde dieses Lied, obwohl es nicht im Programmheft stand, als Zugabe gegeben. Am 7. Mai wurde, wie in den vergangenen Jahren auch, in der Wiefelsteder Kirche ein Konfirmationsgottesdienst unseres Sangesbruders Tim Unger begleitet. Mit dem Absingen bei Anja und Dieter Grüß ging es schließlich in die Sommerpause. Wer gedacht hatte, dass jetzt eine entspannte Sommerpause folgen würde sah getäuscht. Alle Sänger waren fassungslos als sie am 11. August die Mitteilung erhielten, dass unser Sangesbruder Fritz Badge am Tag vorher nach kurzer und schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Fassungslos vor allem deswegen, weil ihn jeder noch bildlich vor Augen hatte als er am Konzertabend für 40. jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt worden ist. Die Sänger des MGV haben am 22. August mit großer Beteiligung am Trauergottesdienst in der St. Cyprian- und Kornelius-Kirche in Ganderkesee teilgenommen und mit einigen Liedern den Gottesdienst begleitet. Da Istvan noch in Ungarn weilte, hat Oliver Ried sich kurzfristig bereiterklärt den Dirigentenstab zu übernehmen. Während sich die Sänger noch mit dem Tod von Fritz Badge beschäftigten, kam schon die nächste Todesnachricht. Lisa Holthusen teilte mit, dass Karl Heinz Tapken am 18. August im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Auch hier begleitete der MGV den am 24. August in der Wiefelsteder Kirche stattgefundenen Trauergottesdienst. Erst ganz allmählich kehrte am 24. August mit dem Ansingen bei Detlef und Elke Brunßen wieder der Sängeralltag ein. Der erste Singabend nach der Sommerpause stand am 31. August an. Mit dem Workshop am 09. September folgte ein weiteres Highlight. Hierzu war mit Axel Huse der Kreischorleiter aus Braunschweig eingeladen worden. Er hat Einblicke gegeben wie sich ein Chor mit einigen leicht zu singenden Liedern zeitgemäß darstellen kann. Dabei wurde deutlich, dass seitens unseres Chores einiges übernommen werden könnte. Leider war die Teilnahme der aktiven Sänger recht übersichtlich. Diejenigen, die teilgenommen haben, waren alle sehr angetan. Ein weiteres Highlight war der mehrtägige Ausflug nach Köln und Bonn. Unser 1. Vorsitzender Klaus Stolle hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und mit dem Hotel Marriott ein sehr schönes und in der Nähe des Doms gelegenes Hotel ausgesucht. Die Stadtrundfahrten in Köln und Bonn sowie der Stadtrundgang in Köln waren interessant. Genauso der Abstecher nach Rhöndorf, wo das ehemalige Wohnhaus von Konrad Adenauer besichtigt wurde. Ein besonderes Erlebnis waren am Samstag die vom MGV in einer Kirche neben dem Dom gesungenen Lieder. Die Kirche hatte eine beeindruckende Akustik. Den Sängern, wie auch den Zuhörern, lief beim Absingen der eigenen Lieder ein Schauer über den Rücken. Auch der Schlusstag hatte es mit der Schwebebahnfahrt in Wuppertal und dem Gutshof -Cafe in der Nähe von Greven in sich. Alle Teilnehmer waren bei der Rückkehr zu Hause von dem Ausflug sehr angetan. Nach den Gesangsauftritten in der Wiefelsteder Kirche anlässlich des
– Volkstrauertages am 19. November und bei
– Wort und Musik zum Advent am 7. Dezember
konnten die Sänger beim Jahresabschlussessen mit den Ehepartnern in harmonischer Runde das Gesangsjahr 2017 ausklingen lassen.
2018
Mit 37 aktiven Sängern und 43 passiven Mitgliedern startete der MGV in das Jahr 2018. Das Jahr begann mit einer dicken Überraschung. Istvan Benkoczy, der den MGV 35 Jahre dirigiert hat, gab im Alter von 81 Jahren aus Alters- und gesundheitlichen Gründen zum 07. Februar sein Dirigentenamt auf. Da es im Vorfeld wegen eines evtl. Nachfolgers bereits Gespräche mit in Frage kommenden Nachfolgern gegeben hat, konnte den Sängern bereits beim nächsten Singabend am 08. Februar mit Oliver Ried ein Nachfolger präsentiert werden. Er hat sich an diesem Abend vorgestellt, gleich den ersten Singabend geleitet und dazu beigetragen, dass es einen übergangslosen Dirigentenwechsel geben konnte. Vorstand und Sänger sind ihm dankbar, dass er so spontan das Dirigentenamt übernommen hat. Am 15. Februar fand die Generalversammlung statt. Klaus Stolle und Dieter Jürgens wurden in ihren Ämtern als erster Vorsitzender bzw. Kassenwart wiedergewählt. Großen Raum nahm die Umwandlung des MGV Liedertafel 1880 in einen eingetragenen gemeinnützigen Verein ein. Damit einher ging eine umfangreiche Satzungsänderung, welche einstimmig beschlossen wurde. Ebenfalls einstimmig erklärten sich die Mitglieder damit einverstanden, dass mit der geänderten Satzung der MGV Liedertafel 1880 Wiefelstede in einen eingetragenen gemeinnützigen Verein umgewandelt wird. Der Vorstand wurde beauftragt, dass der Verein so schnell wie möglich beim Vereinsregister angemeldet wird. Am 07.05.2018 erhielt der MGV vom Amtsgericht Oldenburg die Mitteilung, dass der Verein auf dem Registerblatt VR 201988 in das Vereinsregister eingetragen worden ist und am 08.06.2018 vom Finanzamt Westerstede die Mitteilung, dass er dort unter der Steuernummer 69/202/09792 geführt werde und Steuerbegünstigung für den Bereich Kunst und Kultur (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 AO) erhalte. Ferner wurde vorgestellt, dass der MGV nunmehr über eine von 1880 bis in das Jahr 2016 hinein gehende Chronik verfüge. Vereinsschreiber Friedrich Schmacker habe diese erstellt. Sie sei aufbauend auf die zum 125-jährigen Jubiläum von Jörg Weden erstellte Festschrift erstellt worden und auf der Homepage des MGV einsehbar. Es sei beabsichtigt, wenn die Bebilderung abgeschlossen ist, sie auch in Papierform herauszugeben. Obwohl er schon längere Zeit erkrankt gewesen ist war der Chor sehr betroffen, als er erfuhr, dass unser Sangesbruder Hermann Oltmanns am 20.03.2018 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Er wäre im Jahr 2018 für 50-jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt worden. Auf Wunsch der Familie begleitete der MGV am 28.03.2018 den Trauergottesdienst in der Wiefelsteder Kirche mit einigen Liedern. Am 22. April hat der MGV den Konfirmationsgottesdienst von Pastor und Sangesbruder Tim Unger in der Wiefelsteder Kirche mit folgenden Liedern begleitet:
– Halleluja
– Lobt den Herrn der Welt
– und Segne
Am 6. Mai richtete der Gemischte Chor Sangeslust Mollberg im Gasthof Rabe das 68. Gemeindesängerfest aus. Der MGV beteiligte sich mit den Liedern
– Schlag nach bei Shakespeare und
– Jeder neue Tag
Am 8. Juni kam es in den Gaststätten Rabes Gasthof, Renkens Bauerndiele, Rhodos und Trattoria da Osvaldo zum dritten Mal zum Singen a la carte. Neben dem MGV traten das „Schnulzen-Sextett“, der Gospelchor Soul Inside sowie Tammo und Theo auf. Das Wetter konnte nicht besser sein, die Gaststätten waren sehr gut besucht, es herrschte beste Stimmung und bei etlichen Liedern waren die Besucher zum Mitsingen eingeladen. Ein wirklich gelungener Abend mit einem tollen gemeinsamen Abschluss in Rabes Gasthof, bei dem es sich die Chöre nicht nehmen ließen nochmals mit je einem Lied vor das Publikum zu treten. Über diese Veranstaltung berichtete die NWZ im Vorfeld „Beim Essen gibt`s was auf die Ohren“ und danach „Wo Musik zum Menü gehört“. Mit dem „Absingen“ am 28. Juni beim Sangesbruder Dieter Jürgens ging es in die Sommerpause. Die danach einsetzende Sommerpause wurde bereits am 26. Juli unterbrochen. Der Vorstand hatte zu einem „Sängertreff“ in das Vereinslokal eingeladen. Besprochen werden sollte der am 11. August anstehende Umzug anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Wiefelsteder Schützenvereins. Der MGV hatte sich schon vor einiger Zeit dazu entschieden, an diesem Umzug teilzunehmen. Extra für den Umzug wurden neue Poloshirts angeschafft, die beim „Sängertreff“ verteilt wurden. Ein besonderer Dank gilt der Raiffeisenbank Oldenburg, die mit einer großzügigen Spende die Neuanschaffung der Poloshirts ermöglichte. Am 11. August stand dann die Teilnahme am Umzug an. Der Oldtimer unseres Sangesbruders Fritz Peters wurde dafür extra hergerichtet und führte die Gruppe des MGV an. Der Umzug begann um 15.00 Uhr mit einem kräftigen Regenschauer, konnte danach aber weitestgehend bei trockenem Wetter über die Bühne gebracht werden. Die teilnehmenden Sänger waren gut gelaunt, wurden unterwegs mit einigen Getränken und Naschereien sehr gut versorgt und haben einen sehr schönen Tag verbracht. Mit dem „Ansingen“ am 16. August bei Dieter Grüß wurde die Sommerpause beendet. Der erste Singabend nach der Sommerpause stand am 23. August an und der erste Auftritt am 15. September beim „Singen im Park der Gärten“. Bei den Übungsabenden vorher sorgte unser Dirigent Oliver Ried für den nötigen Feinschliff. Folgende Lieder wurden im Park der Gärten vorgetragen:
– Jeder neue Tag
– Champs Elysees
– Die kleine Kneipe
– Schlag nach bei Shakespeare
– Griechischer Wein
– Über den Wolken und
– In`s Heu
Der Auftritt im Park der Gärten kann als sehr gelungen bezeichnet werden.
Vor einer großen Zuschauerzahl gab es lang anhaltenden Beifall und viele anerkennende Worte vom fachkundigen Publikum. Einen Gesangsauftritt gab es noch am 6. Dezember in der Wiefelsteder Kirche bei Wort und Musik zum Advent mit den Liedern
– Maria durch ein Dornwald ging und
– Tochter Zion
Einige Zuhörer waren vom Gesangsvortrag des MGV sehr beeindruckt und berichteten später, dass ihnen beim Erklingen des Liedes „Maria durch ein Dornwald ging“ ein Schauer über den Rücken gelaufen sei. Zur Jahresabschlussfeier trafen sich die Sänger am 14. Dezember mit ihren Ehepartnern in harmonischer Runde im Vereinslokal. Im Mittelpunkt stand dabei unser dienstältester Sangesbruder Heino Küpker. Er wurde durch den 1. Vorsitzenden Klaus Stolle für 60-jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt. Heino Küpker ist der einzige Sänger, der noch davon berichten kann, dass der MGV von 1958 bis 1963 im Vereinslokal Tapken die Singabende durchführte. Das Lokal ist mittlerweile abgerissen. Heute steht dort das Rathaus. Als Klaus Stolle ihm die Urkunde überreichte, erhoben sich alle Sänger mit ihren Ehefrauen von ihren Plätzen und spendeten ihm durch lang anhaltenden Beifall Respekt und Anerkennung. Eine kleine Aufmerksamkeit erhielt unsere Vereinswirtin Anke Eilers, da der MGV den Gasthof Rabe seit 55 Jahren sein Vereinslokal nennen darf.
2019
Startete der MGV Anfang 2019 mit 37 aktiven Sängern incl. Dirigent in das neue Jahr, so sind es zum Jahresende 39 Sänger geworden. Ralph Deters und Johannes Altrock sind im Laufe des Jahres zum MGV dazu gestoßen und verstärken den 2. Bass. Am 14. Februar fand die Mitgliederversammlung statt. Matthias Münter, Gerd Lück und Friedrich Schmacker wurden in ihren Ämtern als 1. stv. Vorsitzender, 2. stv. Vorsitzender bzw. Vereinsschreiber wiedergewählt. Großen Raum nahm die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung ein. Sie wurde als Anlage zur Satzung einstimmig beschlossen. Für den nach der neuen Satzung erforderlichen Musikausschuss wurden neben Oliver Ried noch Matthias Münter, Heiner Helms, Holger Meyer und Walter Karch benannt, sowie aus der Mitte der passiven Mitglieder Horst Klün. Sie gehören auch gleichzeitig dem erweiterten Vorstand an. Am 23. Februar und 16. März wurden Trainings- bzw. Übungstagstage für den am 29. März im Vereinslokal vorgesehenen Konzertabend durchgeführt. Der Konzertabend selber war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Grußworte wurden gesprochen von
– Gerhard Brunken, Präsident des Oldenburgischen Sängerbundes u.
– Johannes Münter, Präsident des Landesmusikrats Niedersachsen
Der MGV präsentierte dirigiert von Oliver Ried und am Klavier begleitet von Martin Meyer folgende Lieder:
– Conquest of Paradise / Vangelis
– Oh, Champs Elysees / Joe Dassin
– Irische Segenswünsche
– Top oft the world / John Bettis u. R. Carpenter
– Schlag nach bei Shakespeare /Cole Porter
– Jeder neue Tag / aus dem Musical „Sister Act“
– Best of Udo Jürgens
– Barbara Ann
Der Konzertabend wurde von den Mitgliedern des MGV auch dazu genutzt, sich bei ihrem langjährigen Dirigenten Istvan Benkoczy für seine 33 Jahre Dirigententätigkeit zu bedanken und ihn zu verabschieden. Letztmalig nahm er für den MGV den Dirigentenstab in die Hand. Folgende Lieder wurden unter seiner Regie am Konzertabend vorgetragen:
– Bella Italia
– Copacabana
– Folgende Variationen aus der „Forelle“:
– Die Forelle
– Der Freifisch
– Eine kleine Nachtforelle
Als Solisten traten Susanne Werner (Gesang) und Manuel Bunger (Gitarre) auf. Manuel Bunger zeigte mit den spanischen Folkloreliedern
– Sol y Sombra und
– Naci en Alamo
sein ganzes Können. Zusammen mit den Sängern des MGV Liedertafel spielte und sang Manuel Bunger abschließend noch das Lied „Halleluja“ von Leonhard Cohen. Ein kleiner Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Susanne Werner mit den Liedern
– Ham`se nicht ‚nen Mann für mich
– Emil seine Hände
– Wegen Emil seine unanständige Lust
Der Gesang des MGV wie auch der von den Solisten fand beim Publikum großen Anklang und wurde immer wieder mit viel Beifall bedacht. Schließlich wurden
– Hans-Peter Kossendey und
– Johannes Wellbrock
für 50-jährige Mitgliedschaft in einem Gesangverein bzw. im MGV Liedertafel 1880 e.V. mit einer Urkunde sowie Ehrennadel vom Präsidenten des Landesmusikrates und dem Präsidenten des Oldenburgischen Sängerbundes geehrt. Die Presse zeigte sich begeistert von dem Konzertabend. Im „Wiefelsteder“ war zu lesen „Fulminanter Konzertabend begeistert vor vollem Haus“. In der NWZ hieß es „Sänger sorgen für Gänsehaut. Unter Klavierbegleitung von Martin Meyer war zu Konzertbeginn von fern ein starkes melodisches Summen gesetzter Männer zu hören, die nacheinander zur Bühne schritten und mit dem Henry-Maske-Lied „Conquest of Paradise“ den Konzertabend eröffneten.“ Allerbeste Kritik bekam auch Tim Unger für die Moderation des Abends. Ihm ist es immer wieder gelungen die Besucher im Saal mit humorvollen Einlagen zu unterhalten. Am 12. Mai hat der MGV den Konfirmationsgottesdienst von Pastor und Sangesbruder Tim Unger in der Wiefelsteder Kirche begleitet. Das 69. Gemeindesängerfest musste mangels teilnehmender Chöre leider ausfallen. Zwischenzeitlich hatte es Zusammenkünfte mit allen Gesangvereinen gegeben. Es wurde überlegt, ob nicht eine Veranstaltung mit mehreren Chören am 01.06.2019 in das Vorabendprogramm des Hoffestes beim Hof Kleiberg durchgeführt werden könnte. Dieses scheiterte aber auch. Schließlich folgte am 27. Juni noch vor der Sommerpause das „Absingen“ beim Sangesbruder Fritz Peters. Die danach einsetzende Sommerpause wurde am 08. August mit dem Betriebeschießen des Wiefelsteder Schützenfestes beendet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn für den erreichten 10. Platz konnten die Schützen des MGV ein kleines Fass Bier in Empfang nehmen. Eine Woche später am 15. August wurde bei Dieter Grüß in der Stahlstraße angesungen. Das nächste Highlight war vom 3. – 6.10.2019 eine viertägige Chorfahrt nach Schleswig Holstein. Am 3. Oktober ging es morgens um 7.00 Uhr vom Betriebshof der Fa. Imken los. Bereits am gleichen Nachmittag wurde Husum angesteuert. Hier wurden, bevor wird nach Schleswig weiterfuhren, das Eidersperrwerk besichtigt und eine Stadtführung unternommen. Am späten Nachmittag erreichten wir dann das Hotel Waldschlösschen in Schleswig, wo wir für die nächsten Tage eine sehr nette Unterkunft hatten und uns wohlfühlen konnten. Am 4. Okt. stand dann Flensburg mit Brauerei- und Stadtbesichtigung an. Leider meinte es der Wettergott bei der Stadtbesichtigung nicht besonders gut mit uns. Abends waren wir deshalb froh wieder im warmen und trockenen Hotel zu sein. Am 5. Okt. lernten wir Schleswig und Kappeln kennen, sangen dabei im Dom zu Schleswig und unternahmen eine Schifffahrt auf der Schlei. Am 6. Okt. ging es wieder Richtung Heimat. Zunächst machten wir Station in Friedrichstadt und unternahmen eine sehr humorvolle Grachtenfahrt. Die nächste Station gab es dann kurz vor Hamburg in Grönwohld, besser bekannt als Drehort für die Fernsehserie „Büttenwarder“. Nachdem uns ein Gästeführer die Drehorte für die Fernsehserie gezeigt hatte und wir nach Kaffee und Kuchen noch ein „Lütt und Lütt“ zu uns genommen hatten ging es Richtung Heimat. Gegen 19.00 Uhr waren wir wieder in Wiefelstede. Nächster Termin war am 10.11.2019 die Teilnahme an der von der Kirchengemeinde Wiefelstede ausgerichteten Konzertreihe in der Wiefelsteder St.-Johannes-Kirche. Gemeinsam mit dem Gospelchor „Soul Inside“ wurde dabei in einer vollbesetzten Kirche das „Konzert unter Freunden“ wiederholt. Zur Konzerteröffnung spielte Oliver Ried mit „Von Bach bis zur Moderne“ an der Orgel. Danach kam der Auftritt von „Soul Inside“. Bevor dann der MGV an der Reihe war, gab es mit Lioba (Klarinette) und Medea Dallaserra (Klavier) noch ein interessantes jugendliches Duett zu sehen und zu hören. Beide hatten zuvor bei einem regionalen Wettbewerb bei „Jugend musiziert“ gewonnen. Danach sang der MGV folgende Lieder:
– Pilger sind wir Menschen (M: E. Elgar)
– O Gnade Gottes (Volkslied aus Schottland/Amazing Grace)
– Dank sei dir Herr (Händel)
– Ave Maria (Jacob Arcadelt)
– Ihr von Morgen – Hymne an die Zukunft (Udo Jürgens)
Gemeinsam mit Soul Inside wurden gesungen:
– The Rose (Mc Broom) und
– Zum Abschied (nach Amazing Grace)
Zum Schluss gab es lang anhaltenden Applaus mit der Forderung nach einer Zugabe. Dem sind die Sänger mit „The Rose“ gerne nachgekommen. Am 01. Dezember wurde in der katholischen Kirche in Rastede bei einer ökumenischen Adventsvesper mit den Liedern
– Ave Maria,
– Jeder neue Tag und
– Maria durch ein Dornwald geht
die Adventszeit eingeläutet.
Einen Gesangsauftritt gab es noch am 12. Dezember in der Wiefelsteder Kirche bei Wort und Musik zum Advent mit den Liedern
– Maria durch ein Dornwald ging —
—- -Tochter Zion und
–Ihr von morgen
Zur Jahresabschlussfeier trafen sich die Sänger am 19. Dezember mit ihren Ehepartnern in harmonischer Runde im Vereinslokal.
2020
Startete der MGV Anfang 2020 mit 39 aktiven Sängern incl. Dirigent so waren es zum Jahresende noch 37 aktive Sänger und 41 passive Mitglieder. Zwar ist Konrad Mans hinzugekommen, dafür sind August Wiechmann und Dieter Zoch zu den passiven Mitgliedern gewechselt. Leider, und darüber sind die Sänger besonders traurig, ist ihr Sangesbruder Oskar Wach am 29. Sept. verstorben und weilt nicht mehr in ihrer Mitte. Nach dem Saisonauftakt am 09. Januar fand am 13. Februar die Mitgliederversammlung statt. Klaus Stolle und Dieter Jürgens wurden in ihren Ämtern als 1. Vorsitzender bzw. Kassenwart einstimmig wiedergewählt. Im Rückblick auf das Jahr 2019 erinnerte man sich gerne an
– den Konzertabend am 29.03.2019 in Rabes Gasthof, der vor
ausverkauftem Haus stattgefunden hat
– den Ausflug des MGV nach Schleswig-Holstein vom 3. – 6.10.2019
– das „Konzert unter Freunden“ mit dem Gospelchor Soul Inside am
10.11.2019 in der Wiefelsteder Kirche sowie
– die vorweihnachtlichen Auftritte am 01.12.2019 in der katholischen
Kirche in Rastede und am 12.12.2019 zu WUMZA in der Wiefelsteder Kirche Auch haben sich die Sänger eine neue Sängerkluft zugelegt. Mit schwarzer Jeanshose und weißem Hemd sollten die zukünftigen Auftritte bestritten werden. Nur sollte die neue Kluft in den nächsten zwei Jahren nicht ein einziges Mal getragen werden. Wer konnte ahnen, dass der 12. März für lange Zeit der letzte Singabend sein würde. Welch ein Glück für Herbert Rüger, der an diesem Abend noch für 70- jährige Mitgliedschaft im MGV-Liedertafel geehrt werden konnte. Gerhard Brunken (Vizepräsident des Chorverbandes Nds.-Bremen) und Klaus Stolle konnten ihm eine Ehrenurkunde überreichen, wobei Klaus Stolle noch einmal ausführlich auf das langjährige Wirken von Herbert Rüger im Vorstand des MGV hinweisen konnte. Die Sänger des MGV zollten Herbert Rüger im Anschluss daran langanhaltende Standing Ovation. Nur schade, dass er am 13. November im Alter von 97 Jahren verstorben ist. Gerade wegen der vorherigen Ehrungsveranstaltung werden die Sänger ihn in angenehmer Erinnerung behalten. Danach brach die Corona Pandemie über Deutschland und somit auch über Wiefelstede herein. Glaubte man anfangs noch, dass der Übungsbetrieb nach Ostern fortgesetzt werden könnte, wurde jedem Sänger sehr bald bewusst, wie gefährlich gerade Singabende in geschlossenen Räumen verlaufen können, wenn einer der Sänger infiziert ist. Beispiele von Chören aus Berlin und Amsterdam machten deutlich, was für eine Infektionswelle ein infizierter Sänger durch kräftiges Ausatmen, bei dem die sogenannten Aerosole freigesetzt werden, in Gang setzen kann. So kam es zu einer ersten ungewollten Singpause, in der das Vereinsleben komplett ruhte. Die geplanten Auftritte
-am 14. Juni beim „Singen im Park der Gärten“
-am 26. Juni das „Singen al la carte“ in verschiedenen Wiefelsteder
Gaststätten
-verschiedene Auftritte in der Wiefelsteder Kirche und in der katholischen
Kirche in Rastede mussten abgesagt werden.
Auch die Planung für den im März 2021 vorgesehenen Konzertabend in Rabes Gasthof wurde eingestellt. Ende Juni kam allerdings ein wenig Hoffnung auf. Durch gesetzliche Lockerungen wurde das Singen im Freien zugelassen. Unvergesslich für Viele konnte am 2. Juli unter einer großen Hängebuche im Außenbereich von Rabes Gasthof unter Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften die Singpause vorübergehend beendet werden. Schön war, dass man sich mit 20 bis 25 Sängern wieder treffen konnte. Einige Sänger haben sich von vornherein abgemeldet, weil ihnen die Infektionsgefahr zu groß war. Nicht so schön war, dass man im Freien singen musste. Zum einen vom Klang her und zum anderen wegen der Witterung. Gleich am 2. Juli musste der erste Singabend wegen aufkommenden Regens nach 20 Minuten abgebrochen werden. Eine Woche später musste er wegen schlechten Wetters gar gänzlich ausfallen. Das Interessante an den Singabenden im Freien war über den Köpfen der Singer hinweg fliegende Störche, die es sich auf dem Dach der Kirche gemütlich machten. Was man auch feststellen musste, war, dass viele bis zum März hin eingeübte Lieder ziemlich in Vergessenheit geraten sind aber auch die Singstimmen zum Teil einen doch recht untrainierten Eindruck machten. Bei vielen Liedern musste Chorleiter Oliver Ried wieder ziemlich von vorne anfangen. Noch besser wurde es, als nach den Sommerferien weitere Lockerungsvorschriften auch das Singen in geschlossenen Räumen zuließ. Dabei musste es sich aber um ausreichend große und gut belüftete Räumlichkeiten handeln. Gemäß der Abstandsvorschriften musste zum Nebenmann links wie rechts ein Abstand von 1,50 Meter und zum Vorder- bzw. Hintermann von 2,00 Metern eingehalten werden. Der Dirigent musste gar drei Meter Abstand zur ersten Chorreihe einhalten. Der bisherige Übungsraum in Rabes Gasthof wäre dafür zu klein gewesen. Die Vereinswirte Nicole und Thilo Tietjen machten es aber möglich und stellten dem Chor neben dem Clubzimmer auch den Saal zur Verfügung. Hinzu kam, dass der Chor sich ein Hygienekonzept zulegen musste und nicht 1 ½ Stunden durchsingen durfte, sondern nach 30 Minuten eine viertelstündige Lüftungspause einzulegen hatte. Als man am 1. September erstmalig mit dem Chor dort geübt hat, war das von der Klangqualität her kein Vergleich zum Singen im Freien. Das hat wieder richtig Spaß gemacht. Ärgerlich nur, dass man sich zum Singen warm anziehen musste, da die Raumtemperatur nach der Lüftungspause doch mächtig abkühlte. Daran musste man sich erst gewöhnen. Wer geglaubt hatte, dass es nun wieder richtig losgehen würde, sah sich schnell getäuscht. Hatte man noch bis zu den Herbstferien regelmäßig jeden Donnerstag gesungen, gingen in der Corona Pandemie die Infizierungszahlen auch im Ammerland und in der Gemeinde Wiefelstede sprunghaft nach oben. Schließlich blieb dem Vorstand nichts anderes übrig als am 26. Oktober die nächsten Übungsabende ausfallen zu lassen. Fast zeitgleich, nur etwas später, gab es auch eine gesetzliche Regelung, die in einem zweiten Lockdown dafür sorgte, dass zunächst bis zum 30. November und schließlich auch bis zum Ende des Jahres der Singbetrieb eingestellt werden musste. Das hatte zur Folge, dass die kleine Jahresabschlussfeier im Vereinslokal nach vielen Jahren einmal ausfallen musste. Schade, war das doch immer ein besonderer geselliger Rahmen, in dem man das Jahr noch einmal Revue passieren lassen konnte. Unser „Präsi“ Klaus Stolle konnte in seinem Weihnachtsbrief an alle Sänger nur berichten, dass die Corona Pandemie den MGV leider nach wie vor fest im Griff hat und es nicht so aussieht, dass es bald zu einer Besserung kommen werde. Hoffnung mache ein neuer Impfstoff, wenn es auch sicherlich noch ein wenig dauern werde. Trotz allem rief er die Sänger dazu auf, mit Optimismus nach vorne zu blicken und zu hoffen, dass es im 141. Vereinsjahr mit ein wenig Geduld gelingen möge, wieder mit Freude zum Singen gehen zu können.
2021
Anfang 2021 startete der MGV mit 37 aktiven Sängern incl. Dirigent und 43 passiven Mitgliedern in das neue Jahr. Zum Jahresende waren es 38 aktive Sänger. Neu hinzugekommen war Bo Krüger der den 1. Bass verstärkt und sich zukünftig um die MGV-Homepage kümmern wird. Dieses Gesangsjahr sollte, genauso wie das Jahr 2020, coronabedingt einen besonderen Verlauf nehmen. Hatten die Sänger am 26. Okt. 2020 wg. Corona den Singbetrieb eingestellt, konnten sie erst am 10. Juni 2021 unter der großen Hängebuche im Außenbereich von Rabes Gasthof wieder mit dem Singen beginnen. In der Zwischenzeit gab es keine Treffs. Das Vereinsleben ruhte. Der Vorstand hatte am 1. März zwar ein Schreiben an die Sänger geschickt und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht nach Ostern vielleicht wieder mit dem Singen zu beginnen, nur musste diese Hoffnung wegen steigender Infizierungszahlen am 31. März bereits wieder aufgegeben werden. Was sich aber abzeichnete war, dass wieder gesungen werden darf. Am 10. Juni um 19.00 Uhr war es soweit. Unter der großen Hängebuche im Außenbereich von Rabes Gasthof konnte wieder gestartet werden. Als eine Woche später für das Singen im Innenbereich die Corona Testpflicht entfiel konnte auch wieder im Innenbereich geübt werde Die für den 11. Februar vorgesehene Mitgliederversammlung musste in diesem Jahr auf den 02. Sept. verlegt werden. Im Mittelpunkt standen dabei einige Personalien. Matthias Münter und Gerd Lück hatten im Vorfeld angekündigt, dass sie ihre Ämter als erster stv. Vorsitzender bzw. zweiter stv. Vorsitzender niederlegen würden. Zu ihren Nachfolgern wurden als erster. stv. Vorsitzender Dieter Grüß und als zweiter stv. Vorsitzender Fritz Peters gewählt. Friedrich Schmacker wurde als Vereinsschreiber in seinem Amt wiedergewählt. Neu in den Musikauschuss bzw. in den erweiterten Vorstand wurden
– als Ersatz für Matthias Münter aus dem 1. Tenor Stephan Lorenz und
– als Ersatz für Holger Meyer aus dem 1. Bass Bo Krüger
gewählt.
Nach dem 2. September sollte es mit dem Singen wieder richtig losgehen.
Neben dem wöchentlich einmal stattfindenden Singabend war angedacht, am 09. Oktober und 20. November zwei kleine Trainingstage einzulegen, damit die zum Teil in Vergessenheit geratenen Lieder wieder aufgefrischt werden. Aber auch dazu kam es nicht. Leider erkrankte unser Chorleiter Oliver Ried am 28. Sept. und wir standen ohne Dirigent da. Da nicht absehbar war wann Oliver wieder zur Verfügung steht ist es gelungen, dass Matthias Bösch aus Westerstede uns vom 20. Okt. bis zum 10. November immer mittwochs in der Werkstatt von Helmut Warns dirigiert hat. Mittwochs deshalb, weil er donnerstags nicht konnte und Rabes Gasthof mittwochs keine Zeit hatte. Das waren in einer völlig ungewohnten Umgebung zum Teil urige Abende an die sich viele Sänger gerne zurück erinnern werden. Am 18. November war Oliver Ried zwar wieder da, es konnte aber nur noch einmal gesungen werden. Die Infizierungszahlen gingen in Wiefelstede wieder durch die Decke. Dem Vorstand blieb nichts anderes übrig als die Singabende bis zum Jahresende ausfallen zu lassen. Das Jahr musste, genauso wie im Vorjahr auch, ohne Jahresabschlussfeier im Vereinslokal zu Ende gehen. Schade. Unser „Präsi“ Klaus Stolle konnte in seinem Weihnachtsbrief an alle Sänger nur berichten, dass die Corona Pandemie den MGV leider nach wie vor fest im Griff hat und nicht lockerlässt. Er wünschte allen Sängern und ihren Angehörigen eine schöne Weihnachtszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest und hoffte inständig, dass der Chor am 13. Januar 2022 den Singbetrieb wieder aufnehmen kann.
2022
Der MGV startete und beendete das Jahr 2022 mit 37 aktiven Sängern incl. Dirigent. Neu hinzugekommen ist Dieter Zoch, der als passives Mitglied eine kleine Gesangspause eingelegt hatte. Er kehrte als aktiver Sänger zurück und verstärkt den 1. Tenor. Leider nicht mehr dabei ist unser Sangesbruder Gerd Schweers, der am 16. November im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Die Sänger des MGV haben am 29. November den Trauergottesdienst musikalisch begleitet und sich von Gerd verabschiedet. Neben den 37 aktiven Sängern hat der MGV noch 40 passive Mitglieder. Das Gesangsjahr begann genauso wie das Jahr 2021 endete, nämlich mit einer coronabedingten Pause. Man durfte sich nur mit bis zu 10 geimpften und genesenen Personen im Rahmen der sog. Winterruhe in geschlossenen Räumen treffen. Erst am 24. Februar konnte der Chorbetrieb wieder starten. Die NWZ schrieb: „Gesangverein stimmt langsam wieder an“. Es kam hinzu, dass im Vereinslokal eine größere Umbaumaßnahme durchgeführt wurde. So kam es, dass nur am 24. Febr. im Vereinslokal und die nächsten drei Wochen in der Werkstatt des Sangesbruders Helmut Warns gesungen wurde. Hauptsache war, dass wieder gesungen werden durfte und die drei Wochen in der Werkstatt von Helmut Warns waren eine interessante Abwechslung, an die sich viele Sänger lange und gerne zurückerinnern werden. Am 31. März fand die Mitgliederversammlung im Vereinslokal statt. Dabei wurden Klaus Stolle als 1. Vorsitzender und Dieter Jürgens als Kassenwart einstimmig in ihren Ämtern wiedergewählt. Klaus Stolle machte deutlich, dass er seine Amtszeit in zwei Jahren auslaufen lassen möchte und bittet die Mitgliederversammlung, sich bis dahin Gedanken über seine Nachfolge zu machen. Nach der langen Pause machten die ersten Singabende in den Monaten Februar und März Lust auf mehr. Es wurde kräftig geübt und die ersten öffentlichen Auftritte standen am 12. Juni nach über zwei Jahren mit dem „Singen im Park der Gärten“ und im Hof Kleiberg in Wiefelstede an. Im Park der Gärten herrschte eine großartige Atmosphäre. Allein am 12. Juni traten dort in halbstündigen Abständen nacheinander 11 Chöre auf. Der MGV-Liedertafel durfte um 14.00 Uhr auf die Bühne und wurde mit großem Beifall wieder verabschiedet. Erleichtert über den guten Auftritt, wurde der Heimweg angetreten. Beim anschließenden Abschluss im Hof Kleiberg wurden noch einige Lieder zum Besten gegeben. Auch hier gab es viel Beifall und dazu noch das eine oder andere Kaltgetränk. Ein paar Wochen später folgte am 15. Juli das Singen a la carte. Dieses Mal spielte sich alles im Vereinslokal ab. Auf die früher durchgeführte Rundtour durch vier Wiefelsteder Lokale wurde verzichtet. Mit dabei waren das Schnulzensextett und der Gospelchor Soul Inside. Jeder Chor sang in einem ersten Block drei Lieder und im zweiten Block noch einmal. Als Schlusslied sangen dann der MGV und Soul Inside das Lied „You`ll never walk alone“. Grundsätzlich war es eine schöne Veranstaltung, nur hätten es ein paar Zuschauer mehr sein dürfen. Zwischenzeitlich hat es am 2. Juni als Ersatz für das im vergangenen Jahr ausgefallene Weihnachtsessen ein leckeres Spargelessen gegeben und am 28. Juli bei Helmut Kamp bei sehr guter Bewirtung das Absingen. Für das Ansingen hatte der Vorstand am 26. August im Heimatmuseum zu einer öffentlichen Grillfete eingeladen. Es war es ein sehr gemütlicher Abend, nur mangelte es auch hier am Publikumszuspruch, zumal dieser Abend zur Gewinnung neuer Mitglieder genutzt werden sollte. Im nächsten Jahr soll eine solche Veranstaltung wiederholt werden nur mit einem anderen Programm. Vom 30. Sept. bis 03. Oktober war ein mehrtägiger Ausflug ins Ruhrgebiet mit Besuch der Städte Essen, Duisburg, Dortmund und Gelsenkirchen vorgesehen. Mangels Beteiligung musste dieser Ausflug leider ausfallen. Im letzten Vierteljahr standen noch drei Auftritte an. Der Erste am 19. November zur eisernen Hochzeit von Heino und Gertrud Küpker im Vereinslokal. Der MGV ließ es sich nicht nehmen dem Ehepaar ein paar Lieder zu singen und die Glückwünsche zu überbringen. Der Zweite am 27. Nov. zum 1. Advent in der kath. Kirche in Rastede und der Dritte am 08. Dezember zu „Wort und Musik zum Advent“ in der Wiefelsteder Kirche. Die beiden Auftritte in den Kirchen fanden in einem sehr schönen Ambiente statt, nur waren beide Kirchen wegen der Energieknappheit sehr wenig beheizt. Man musste sich also warm anziehen, die Auftritte verliefen aber sehr gut. Highlight bei den Auftritten waren zum Abschluss das gemeinsam mit dem Gospelchor Soul Inside vorgetragene Lied „You’ll never walk alone“, was mit viel Beifall bedacht wurde. Der Jahresabschluss konnte endlich mal wieder gefeiert werden. Er fand am 08. Dezember um 20.00 Uhr im Vereinslokal statt. Klaus Stolle konnte 49 Teilnehmer/innen begrüßen, bedankte sich für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr und wünschte allen Sängern und ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auch gab es noch eine Ehrung. Horst Bremer wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft im MGV geehrt. Klaus Stolle und die übrigen Vorstandsmitglieder sprachen ihre Glückwünsche aus und stellten sich zum Schluss noch zu einem gemeinsamen Foto.
2023
Das Gesangsjahr begann ohne coronabedingte Pause am 12.
Januar mit dem ersten Singabend im Vereinslokal.
Am 30. März fand die Mitgliederversammlung im Vereinslokal statt. Dabei wurden Dieter Grüß als 1. stellvertretender Vorsitzender, Fritz Peters als 2. stellvertretender Vorsitzender und Friedrich Schmacker als Vereinsschreiber einstimmig in ihren Ämtern wiedergewählt. Auch gab es eine besondere Ehrung. Unser mit 90 Jahren ältester Sänger Werner Döding erhielt für „70 Jahre Singen im Chor“ durch Johann Ritter vom Oldenburger Sängerbund eine Goldene Ehrennadel sowie eine Urkunde des Chorverbandes Niedersachsen/Bremen überreicht. Auch wurde ein kleiner Ausblick auf die vorgesehenen Termine im Jahr 2023 gemacht. Als besonderes Ziel setzte sich der MGV, nachdem das letzte Konzert im Jahr 2019 hat stattfinden können, mit dem am 17. November vorgesehenen Konzertabend im Vereinslokal. Einen besonderen öffentlichen Auftritt hatte der MGV am 6. Mai zur Unterstützung der Erdbebenhilfe in der Oldenburger Garnisonkirche. In der Garnisonkirche begann die Veranstaltung um 10.00 Uhr und endete um 22.00 Uhr. Der MGV hatte seinen Auftritt um 11.30 Uhr. Dieser wurde mit viel Beifall bedacht, nur hatten sich die Veranstalter in der Garnisonkirche sicherlich eine etwas größere Resonanz erhofft. Ab dem 24. August wurde für den Konzertabend am 17. November geübt. Zunächst wurde von den Sängern ein aktuelles Foto erstellt, um mit von Matthias Münter erstellten Plakaten und Flyern Werbung für das Konzert zu machen. Für das Konzert wurden 14 Lieder ausgesucht, die mit einem umfangreichen Übungsprogramm einstudiert wurden. Dazu gehörten neben den regelmäßigen Übungsabenden am 7. Oktober und 4. November noch zwei ganztägige Trainigstage im Rudolf-Bultmann-Haus wie auch im Hof Kleiberg. Zum Konzertabend dazu verpflichtet wurden Susanne Werner als Solistin mit Liedern aus dem Berliner Milieu des 20. Jahrhunderts und Martin Meier als Pianist. Die Sänger gingen sehr angespannt in diesen Konzertabend, hatten sich doch in der Konzertwoche fünf Sänger mit dem Coronavirus infiziert und konnten nicht teilnehmen. Trotzdem waren sie guten Mutes. Klaus Stolle konnte zu Beginn des Abends über 200 gespannt wartende Zuschauer im Saal von Gasthof Rabe begrüßen. Die Moderation übernahm der Sangesbruder Jörg Weden. Folgende Lieder wurden präsentiert:
– Sing mit mir
– Die Rose
– Veronika, der Lenz ist da
– Es geht mir gut
– You raise me up
– Barbara Ann
– Ihr von morgen
– Mama Lou
– Diplomatenjagd
– Der kleine Teddybär
– An Tagen wie diesen
– Mamma Mia
– You’ll never walk alone und
– Danke für die Lieder.
Das Publikum war begeistert. Ganz besonders von den Soloeinlagen bei den Liedern „Barbara Ann“ und „Mama Lou“. Bei „Barbara Ann“ begleiteten Steven Reck und Dieter Zoch und bei „Mama Lou“ Horst Bremer und Klaus Stolle den Chor. Nach 2 ½ Stunden und einer Zugabe war es geschafft. Die NWZ berichtete von „Standing Ovations“ und hoben den Auftritt von Susanne Werner wie auch die humorvolle Moderation von Jörg Weden dabei besonders hervor. Die Sangesbrüder Horst Braje und Gerd Lück wurden im Rahmen des Konzertabends vom Präsidenten des Oldenburger Sängerbundes Gerhard Brunken für ihre 50- jährige Mitgliedschaft im MGV „Liedertafel“ Wiefelstede mit der Goldenen Ehrennadel geehrt. Wer gedacht hatte, dass der Konzertabend der letzte Auftritt im Jahr 2023 gewesen ist, der sah sich getäuscht. In recht kurzen Abständen wurden noch folgende Auftritte absolviert:
– Am 19. November, 10.00 Uhr, wurde der
Gottesdienst anlässlich des Volkstrauertages in der Wiefelsteder Kirche begleitet
– Am 1. Advent gab es wie in den letzten Jahren einen
Auftritt in der kath. Kirche in Rastede, bei dem das letzte Lied zusammen mit dem Gospelchor Soul Inside präsentiert wurde
– Am 07. Dezember, 19.00 Uhr, wurden im Rahmen der
Veranstaltung „Worte und Musik zum Advent“ drei Lieder in der Wiefelsteder Kirche vorgetragen und
– am 3. Advent, dem 17. Dezember, 16.00 Uhr, wurden
beim „Weihnachtszauber“ auf dem Wiefelsteder Schützenplatz noch vier Weihnachtslieder gesungen. So kam es, dass die kleine MGV-Weihnachtsfeier am Donnerstag, 14. Dezember, nicht die letzte Veranstaltung des Jahres war. Klaus Stolle konnte 48 Teilnehmer/innen begrüßen, bedankte sich für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr und wünschte allen Sängern und ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Chronik 2024 Das Gesangsjahr begann am 11. Januar mit dem ersten Singabend. Am 07. März fand die Mitgliederversammlung im Vereinslokal statt. Eine Versammlung, in der Kassenwart und 1. Vorsitzender zur Wahl standen und Klaus Stolle nach 33 Jahren als 1. Vorsitzender nicht wieder zur Wahl stand. Bevor es zur Wahl kam, hat Klaus Stolle diese 33 Jahre noch einmal Revue passieren lassen und eine Dankesrede gehalten, wobei er einige Mitglieder, die ihn auf diesem Weg begleitet haben, besonders hervorhob. Bei den Wahlen wurde Dieter Jürgens als Kassenwart wiedergewählt und Bo Krüger zum neuen 1. Vorsitzenden. Bo Krüger bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und brachte zum Ausdruck, dass er sich sehr wohl bewusst sei, in welch große Fußstapfen er trete und freue sich auf die vor ihm liegende spannende Aufgabe. In einer anschließenden Laudatio lässt Jörg Weden die 33 Jahre mit Klaus Stolle als 1. Vorsitzender noch einmal vorbeiziehen. Besondere Erwähnung findet dabei, dass Klaus Stolle
– bereits im Alter von 20 Jahren dem Gesangverein beitrat
– zusammen mit seinem Vater Herbert Stolle dafür sorgte, dass von 1969 bis 2024 ihr Familienname im aktiven Vorstand vertreten war
– 1979 das Dirigentenamt von Hans Schäfer übernahm und es 1985 an Istvan Benkoczy abgab
– 1990 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden und gab dieses nach 33 Jahren jetzt am 7. März 2024 wieder ab
– Genauso wie sein Vater hat auch er mit dem Verein viele mehrtägige Fahrten organisiert wie z.B. nach Quedlinburg, Dresden, Köln, Berlin, Stralsund, Chocz und mit kleineren Gruppen nach Prag, Budapest, Wien und Szeged die zu viel Geschlossenheit im Verein beigetragen haben
– Daneben gab es einige unter seiner Regie ausgetragene besondere Veranstaltungen, wie z.B. das im Jahr 2000 unter freiem Himmel zwischen Kirche und Rathaus ausgetragene Gemeindesängerfest sowie das im Jahr 2005 mit Festredner Karl Heinz Funke ausgerichtete 125-jährige Vereinsjubiläum und natürlich die vom MGV ausgerichteten Konzertabende
– In seiner Vereinsführung gab er zwar den Ton an, war aber stets auf Harmonie bedacht
– und ganz wichtig, er hat mit seinem Namen den Verein sehr gut nach außen hin vertreten
Am Ende bedankt sich Klaus Stolle nochmals, die Anwesenden erhoben sich von ihren Sitzen und spendeten einen langanhaltenden Beifall. Danach versammelte sich der Vorstand, überreichte ihm einen Präsentkorb mit einer Ehrenurkunde und ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit. Gerhard Brunken, Präsident des Oldb. Sängerbundes und Vizepräsident des Chorverbandes Nds. Bremen, überreichte ihm die goldene Ehrennadel des Oldenburger Sängerbundes. Nach der Jahreshauptversammlung ging es weiter mit zwei Gesangsauftritten. Zum einen am 21. April zum Konfirmationssingen in der Wiefelsteder Kirche und am 09. Juni mit einem Auftritt beim Chorfest im Park der Gärten. Am 27. Juni wurde mit dem Absingen bei Steven Reck die Sommerpause eingeläutet und am 08. August mit dem Ansingen bei Bo Krüger wieder beendet. Großen Raum in der Vorstandsarbeit nahmen die Beratungen über eine neue Homepage wie auch über die Suche nach neuen Mitgliedern ein. Bezüglich neuer Mitglieder hat der MGV am 7. November an der bundesweit stattfindenden „Woche der offenen Chöre“ teilgenommen. Es haben auch ein paar Sänger „geschnuppert“, nur haben sie sich nicht zum Beitritt entschließen können. Die Suche muss also weitergehen, zumal das Durchschnittsalter unseres Chores steigt und steigt und die Anzahl der aktiven Sänger leider rückläufig ist. Eine neue Homepage konnte angelegt werden. Diese ist auch sehr gut gelungen und wurde von unserem Sangesbruder Steven Reck erstellt. Wer einen Blick darauf werfen möchte kann dieses unter www.männerchor-wiefelstede.de. Damit einhergehend trägt unser Chor zwar beim Vereinsregister des Amtsgerichtes weiterhin den Namen „MGV-Liedertafel 1880 Wiefelstede e.V“, vereinsintern und auch in der Öffentlichkeit nennt er sich zukünftig aber „Männerchor Wiefelstede“. Ausschlaggebend für die neue Homepage wie auch für die neue Namensgebung war der Punkt, wie der Chor in der Öffentlichkeit und vor allen Dingen von der jüngeren Generation wahrgenommen wird. Der Vorstand wie auch die Sänger sehen die „Männerchor-Variante“ als zeitgemäßer an als die „Liedertafel 1880“. Schauen wir mal, wie es weiter geht. Die letzten Auftritte im Jahr 2024 fanden in recht kurzen Abständen wie folgt statt:
– Am 17. November, 10.00 Uhr, wurde der Gottesdienst anlässlich des Volkstrauertages in der Wiefelsteder Kirche begleitet
– Am 01. Dezember, 17.00 Uhr, gab es wie in den letzten Jahren einen Auftritt in der kath. Kirche in Rastede,
– Am Donnerstag, dem 05. Dezember, 19.00 Uhr, wurden im Rahmen der Veranstaltung „Worte und Musik zum Advent“ drei Lieder in der Wiefelsteder Kirche vorgetragen und
– am 3. Advent, dem 17. Dezember, 16.00 Uhr, wurden beim „Weihnachtszauber“ auf dem Wiefelsteder Schützenplatz noch vier Weihnachtslieder gesungen.
So kam es, dass die MGV-Weihnachtsfeier am 12. Dezember nicht die letzte Veranstaltung des Jahres war. Bo Krüger konnte 45 Teilnehmer/innen begrüßen, bedankte sich für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr und wünschte allen Sängern und ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Chronik 2025 Am 06. März fand die Mitgliederversammlung im Vereinslokal statt. Bei den Vorstandswahlen wurden Dieter Grüß, 1. Stv. Vorsitzender, Fritz Peters, 2. Stv. Vorsitzender und Friedrich Schmacker, Vereinsschreiber, einstimmig wieder gewählt. Als Mitglieder des erweiterten Vorstandes wurden Stephan Lorenz, Heiner Helms, Steven Reck, Walter Karch, Horst Klün, Konrad Mans, Oliver Ried und Klaus Stolle ebenfalls einstimmig wieder gewählt. Die Mitgliedsbeiträge wurden für
– Aktive Mitglieder von 60,– € auf 90,– € und für
– Passive Mitglieder von 12,– € auf 18,– € erhöht.
Geehrt wurden
– Jörg Weden für 40-jährige sowie
– Dieter Grüß und Wolfgang Schmeier für 25-jährige
Mitgliedschaft im Männerchor Breiten Raum nahmen die Beratungen für das Konzert 17. April 2026 ein. Folgende Lieder sollen präsentiert werden:
– Cabaret
– Amazing Grace (Zum Abschied)
– Ich glaube
– Ein ehrenwertes Haus
– Nessum Dorma
– Skandal im Sperrbezirk
– Ihr von morgen
– Entschuldigung
– Irgendwo und wann
– Sweet Caroline
– Circle of Life (Der ewige Kreis)
– The wellerman (a capella)
– Café` Classico (nach der Pause)
Ein besonderer Höhepunkt war die am 19. September mit 29 Teilnehmer/innen durchgeführte Tagesfahrt nach Leer. Die Anreise erfolgte mit einem Bus der Fa. Imken. Im Programm waren
– eine exclusive Altstadtführung,
– ein Mittagessen im Lokal „Schöne Aussichten“
– eine Hafenrundfahrt mit dem Grachtenboot „Koralle“
– sowie verbunden mit einer Kaffeepause eine Fahrt zum Miniaturwunderland
Ein sehr schöner Tag, der den Teilnehmer/innen sehr gut gefallen.
Die letzten Auftritte im Jahr 2025 fanden in recht kurzen Abständen wie folgt statt:
– Am 16. November, 10.00 Uhr, wurde der Gottesdienst anlässlich des Volkstrauertages in der Wiefelsteder Kirche begleitet
– Am 30. November, 17.00 Uhr, gab es zum 1. Advent einen Auftritt in der kath. Kirche in Rastede,
– Am 04. Dezember, 19.00 Uhr, wurden bei „Worte und Musik zum Advent“ zwei Lieder in der Wiefelsteder Kirche vorgetragen und
– am 17. Dezember beteiligte sich der MCW am „Weihnachtszauber“ auf dem Wiefelsteder Schützenplatz
Bei der MGV-Weihnachtsfeier am 11. Dezember konnte Bo Krüger 53 Teilnehmer/innen begrüßen, bedankte sich für die Mitarbeit im abgelaufenen Jahr und wünschte allen Sängern und ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit großem Bedauern mussten die Sänger zur Kenntnis nehmen, dass neben Heino Küpker, der am 22. November kurz nach seinem 90 Geburtstag verstorben ist auch unser langjähriger Dirigent Istvan Benkoczy am 14. Dezember gestorben ist. Den Trauergottesdienst von Pastor Tim Unger für Heino Küpker hat der MCW mit zwei Liedern begleitet.
